Haßfurt

Insolvenz: Unternehmer flüchtet mit Vermögen nach Phuket

Die Staatsanwaltschaft Hof hat Anklage gegen einen Unternehmer aus dem Kreis Haßberge wegen Bankrotts erhoben. Mit ihm muss sich ein ehemaliger Mitarbeiter wegen Beihilfe hierzu verantworten.
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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
Dem 49-jährigen Unternehmer liegt zur Last, nach dem Zusammenbruch seines Betriebes im November 2013 sein verbliebenes nicht unerhebliches Geschäfts- und Privatvermögen, darunter mehrere hochmotorisierte Sportwagen, dem Zugriff seiner zahlreichen Gläubiger entzogen zu haben.

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen im Sommer 2014 setzte sich der Mann nach Thailand ab, wo die zwischenzeitlich wegen des Verdachts des Bankrotts ermittelnde Staatsanwaltschaft Hof ihn mit Hilfe der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt in Phuket lokalisieren konnte.

Nachdem die Ermittlungsrichterin Haftbefehl gegen den Flüchtigen erlassen hatte, verfügten die thailändischen Behörden seine Ausweisung.
Er wurde daraufhin im Juli 2015 von thailändischen Polizeikräften in seiner Wohnung in Phuket festgenommen und nach kurzer Auslieferungshaft am Flughafen Bangkok deutschen Ermittlern übergeben, die seine Rückführung nach Frankfurt begleiteten.

Seit seiner Rückkehr nach Deutschland befindet sich der 49-Jährige in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
Sein ehemaliger Mitarbeiter steht im Verdacht, ihm bei der Verschiebung seines Vermögens aktiv Hilfe geleistet zu haben. Er befindet sich auf freiem Fuß.

Ein Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest.

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