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LKR Haßberge
Fortbildung

Hauswirtschaft ist (k)eine Kunst

Am Schweinfurter Landwirtschaftsamt empfingen 18 Frauen ihre Urkunden zur "Qualifizierung in der Hauswirtschaft".
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Diese Frauen - darunter sechs aus dem Landkreis Haßberge - sind nun ganz offiziell qualifiziert für die Arbeit in der Hauswirtschaft. Mit im Bild die Lehrkräfte Klaudia Schwarz (vorne links), Elfriede Weikert, Elisabeth Heller und Christina Weber-Hoch, ferner Ausbildungsberaterin Beatrix Weber-Hilbert Foto: Gabi Budau-Wirsing
Diese Frauen - darunter sechs aus dem Landkreis Haßberge - sind nun ganz offiziell qualifiziert für die Arbeit in der Hauswirtschaft. Mit im Bild die Lehrkräfte Klaudia Schwarz (vorne links), Elfriede Weikert, Elisabeth Heller und Christina Weber-Hoch, ferner Ausbildungsberaterin Beatrix Weber-Hilbert Foto: Gabi Budau-Wirsing
Nach zwei Jahren haben 18 Teilnehmerinnen den Lehrgang "Qualifizierung in der Hauswirtschaft" beendet. Die Frauen meisterten jeweils über 260 Ausbildungsstunden am Schweinfurter Landwirtschaftsamt, das den Lehrgang anbot. Zwölf Absolventinnen haben zusätzlich die Prüfung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin abgelegt. Ihre Urkunden erhielten diese Fauen aus dem Landkreis Haßberge: Marina Eltschka (Schönbach), Bernadette Schega-Schmitt (Haßfurt), Christiane Sievert (Sand), Susanne Viernekäs (Ebelsbach), Nina Welsch (Unfinden) und Susanne Zirkler (Haßfurt).

Gefeiert wurde unter dem Motto "Profis wissen mehr - Profis können mehr". Lehrgangsleiterin Klaudia Schwarz erklärte in ihrer Abschlussrede das selbst gesetzte Motto: Ein Professioneller stehe im Gegensatz zum Amateur. Die Absolventinnen gehörten jetzt zu den Profis. "Denn Sie verfügen über Fachkenntnisse und Können, die Ihnen im Lehrgang vermittelt wurden." Es zähle nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin: Beispielsweise ob dabei mit Ressourcen verschwenderisch oder sparsam umgegangen wird.


Zertifizierte Ausbildung hat Wert

Im Allgemeinen erwarte man von einem Profi eine formale Qualifikation - und die Urkunde hielt Schwarz bereit: "Damit können Sie Ihre zertifizierte Ausbildung nachweisen. Denn professionelle hauswirtschaftliche Dienstleistungen sind zunehmend gefragt." Menschen werden immer älter und wollen selbstbestimmt wohnen. Aber auch neue Wohnformen der stationären Altenhilfe wie Wohn- und Hausgemeinschaften suchen nach Personal.
"Diese wachsende Nachfrage steht im Widerspruch zum Angebot. Im Internet wird beispielsweise Personal zu Billiglöhnen angepriesen. Dabei ist Hauswirtschaft kein Niedriglohnjob, sondern ein Kompetenzfeld, das Qualifikation bedarf." Es brauche noch viel Aufklärungsarbeit zum Thema Fachkräfte - auch seitens der Politik, erklärte Schwarz.

Der Ausdruck "sehr professionell" gelte als Kompliment für Handeln und Verhalten. Professionalität meine Verlässlichkeit und Pflichtgefühl. Dies habe der Lehrgang durch die gegenseitige Unterstützung der Gruppe unter Beweis gestellt.


Rückblick

Sigrid Hammer, stellvertretende Kreisbäuerin aus dem Landkreis Schweinfurt, und Imelda Hetterich, Vorsitzende des Verbandes für land- und hauswirtschaftliche Bildung, betonten die Wichtigkeit und den Nutzen einer hauswirtschaftlichen Ausbildung, die sie selber einmal absolviert haben, und motivierten zur Weiterbildung.
Die Kurssprecherin Marina Eltschka hielt einen Rückblick über Glanzlichter wie die Lehrfahrt nach Landsberg zum Institut für Haushaltstechnik, den Einblick in landwirtschaftliche Produktionsweisen und den Erzeuger-Verbraucher-Dialog mit künftigen Landwirtschaftsmeistern der Landwirtschaftsschule Schweinfurt.
Der neue Kurs beginnt im Mai (und ist bereits ausgebucht. Interessenten lassen sich für den nächsten Lehrgang vormerken unter der Rufnummer 09721/8087210. gw

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