Königsberg in Bayern

In Unterhose über den Schlossberg

Der Brouch-Wettlauf war am Sonntag die Attraktion hoch über Königsberg, wo das Mittelalter für einige Stunden auflebte.
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Die vier Bürgermeister kurz nach dem Start in übergroßer Unterhose, der mittelalterlichen Brouch Foto: Gerold Snater
Die vier Bürgermeister kurz nach dem Start in übergroßer Unterhose, der mittelalterlichen Brouch Foto: Gerold Snater
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Der Zweckverband Deutscher Burgenwinkel hat sich zur Aufgabe gestellt den Alltag und das Leben auf mittelalterlichen Burgen und Städten erlebbar zu machen. An fünf Wochenenden im Jahr 2017 werden wieder unterschiedliche Aspekte des mittelalterlichen Lebens Jung und Alt aus Nah und Fern anschaulich näher gebracht. Unter dem Motto "Mittelalter zum Anhören, Anfassen und Reinbeißen" wird an verschiedenen Orten im Gebiet des Deutschen Burgenwinkels zusätzlich zu den monatlichen öffentlichen Führungen im Burgeninformationszentrum in Altenstein die Welt des Mittelalters wieder lebendig.

Am Sonntag lud Kaiser Barbarossa am Burgenwinkeltag zu einer Fülle an Aktivitäten auf den Schlossberg in Königsberg ein. So konnte beobachtet werden, wie im Mittelalter die Wasserleitungsrohre aus einem Holzstamm gebohrt wurden. Wer genug Kraft hatte, konnte auch selbst beim Durchbohren mithelfen. Passend dazu informierte Rudi Bätz darüber, wie die Burg früher mit Wasser versorgt wurde. Mit der "Praktischen Astronomie vor Regiomontanus" beschäftigte sich Oswald Tränkenschuh. Die Schwerter prallten bei einem Schaukampf mit diesen mittelalterlichen Waffen aufeinander.

Friedlicher ging es beim "Freien Burgvolk zu Königsberg" zu, welches die Kids unter anderem zum Ringleinstechen einlud. In den Wächterturm lud Burgvogt Eddi Klug ein, wo er die Besucher über das Wirken der Schlossberggemeinde und den Wiederaufbau der Burg informierte.

Eine besondere Aktion war der Brouch-Wettlauf. Die Brouch war das wichtigste Dessous des Mittelalters. Zuerst wurde die übergroße Unterhose angezogen, dann ging es los. Während des Rennens mussten verschiedene Aufgaben bewältigt werden - die Hose musste dabei immer sitzen! Wer das alles am schnellsten schaffte - gegen die Zeit, aber mit Hose - der gewann einen Preis. Im ersten Lauf um "die schnellste Unterhose im Landkreis" traten vier Bürgermeister, Wolfgang Borst aus Hofheim, Claus Bittenbrünn aus Königsberg, Wolfram Thein aus Maroldsweisach und Jürgen Hennemann aus Ebern (von links) gegeneinander an. Dass Jürgen Hennemann diesen Lauf vor Wolfram Thein und Wolfgang Borst und Claus Bittenbrünn, die in Eintracht nebeneinander ins Ziel liefen, gewann, war reine Nebensache. Alle hatten ihren Spaß dabei.

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