Hohnhausen
Kanalisation

Hohnhausen geht ans Abwasser-Netz

Für den Burgpreppacher Gemeindeteil Hohnhausen beginnt mit dem Anschluss an die "Hainbachschiene" ein neues Abwasser-Zeitalter. Nun fasst man die Dorferneuerung ins Auge. Bei der Bürgerversammlung wurden Details diskutiert.
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Das Kläranlagenwerk in Hohnhausen wird am Donnerstag freigegeben. Im Hintergrund die Hühnerstation von Robert Schneider. Foto: Gerhard Schmidt
Das Kläranlagenwerk in Hohnhausen wird am Donnerstag freigegeben. Im Hintergrund die Hühnerstation von Robert Schneider. Foto: Gerhard Schmidt
Der Burgpreppacher Gemeindeteil Hohnhausen wird an die neue Kläranlage der Hainbachschienen angeschlossen. Bürgermeister Karlheinz Denninger (Gemeinwohl) teilte bei einer Bürgerversammlung am Montagabend mit, dass am 22. November, um 11 Uhr die Kanalanlage Hohnhausen geschaltet werden soll.

Die Ausschreibung für dieses Projekt, das zur so genannten "Hainbachschiene" (Kläranlage für Hohnhausen, Ibind und Burgpreppach) gehört, lag bei 780.000 Euro. Eine endgültige Abrechnung liege noch nicht vor. Der Sammler am Verbindungskanal entlang des Sabels-baches soll 377.000 Euro kosten. Die Anlieger sind, wie bei der Bürgerversammlung deutlich wurde, gespannt, ob der immer wieder auftretende Gestank im Dorf nun verschwindet. Dieses und weitere Probleme könnten mit den Firmenvertretern am Donnerstag vor Ort besprochen werden, meinte Denninger.

Förderantrag gestellt

Der Burgpreppacher Gemeindeteil soll in den nächsten Jahren weiter aufgewertet werden, denn der Markt habe über die Gemeinde-Allianz-Hofheimer-Land (GAHL) für alle Gemeindeteile einen Förderantrag zu umfassenden Dorferneuerungen beim Amt für Ländliche Entwicklungen Würzburg (ALE) gestellt. Dies teilte Bürgermeister Karlheinz Denninger bei einer Bürgerversammlung mit. Hierzu müsse der Gemeinderat demnächst ein Konzept beraten und beschließen.

Der Bürgermeister erklärte, dass sich in allen Orten Interessengemeinschaften gründen müssten, um die Bürger mit einzubinden. "Ohne euch läuft gar nichts und wir brauchen uns dann auch keine Gedanken zu machen", so Denninger.

In einer Diskussion wurde abgeklopft, wie die Hohnhäuser zu einer Dorferneuerung stehen. Da eine punktuelle Dorferneuerung auf maximale Kosten von 250.000 Euro gedeckelt ist, tendiert man mehr zu einer umfassenden Dorferneuerung. Diese erfordere von allen Beteiligten bedeutend mehr an Arbeit und Engagement und finanziellen Aufwand, erfuhren die Versammlungsteilnehmer. Durch Eigenleistungen könnten diese Kosten jedoch gedrückt werden. Zweiter Bürgermeister Helmut Schwappach (Gemeinwohl) erklärte, dass Dorferneuerungen eine lange Vorlaufzeit hätten. Der Vorteil von umfassenden Dorferneuerungsmaßnahmen liege aber darin, dass dann auch Privatprojekte gefördert werden können.

Bevor Straßen im Ort saniert werden, müssten Ortskanäle und Wasserleitungen in diesem Bereich erneuert werden. Auf die Gemeinde kämen hier noch wichtige Hausaufgaben zu, sagte Denninger.

Schadhafte Straßen

Dass in Hohnhausen etliche Projekte anstehen, zeigte die weitere Diskussion. Vor allem Straßen kosten in Burgpreppach viel Geld, wie Bürgermeister Denninger sagte. "Heuer haben wir sehr viel Geld ausgegeben, um die Gemeindestraßen zu flicken". Am Anwesen Schneider Richtung Bischwind ist die Straße auf einer Länge von 50 Metern so kaputt, dass sie fast nicht mehr befahren werden kann. Die Kosten wurden auf 17.000 Euro geschätzt. Diese Sanierung soll nun in Eigenregie durchgeführt werden. Weitere gefährliche Schwachstellen sind ein Loch am Friedhofsweg, die schadhafte Friedhofstreppe und vor allem die Rinne an der Ausfahrt des Friedhofsweges. Sie wirke wie eine Schanze und könne leicht Fahrzeuge beschädigen. Bürgermeister Denninger versprach, sich darum zu bemühen, dass die Schäden bald beseitigt werden. Anlieger im Mitteldorf beschwerten sich über die Asphaltarbeiten an den Dorfstraßen Sie sprachen von Pfusch und forderten die Gemeinde auf, sich künftig mehr um solche Arbeiten zu kümmern.

Auch der geplante Ankauf des Gasthauses "Zum Goldenen Löwen" in Burgpreppach durch die Gemeinde war ein Thema. Die Kommune will dort ein Mehrzweckhaus einrichten. Bürgermeister Denninger möchte das Museum "Nostalgie der Fünfziger Jahre" und den Heimatverein NatFam dort integrieren. Er könnte sich auch vorstellen, dass eine sanierte Kegelbahn die Kegler vom TSV Burgpreppach wieder in den Ort zurückbringt. Weitere Nutzungen, auch für die Gemeindeteile, seien angedacht.
"Das ist nur für Burgpreppach interessant, die Außendörfer haben davon nichts", erklärte eine Bürgerin. So sehen es Bürgermeister Denninger und der örtliche Gemeinderat Willi Ebert (Hohnhäuser Liste) aber nicht. Ihrer Meinung nach darf ein so großes Gebäude auf einer so großen Fläche mitten im Kernort nicht verfallen. Fest steht, dass eine Sanierung sehr teuer wird. "Entweder wir bekommen 80 Prozent Förderung oder es tut sich dort nichts", erklärte der Bürgermeister.

Defizite beim DSL

Denninger musste bekennen, dass in den Gemeindeteilen Hohnhausen, Fitzendorf, Üschersdorf und Birkach das DSL noch sehr im Argen liegt. Wenn das Problem mit dem Denkmalschutz geklärt sei und auf der Ruine Bramberg der Sendemast für den Hybridfunk gebaut werden darf, könne auch in den genannten Dörfern ein vernünftiges DSL genutzt werden, versprach er.

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