Kirchaich
Kommunalpolitik

Im Kirchweg soll die Dorferneuerung losgehen

Thomas Sechser stellte bei der Bürgerversammlung in Kirchaich die Pläne für die weitere Dorferneuerung vor. Geschaffen werden sollen auch ein Informations-Pavillon und ein Kinderspielplatz.
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Im Zuge der Dorferneuerung soll an der Einmündung des Kaulbergs in die Hauptstraße ein kleiner Platz entstehen, die Garagen links werden abgebrochen. Foto: Sabine Weinbeer
Im Zuge der Dorferneuerung soll an der Einmündung des Kaulbergs in die Hauptstraße ein kleiner Platz entstehen, die Garagen links werden abgebrochen. Foto: Sabine Weinbeer
Die anstehende Dorferneuerung war das zentrale Thema der Bürgerversammlung in Kirchaich. Der Oberauracher Bürgermeister Thomas Sechser ging aber auch auf verschiedene andere Punkte wie die Breitbandversorgung und den Kindergarten-Neubau ein.

Mit Reiner Väth, dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, stellte der Bürgermeister die Planungen der Dorferneuerung vor, die im November in einer Sitzung von Gemeinderat und Teilnehmergemeinschaft abgestimmt worden waren. Die Botschaft war klar: Nach der Neugestaltung des Lindenplatzes sowie des Ägidiushauses vor einigen Jahren soll es endlich weitergehen.


Verschiedene Teilprojekte


Das Gesamtprojekt setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Los gehen soll es im nächsten Jahr voraussichtlich mit dem Kirchweg, der die bisherigen Dorferneuerungs-Schwerpunkte Lindenplatz und Ägidiushaus verbindet.
Ein Stück die Hauptstraße hinunter soll an der Einmündung des Kaulbergs ein kleiner Platz entstehen, für den einige Garagen abgebrochen werden müssen.

Ein Informations-Pavillon und eine Vorrichtung für den Kerwasbaum sind hier geplant, im weiteren Verlauf des Fußweges wird ein Spielplatz angelegt.

Neu gestaltet werden auch der Bereich des Kirchaicher Brunnens an der Einmündung Bamberger Straße/Lembacher Straße und die gegenüberliegende kleine Grünfläche. Zum Gesamtvorhaben gehören die Außenanlagen des energetisch sanierten Feuerwehrgeräte- und Gemeinschaftshauses "Altes Rathaus". Ein weiteres Projekt betrifft den Einmündungsbereich der Straßen Obere Au/Um Lindig/Friedhofsstraße samt Friedhofsvorplatz.


Feuerwehr bleibt skeptisch


Die Bürger zeigten sich mit den Planungen zufrieden, lediglich die Feuerwehr bleibt skeptisch bezüglich der Parkplätze am Gerätehaus. Das Projekt soll jetzt zur Förderung eingereicht werden, die Ausschreibung soll im Winter erfolgen, so dass 2016 Baubeginn sein kann.

In seinem Themen-Überblick freute sich der Bürgermeister, dass nun doch der Radwege-Anschluss von Kirchaich nach Nützelsbach und damit an das Bamberger Radwegenetz gelungen ist. Die Einweihung des Weges findet am 15. Mai um 15 Uhr statt, die Bevölkerung sei eingeladen, sagte Sechser (CSU).

Für die Staatsstraße von Kirchaich nach Dankenfeld laufe die Planung, fuhr das Gemeindeoberhaupt fort. Die schmale und kurvige Straße soll voll ausgebaut, die Trasse zudem abgeflacht werden. Dazu seien allerhand Grundstückskäufe nötig, die Gespräche liefen bisher sehr positiv. "1,1 Millionen Euro wird das Staatliche Bauamt in die rund 800 Meter lange, sehr marode Strecke stecken."


Das Surfen wird schneller


Bis zum Jahresende kann jedermann in Kirchaich mit einem deutlich schnelleren Internet rechnen. Die Arbeiten für den Breitbandausbau würden demnächst beginnen, so Sechser. "Die Vereinbarung mit der Telekom wurde getroffen, der Ausbau des ersten Abschnitts, der die Gemeindeteile Kirchaich, Dankenfeld, Trossenfurt-Tretzendorf und Fatschenbrunn umfasst, wird rund 540 000 Euro kosten, die Gemeinde trägt dank des Förderprogramms 108 968 Euro."

Beinahe wäre Nützelsbach aus dem Programm gefallen, so Sechser weiter. Es sei aber doch noch gelungen, den kleinen Ort in einem zweiten Bauabschnitt mit den Schleichach-Orten in die Förderung zu bekommen. Die Vergabe hierfür soll in der nächsten Gemeinderatssitzung erfolgen.

Am 4. Oktober soll der neue Kindergarten in Kirchaich eingeweiht werden. Träger ist die Kirchenstiftung, die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Die Kommune beteiligt sich mit 740 000 Euro. Höchste Anerkennung zollte der Bürgermeister dem Bauausschuss aus Kirchenverwaltung und Kindergarten-Vertretern für ihr Engagement. Ein solches Projekt zu stemmen, sei eine große Herausforderung.

Das neue Gebäude werde eine vorbildliche Kindertagesstätte, kündigte der Bürgermeister an.
Oberhalb der neuen Einrichtung habe der Gemeinderat die Erschließung eines ersten Abschnitts der Siedlung "Hinter der Quelle" beschlossen, informierte Thomas Sechser weiter.

Einige Versammlungsteilnehmer hatten zuvor betont, wie wichtig Bauplätze für junge Familien seien. Einige Bauwillige seien bereits aus Kirchaich weggezogen, weil es keine Bauplätze mehr gab. Einige junge Leute nutzten aber auch die Grundstücke von leer stehenden Gebäuden im Altort, um dort ihren Traum vom eigenen Häuschen zu verwirklichen.


Neues Löschfahrzeug


Noch einen Grund zum Feiern wird es im Herbst geben, wenn das neue Feuerwehrfahrzeug geliefert wird. 330 000 Euro wird es kosten, 88 000 Euro Zuschuss gibt es vom Freistaat. Schließlich lud Sechser zur Einweihung der Kinderkrippe in Tretzendorf am 17. Mai und zum Abschluss der Dorferneuerung in Trossenfurt am 13. Juni ein.

Um Aufmerksamkeit bat der Bürgermeister im Umfeld der Trinkwasserbrunnen. Dort seien jüngst wieder Bauschutt und Grünschnitt abgelagert worden. Sickerwässer könnten das Trinkwasser beeinträchtigen. Deshalb bat er darum, wilde Ablagerungen bei der Gemeinde zu melden und die Augen offen zu halten, damit die Verursacher ermittelt werden können.




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