Ebern

In einstige Kaserne kommen keine Asylbewerber

Die Stadt Ebern wird das Gebäude 38 in der Süd-Ost-Ecke der einstigen Kaserne nicht als Asylbewerber-Wohnheim zur Verfügung stellen. Dies beschloss der Stadtrat am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung.
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Gebäude 38, das 1987 errichtete südlichste Bauwerk in der ehemaligen Kaserne mit fast 1700 Quadratmetern Geschossfläche  wird  keine Unterkunft für Asylbewerber.  Foto: Eckehard Kiesewetter
Gebäude 38, das 1987 errichtete südlichste Bauwerk in der ehemaligen Kaserne mit fast 1700 Quadratmetern Geschossfläche wird keine Unterkunft für Asylbewerber. Foto: Eckehard Kiesewetter
"Hundert Leute auf so engem Raum würden eine Eigendynamik entwickeln, die als nicht günstig eingeschätzt wird", teilte Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) auf Anfrage mit. Auch gebe es aus baurechtlicher Sicht Probleme, die auch die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) angeführt habe, wenn eine Wohnnutzung angestrebt werde. Der Stadtrat strebe zusammen mit der Verwaltung an, die Aufnahme von Asylbewerbern in kleineren Einheiten dezentral umzusetzen, "weniger massiert", so der Bürgermeister.

Dazu gebe es schon einige Ideen, teilte Herrmann mit, ohne Details zu nennen. "In Zeil funktioniert dies ja auch in Siedlungsgebieten ohne Probleme." Diese Art der Unterbringung werde als sozial verträglicher gesehen. Laut Informationen aus dem Stadtrat hatten mehrere Anlieger im Gewerbepark "Alte Kaserne" gegen ein Asylbewohnerheim protestiert, auch schon rechtliche Schritte angedroht.

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