Bischwind am Raueneck

Hörerlebnis in Bichwind a.R. garantierte Gänsehaut

In der Kirche "Mariä Himmelfahrt" in Bischwind a. R. erlebte das Publikum einen erlesenen Musikgenuss.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sopranistin Heike Gareis erfüllte die Kirche mit ihrer voluminösen und brillanten Stimme.
Sopranistin Heike Gareis erfüllte die Kirche mit ihrer voluminösen und brillanten Stimme.
+5 Bilder
"Gigantisch, ein Gänsehautmoment jagt den nächsten" - euphorisch beurteilte Pfarrer Pater Michael Stutzig als "Hausherr" am Ende des Weihnachtkonzertes am Sonntagabend in der Kirche "Mariä Himmelfahrt"im Eberner Stadtteil Bischwind die Werke der Solisten und Gruppen.

Für einige dieser "Gänsehaut"-Momente im eineinhalbstündigen Programm sorgten die Vorträge von Organist Hubert Reinhard (Baunach) und Sopranistin Heike Gareis (Bamberg) von der Empore aus. Reinhard ist den Bischwindern - zumindest den Vierzehnheiligen-Wallfahrern unter ihnen - kein Unbekannter, weil er des öfteren in der Basilika Vierzehnheiligen die Manuale der Orgel bedient (O-Ton Reinhard im Gespräch mit unserer Zeitung: "Das ist der "Ferrari unter den Orgeln").


Brillanz in der Stimme

Hat er es in Vierzehnheiligen mit vier Manualen zu tun, so blieb es in Bischwind bei einem Manual. Ihm assistierten seine beiden Schüler Tim und Finn, die links und rechts von ihm sitzend die Zugregister bedienten. Die Stücke "Er weidet seine Herde" oder das wohlbekannte "Ave Maria" führten die Zuhörer zur klassischen Gesangskunst, die von Heike Gareis brillant darbot. Ihr stimmliches Volumen und das zurückhaltende Orgelspiel waren fein abgestimmt.

Es war von der Instrumentierung als auch vom Gesang her war dieses Weihnachtskonzert höchst abwechslungsreich. So begann die "Sternberger Musik", ein Ensemble mit sieben Bläsern unter der Leitung von Adolf Müller, mit traditionellen Weihnachtsliedern.


Wechselnde Rhythmen

Der Gesangverein Eyrichshof (Leitung Helena Perez Martinez) ließ mit seinem gemischten Chor aus 18 Frauen und Männern von weihnachtlichen Liedern aufhorchen, die im Rhythmus von getragen bis heiter beschwinglich wirkten.

Der Chor "Maria Magdalena" (Leitung Jutta Helbig) mit seinen 17 Sängerinnen sang abwechselnd in Englisch und Deutsch. Leiterin Jutta Helbig begleitete die Lieder auf der Gitarre, mal melancholisch, mal rhythmisch aufwühlend. Adam Ort trug mit seiner sonoren Bass-Stimme als Verkünder der Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium dazu bei.


Begeisterter Applaus

Was blieb zum Schluss? Da holte Organist Hubert Reinhard nach dem "Ave Maria" nochmals alles aus der Orgel heraus - bis zum "vollen Werk" in der Registratur und einem lang anhaltenden Schluss-Akkord. Ebenso lang anhaltender Applaus war der Lohn für die Sänger und Musiker. Und "ein herzliches "Vergelt's Gott" von Pater Michael Stutzig.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren