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Glauben

Großer Tag für junge Christen

In vielen katholischen Gemeinden quer durch den Landkreis Haßberge wurde die Erstkommunion gefeiert. Mancherorts fanden auch Konfirmationsgottesdienste statt.
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In Ebern feierten 25 Mädchen und Buben ihre erste heilige Kommunion. Im Hintergrund Pfarrer Rudolf Theiler. Foto: Eckehard Kiesewetter
In Ebern feierten 25 Mädchen und Buben ihre erste heilige Kommunion. Im Hintergrund Pfarrer Rudolf Theiler. Foto: Eckehard Kiesewetter
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Sonne und der lang ersehnte Hauch von Frühling. Stimmiger hätten die äußeren Bedingungen kaum sein können am Sonntag (7. April), der für etliche evangelische, vor allem aber für viele katholische Gemeinden im Landkreis zu einem besonderen Festtag wurde.
Man feierte die Aufnahme junger Leute in die Gemeinschaft der mündigen Christen. In der evangelischen Kirche sind dies die Konfirmanden, die in der Konfirmation bekräftigen, dass sie sich zu Jesus Christus bekennen. Das lateinische "confirmare" heißt bestärken, bekräftigen, und so bestätigen die jungen Leute im Grunde nochmals selbst eine Entscheidung, welche die Eltern bei der Taufe für sie getroffen hatten. Die Entscheidung für ein Leben als Christ.

Das erste Abendmahl

Etwas anders verhält es sich in der katholischen Kirche, wo der Weiße Sonntag in vielen Gemeinden der Tag der ersten heiligen Kommunion ist. Die etwa zehnjährigen Mädchen und Buben nehmen erstmals am Abendmahl teil. Damit sind sie offiziell unter die "Großen" in ihrer Gemeinde aufgenommen. Die Kirche spricht von "mündigen Christen".
Später sieht die katholische Kirche noch eine Firmung durch den Weihbischof vor, die das Bekenntnis zum Christsein weiter festigen soll.
Auf ihren großen Tag haben sich die jungen Leute in monatelangen Kursen vorbereitet und schmucke Kleidung, Fototermine, große Verwandtschaftstreffen, Festmahle und Berge von Geschenken sorgen dafür, dass der Tag über den kirchliche Anlass hinaus zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Wie geht's weiter?

In manchen katholischen Gemeinden rekrutieren sich aus den Kommunionkindern später Ministranten, die damit ihre Verbundenheit zur Kirche wahren und leben. In anderen Orten halten Jugendgruppen oder Teenkreise diese Verbindung aufrecht.

Oft aber gelingt es den Verantwortlichen insbesondere bei wenig engagierten Familien nicht, den Geist des Festtages - Konfirmation oder Kommunion - weiterzutragen und die jungen Leute zu einem aktiven Leben als Christen zu animieren.
Nicht nur die schwindenden Geburtenzahlen lassen die Zahl der bekennenden Christen zurückgehen, oft ist es auch die bewusste Abkehr oder eine Gleichgültigkeit im Glauben. So markieren für beide Konfessionen diese Festtage der Jugend auch eine Art Weichenstellung. Wie soll die Kirche ihre Mitglieder erreichen, wenn sie nicht diese Momente der Offenheit nutzt?

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