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Haßfurt sieht einen Tag auf Jerusalem

Gemeindereferent Markus Fastenmeier präsentiert eine 24-Stunden-Dokumentation aus der faszinierenden Stadt in Israel.
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Gemeindereferent Markus Fastenmeier organisiert die Dokumentation "24 Stunden Jerusalem" in der Haßfurter Ritterkapelle.  Foto: rn
Gemeindereferent Markus Fastenmeier organisiert die Dokumentation "24 Stunden Jerusalem" in der Haßfurter Ritterkapelle. Foto: rn
Drei Weltreligionen, zwei Gesellschaften, Moderne und Tradition. Wie in wohl keiner anderen Stadt der Welt treffen so viele Gegensätze aufeinander. Das ist Jerusalem. Und Jerusalem steht 24 Stunden lang im Blickpunkt in der Haßfurter Ritterkapelle bei einer Dokumentation von Montag, 10. Juli, bis Dienstag, 11. Juli. Sie gibt von 20 bis 20 Uhr insgesamt 1440 Minuten einen faszinierenden Einblick in die heilige Stadt von Juden, Christen und Muslimen.

Beginn ist am Montag um 19.30 Uhr mit einer Einführung von Markus Fastenmeier. Der Gemeindereferent, hauptverantwortlich für das bislang einzigartige Projekt in dieser Form, beendet die Veranstaltung im Rahmen der "Himmlischen Landschaften" der Ritterkapelle dann mit einem multireligiösen Gebet unter dem Thema "Frieden leben" am Dienstagabend um 20.15 Uhr mit einer anschließenden Möglichkeit zur Begegnung.
Mit dabei sind dann Arieh Rodolph, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, sowie Mehmet Cetindere, Vorsitzender der muslimischen Gemeinde Bamberg. Beide organisieren beispielsweise in Bamberg, Coburg oder Lichtenfels regelmäßig auch multireligiöse Gebete.

Die Idee hatte Fastenmeier bereits vor zwei Jahren, als er auf die Dokumentation "24 Stunden Jerusalem" von 2014 gestoßen ist. Verantwortlich für diese Fernsehdokumentation ist Regisseur Volker Heise mit seiner Produktionsfirma, der zuletzt auch mit "24 Stunden Bayern - Ein Stück Heimat" für ein positives Echo sorgte. "Ich finde das einfach großartig, wie das Leben in Jerusalem dargestellt wird", sagt der Haßfurter Religionspädagoge und verweist auf die "stark jüdische Vergangenheit" in der Kreisstadt. Zudem gebe es im Pfarrsaal der Kreisstadt seit längerem das Freitagsgebet der muslimischen Mitbürger. Da stellte sich für ihn die Frage: "Warum eigentlich nicht einmal eine solche Aktion?"


"Ein loses Kommen und Gehen"

Markus Fastenmeier erwartet natürlich nicht, dass die Besucher von Anfang bis zum Ende "24 Stunden Jerusalem" auf der großen Leinwand verfolgen. Vielmehr erhofft er sich "ein loses Kommen und Gehen". Die Interessierten sollen während ihres Aufenthaltes einfach "Eindrücke und Einblicke dieser faszinierenden Stadt und ihrer Menschen" bekommen.

Er selbst will die meiste Zeit dabei sein und "auch die Nachtschicht übernehmen", lacht der 37-Jährige. Fastenmeier hat bereits mit den Schulen beziehungsweise den Religionslehrern Kontakt aufgenommen. Er freut sich, "wenn einige Klassen einfach mal für eine Stunde vorbei kommen würden".
Für Gäste, die in den Nachtstunden in dem Gotteshaus verweilen, gibt es derweil auch Kaffee gegen die Müdigkeit.
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