Hofheim i. UFr.

Hofheimerin hilft "wie eine große Schwester"

Die Stadt Hofheim verlieh zum zweiten Mal den Flüchtlingstaler. Anne Zuber erhielt diese Würdigung im Stadtrat.
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Bürgermeister Wolfgang Borst überreichte den Flüchtlingstaler an Anne Zuber.  Foto: Klaus Schmitt
Bürgermeister Wolfgang Borst überreichte den Flüchtlingstaler an Anne Zuber. Foto: Klaus Schmitt
Eike Uhlich, der frühere Chefarzt des Hofheimer Krankenhauses, ist so etwas wie der Motor der Flüchtlingsarbeit im Raum Hofheim. Er machte dem Hofheimer Stadtrat in der Sitzung am Donnerstagabend ein großes Kompliment. "Wir haben es nahezu ideal in Hofheim", beschrieb Uhlich die Situation für die Flüchtlingsarbeit in der ehemaligen Kreisstadt. Und für diese Unterstützung dankte er dem Stadtrat, der Stadt und ihren Bürgern.

Der Stadtrat hatte bei der Zusammenkunft im Interkommunalen Bürgerzentrum zuvor das Lob quasi weitergegeben. Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) zeichnete zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Freundeskreises Asyl Hofheim, Heinrich Goschenhofer, die engagierte Helferin Anne Zuber mit dem Hofheimer Flüchtlingstaler aus. Zum zweiten Mal wurde diese Auszeichnung in der Stadt im Haßgau übergeben. Im vergangenen Jahr hatte Ludwig Klarmann diese Ehrung erhalten für die Betreuung der Wohnungen, in denen die Flüchtlinge lebten.


Vorbereitet für die große Welle

Bürgermeister Borst wies darauf hin, dass sich bereits in den Jahren 2013/14 der Freundeskreis Asyl in Hofheim verstärkt um Asylbewerber gekümmert habe. Dank dessen Arbeit sei es gelungen, sich um die vielen Flüchtlinge zu kümmern, die mit der großen Welle 2015 ins Land kamen. Das Wort "Wir schaffen das" der Bundeskanzlerin wandelte Wolfgang Borst um in die Formulierung: "Das haben die vielen freiwilligen Helfer geschafft", die sich im Freundeskreis Asyl für die Flüchtlinge einsetzen.

Als engagierte Helferin stellte er Anne Zuber heraus. Sie sei von der ersten Stunde an dabei gewesen. Anne Zuber habe sich um Asylsuchende im Pfarrheim gekümmert, erklärte der Bürgermeister und übergab ihr den Flüchtlingstaler.

Heinrich Goschenhofer, der stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises, schilderte Zubers Tätigkeit näher. Sie habe bis zu neun junge Afghanen betreut, die im Pfarrheim auf engem Raum zusammen lebten. "Sie war immer da", lobte er. Anne Zuber sei "von den Flüchtlingen als große Schwester adoptiert worden", sagte Goschenhofer. Er betonte, dass sie keine leichte Aufgabe hatte, schließlich habe sie tagtäglich die Sorgen und Ängste der jungen Menschen mitbekommen, die aus einem Land mit "vielen Regionen in einem kriegsähnlichen Zustand" kamen.


"Sehr gut"

Der Bürgermeister sagte, dass sich die Flüchtlingsarbeit derzeit nicht nur auf die Stadt Hofheim konzentriere, sondern das gesamte Gebiet der "Hofheimer Allianz" umfasse. Das sind die fünf Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hofheim und der Markt Maroldsweisach. Der Freundeskreis bemühe sich aktuell darum, Arbeit und Wohnungen für die Flüchtlinge zu finden. Derzeit laufe die Flüchtlingsarbeit, so betonte Borst, "sehr gut".

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