Maroldsweisach
Festkommers

Hochs und Tiefs schweißen Verein zusammen

Der Sportclub Maroldsweisach feierte 70-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt eines Festabends standen Ehrungen und die Übergabe der "Goldenen Raute mit Ähre"
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Einen aus Glas gefertigten kleinen Fußballer aus der Glasbläserstadt Lauscha hat Hannelore Böhm mitgebracht, den sie mit einigen anderen "historischen" Gegenständen dem Verein nach ihrem Grußwort überreichte. Fotos: Jens Fertinger
Einen aus Glas gefertigten kleinen Fußballer aus der Glasbläserstadt Lauscha hat Hannelore Böhm mitgebracht, den sie mit einigen anderen "historischen" Gegenständen dem Verein nach ihrem Grußwort überreichte. Fotos: Jens Fertinger
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Der Sportclub Maroldsweisach, der in diesem Jahr auf seine 70-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken kann, hat sich für die Feierlichkeiten allerhand vorgenommen: Den Auftakt machte der Festkommers am Samstagabend, bei dem die Auszeichnung des Vereins mit der "Goldenen Raute mit Ähre" sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder im Mittelpunkt standen. Vom 1. bis 4. Juli findet ein Sportwochenende statt, bei dem sich wieder alles um das Thema Fußball dreht.

Die Begrüßung und den Blick in die Geschichte des Sportclubs übernahm Helmut Beck, einer der vier gleichberechtigten Vorstände, wie sie im vergangenen Jahr in der Folge einer Umstrukturierung und Satzungsänderung gewählt worden waren. Der Redner wusste in seiner Ansprache von den Höhen und Tiefen zu berichten, die der Verein in seiner wechselvollen Biografie gleichermaßen zu verzeichnen hatte. Vor 70 Jahren - genau am 14. März 1947 - haben sich sportbegeisterte Menschen zusammengetan und den Sportclub Maroldsweisach gegründet.

Laut Beck gab es in den zurückliegenden Jahren tolle und überragende sportliche und gesellschaftliche Ereignisse, aber auch bittere Niederlagen und Abstiege. Durch großen persönlichen Einsatz vieler Hände sei es gelungen, dem Verein sein heutiges Erscheinungsbild zu geben: Ein Sportheim, eine Grillhütte, zwei Sportplätze, eine 1000-Mann-Stehtribüne sowie eine Flutlichtanlage seien die herausragenden Errungenschaften.


Gelebte Gemeinschaft

Die Gründung einer Tennisabteilung mit drei vereinseigenen Tennisplätzen war das logische Ergebnis großer deutscher Tenniserfolge vor rund 30 Jahren. Zudem wurden eine Gymnastik- sowie eine Wanderabteilung ins Leben gerufen. In den letzten Jahren - und darauf ist der Verein besonders stolz - erfolgte eine lohnende Brunnenbohrung, sodass auf beiden Sportplätzen Beregnungsanlagen eingebaut werden konnten. Durch den Einbau einer Solaranlage auf dem Sportheimdach werden auch in Zukunft die Energiekosten niedrig gehalten. Schließlich lobte Beck die gelebte Gemeinschaft und den überragenden persönlichen Einsatz vieler Helfer.


Goldene Raute mit Ähre

Ganz besonders stolz ist der Verein, die "Goldene Raute mit Ähre" nun schon zum zweiten Mal überreicht zu bekommen. Nachdem man in den Jahren 2004 und 2006 die "Silberne Raute", danach 2008 bzw. 2011 die "Goldene Raute" überreicht bekam, wurde der SV Maroldsweisach bereits vor drei Jahren mit der höchsten Auszeichnung "Goldene Raute mit Ähre" erstmalig geehrt. Nun also stand diese Ehrung ein zweites Mal an. Die Bedingungen für die genannte Auszeichnungen, die 1998 als Gütesiegel eingeführt wurden, entsprechen in etwa einer Zertifizierung, wie sie in der freien Wirtschaft existiert.

"Dieses Gütesiegel bestätigt dem Verein, dass er herausragende Leistungen im Bereich Ehrenamt, Jugend, Breitensport sowie Gesundheit und Prävention geleistet hat und auch zukünftig zu leisten gewillt ist", so Edgar Hedrich, der Kreisehrenamtsbeauftragte des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) bei der Laudatio. Sein besonderer Dank galt dem Vereinsehrenamtsbeauftragten und Vorsitzenden für den Sportbetrieb, Thomas Sauer, "ohne dessen Engagement diese Auszeichnung nicht möglich gewesen wäre", so Hedrich abschließend.


Viel Lob für den SC

Den Reigen der Grußworte eröffnete BFV-Kreisvorsitzender und Kreisspielleiter Gottfried Bindrim, gefolgt von dem BLSV-Kreisvorsitzenden und BFV-Gruppenspielleiter Gerald Makowski und dem Bezirksvorsitzenden für Unterfranken des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) Günter Jackl. Sie alle lobten die Aktivitäten des SC Maroldsweisach, der - wie es Jackl ausdrückte - "das Aushängeschild für den nördlichen Landkreis Haßberge darstellt".

Um den Klassenerhalt noch leichter zu ermöglichen, wovon alle Redner grundsätzlich ausgingen, sollten die Gastgeschenke, wie der Original-EM-Fußball und ein neuer Vereinswimpel beitragen.

Landrat Wilhelm Schneider (CSU), der selbst aus Maroldsweisach stammt, dankte dem Sportclub, der auf das Erreichte zuverlässig aufbauen kann, für dessen gute Arbeit. Allen Mitgliedern - zu denen er auch gehört - gelte dank für die Treue zum Verein. Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) wusste stolz zu berichten, "dass zur Zeit mehr als die Hälfte der Alte-Herren-Truppe von Asylflüchtlingen gestellt und in Maroldsweisach somit ein gutes Stück Integration geleistet wird".

Marion Hartmann von der "Concordia Maroldsweisach", Stefan Vetter vom Patenverein HSV Altenstein und Hannelore Böhm rundeten mit ihren Grußworten die Gratulationscour ab.


Mitgliederehrung

Dass der SC Maroldsweisach auf eine treue Anhängerschaft zählen kann, lässt sich unschwer an der enormen Anzahl von Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft erkennen, wobei die Gruppe der über 20-jährigen Zugehörigkeit den Spitzenplatz einnimmt. Doch auch die Mitgliederzahlen der anderen Gruppierungen können sich sehen lassen. Besonders erfreulich fand man, dass es auch vier Ehrungen für mindestens 60-jährige Zugehörigkeit gab. Die Vergabe der entsprechenden Auszeichnungen lag in den Händen der beiden Vereinsvorstände Günter Elflein und Eckhard Welz.

Obwohl zeitgleich mit dem Festkommers das Endspiel um den DFB-Pokal in Berlin stattfand, ließen es sich die Festgäste nicht nehmen, der kurzweiligen Veranstaltung bis zum Ende beizuwohnen, um vor allen den langjährigen Mitgliedern die Ehre zu erweisen. Zumindest die Verlängerung und das alles entscheidende Elfmeterschießen konnte man an den Fernsehgeräten im Sportheim verfolgen.



Die Geehrten

Mindestens 20-jährige Mitgliedschaft: Marianne Dittmann, Daniel Döhler, Jörgen Hellmuth, Horst Helmreich, Barbara Jung, Marco König, Daniel Och, Marlene Schneider, Thomas Sauer, Viktor Steinepreis, Andrea Steinke, Burkard Wiener.

mindestens 30-jährige Mitgliedschaft: Hanni Beck, Markus Bieda, Elisabeth Endreß, Helga Freß, Hubertus Hornung, Elsa Korn, Wolfram Thein.

mindestens 40,jährige Mitgliedschaft: Heidi Beck, Hannelore Böhm, Günter Elflein, Robert Grübel, Sabine Klopfleisch, Inge Langguth, Wilhelm Schneider, Gerhard Schobert, Thomas Stahn, Lore Weidemann-Huhn, Dieter Winkelmann, Brunhilde Wokel, Ralf Wokel

mindestens 50-jährige Mitgliedschaft: Karl Anding, Benno Angebrandt, Helmut Beck, Manfred Fassl, Gerhard Fischer, Ernst Frankenberg, Günter Fuchs, Dieter Klopfleisch.

mindestens 60-jährige Mitgliedschaft: Heinz Jauchstetter, Peter Reuner, Marlene Schirmer, Hermann Zimmermann. jf








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