Mit gemischten Gefühlen arbeitete sich Hofheims Stadtrat durch die Tagesordnung der Sitzung am Montagabend. Es ging um viel Geld, denn das Gremium hatte über einige Zuschussanträge zu entscheiden. Kopfzerbrechen bereitete den Räten dabei, dass der Haushalt 2014 noch nicht steht, und zu große Probleme will man dem neu gewählten Stadtrat auch nicht hinterlassen.

Abgängig vom Etat

Darum wurden die Entscheidungen immer mit der Einschränkung versehen, "wenn es der Haushalt zulässt". Manche Entscheidung konnte aber nicht hinausgeschoben werden, denn die Stadt steht in ihrer Pflicht, wie Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) immer wieder betonte. Das galt zum Beispiel für die Innensanierung der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer, die kurz vor ihrem Abschluss steht. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 330.000 Euro. Hinzu kommen noch 21.000 Euro für eine Generalreinigung der Orgel und die Erneuerung der Fenster im sogenannten Türmle.

Bisher hat sich die Stadt bei Kirchenrenovierungen immer mit zehn Prozent an den Gesamtkosten beteiligt. Die Stadt trägt die Außenbaulast für den Kirchturm, das Kirchenschiff und die Orgel. Hierfür müssten ohnehin 41.000 Euro aufgebracht werden, sagte Borst . Der Stadtrat will nun 50.000 Euro zuschießen, fünf Ratsmitglieder votierten bei der Abstimmung dagegen.

Zurückgestellt

Für die Innenrenovierung der Kirche St. Nikolaus in Ostheim sollen Kosten von 417.000 Euro anfallen. Wolfgang Borst erklärte, dass man die Kirchen, gleich welcher Konfession, gleich behandeln müsse, der Antrag aber im Moment zurückgestellt werden sollte, bis der Haushaltsplan vorliegt. So geschah es auch.

Gefrierhaus wird umgebaut

Teuer wird auch eine Einzelmaßnahme zur Dorferneuerung in Sulzbach, denn dort soll aus dem Gefrierhaus ein Dorftreff mit Außenanlagen entstehen. Der Sulzbacher Stadtrat Ralf Wunderlich stellte das Projekt vor. Das kleine Gebäude, das als Gefrierhaus nicht mehr benötigt werde, würde für Sulzbach mit seinen 115 Einwohnern ausreichen, um etwas Vernünftiges zu haben. Die geschätzten Kosten liegen bei 150.000 Euro.

Bürgermeister Borst erwartet die Hälfte als Zuschuss über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Würzburg. Der Rest von 75.000 Euro müsste mit 35.000 Euro Eigenleistung und einem Zuschuss der Stadt von 40.000 Euro abgedeckt werden. Der Stadtrat stimmte der Baumaßnahme zu.

Die Stadt beteiligt sich mit 50.000 Euro an der Investitions- und Betreibergesellschaft zum Aufbau einer regionalen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien.