Untermerzbach
Gemeinderat

Ins Rathaus Untermerzbach fließen 200.000 Euro

Untermerzbach plant den Umbau und die Sanierung des Gebäudes für das kommende Jahr. Neben der Energieeinsparung geht es vor allem um die Neugestaltung des Eingangsbereichs und des Erdgeschosses.
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Vor allem an der Süd- und Westseite des Rathauses Untermerzbach soll eine Dämmung infolge energetischer Sanierung erfolgen.  Foto: Helmut Will
Vor allem an der Süd- und Westseite des Rathauses Untermerzbach soll eine Dämmung infolge energetischer Sanierung erfolgen. Foto: Helmut Will
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Gut 200.000 Euro will die Gemeinde Untermerzbach in die energetische Sanierung und Umbaumaßnahmen innerhalb des Gemäuers ihres Rathauses investieren. Büroräume im Erdgeschoss sollen arbeitsplatzgerecht gestaltet und der Eingangsbereich transparenter strukturiert werden.

Bei der energetischen Ertüchtigung des historischen Gebäudes soll der Rathaussaal mit der Dachhaut des Gesamtgebäudes, sowie vor allem auch die Süd- und Westfassade im Obergeschoss mit einbezogen werden. Bürgermeister Helmut Dietz erläuterte die geplanten Maßnahmen ausführlich. Aufgrund der zu erwartenden Kosten macht es nach den Worten des Bürgermeisters keinen Sinn, über die Städtebauförderung einen Zuschuss zu beantragen, was allerdings für die energetische Sanierung nicht gelte. "Hier können wir einen Zuschuss erwarten, über die Höhe kann ich derzeit keine Aussage machen", so Dietz.

Vor allem das Büro des Einwohnermeldeamtes im Erdgeschoss soll bei der geplanten Umbaumaßnahme arbeitsgerechter gestaltet werden. "Das ist derzeit wirklich ein Loch", sagte Verwaltungsleiter Edgar Maier. Geplant ist, im Erdgeschoss die Büroräume zur Aufgangstreppe hin zu vergrößern und mehr Licht in die Räume zu bringen. Gut fünf Quadratmeter mehr könnten so in den Büroräumen im Erdgeschoss geschaffen werden.
Zu verbessern sei auch der Küchen- und WC-Bereich. "Die Schwachpunkte bei der Dämmung in unserem Rathaus sind erkannt", sagte der Bürgermeister. Eine Sanierung sei deshalb dringend notwendig, auch wegen Energiesparmaßnahmen. Klimatisiert sollen die Büros von Bürgermeister und Verwaltungsleiter werden. "Da herrschen im Sommer mitunter unzumutbare Temperaturen", so Dietz.


Die Sparkasse ist tabu

"Mich stört an dieser Maßnahme, dass wir im Erdgeschoss für relativ wenig Platzgewinn in den Büroräumen sehr hohe Kosten aufbringen müssen, eine bessere Lösung habe ich allerdings auch nicht", sagte Zweiter Bürgermeister Siegfried Kirchner. Ein "Gedankenspiel" brachte Gemeinderätin Sandra Schramm ein. "Was wäre wenn wir die Räume nutzen könnten, wo derzeit die Sparkasse untergebracht ist", fragte sie. Das wurde vom Bürgermeister schnell verworfen. Die Sparkasse habe ihren Mietvertrag. "Wir sind froh, in unserer Gemeinde dieses Geldinstitut als Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger zu haben", so Dietz.

Nach den Worten des Bürgermeisters beläuft sich die reine Bausumme für die geplante Maßnahme überschlägig auf 185.000 Euro, mit Planungs- und Honorarkosten sollen es 200.000 Euro werden. Geplant, ist die Maßnahme für das Jahr 2015. Der Gemeinderat beschloss denn auch, das Planungs- und Bauvorhaben voran zu bringen und von Planungsbüros Honorarangebote einzuholen. "Wenn uns das vorliegt und wir die Kosten genauer beziffern können, werden wir über dieses Thema hier im Gemeinderat wieder zu sprechen haben", schloss Dietz.
Die Trinkwasserversorgung steht bei der Gemeinde Untermerzbach schon länger im Fokus. Sie ist seit einigen Jahren öfters Thema in Sitzungen des Gemeinderates. Der Diplomgeologe Andreas Gartiser informierte den Gemeinderat am Montag über Maßnahmen, die am Brunnen Memmelsdorf vorgenommen wurden. "Sie haben sich nach Vorberatungen für die sogenannte `kleine Lösung` entschlossen", sagte Gartiser und fuhr fort: "Das hat auch allen Anschein nach erfolgreich geklappt."


Weniger Nitrat im Wasser

Infolge der Sanierungsmaßnahmen des Brunnen Memmelsdorf konnten die Nitratwerte von 20 Milligramm auf 4,4 Milligramm pro Liter gesenkt werden. Die Pumpversuche seien allesamt zufriedenstellend verlaufen. Da seit dem Jahr 2002 die Nitratkonzentration starken Schwankungen unterlag, musste etwas unternommen werden. 2012 wurde deshalb mit der Regenerierung des Brunnens begonnen. Der Brunnenschacht sei "verockert", die Korrosion weit fortgeschritten gewesen. Deutlich wurde, dass von oben zu viel Wasser in den Brunnen gelangte.
Mit dem Ergebnis nach der Sanierung könne man rundum zufrieden sein, sagte der Diplomgeologe. Allerdings sei eine Reduzierung des Urangehaltes notwendig. "Das können wir erreichen, indem wir das Wasser mit dem anderer Brunnen mischen, da sind wir dran", sagte der Bürgermeister.

Das Wasserschutzgebiet um den Brunnen Memmelsdorf entspricht nicht mehr den Erfordernissen. Vom Landratsamt Hassberge sei dies "angemahnt" worden. Deshalb wird eine fachtechnische Überarbeitung vorgenommen, um das Wasserschutzgebiet neu zu definieren und den Verbotskatalog hierzu zu aktualisieren.


Die "Schustergasse" kommt

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