Die Beamten suchen weitere Zeugen und bitten um die Mithilfe der Bevölkerung, um die Frage zu klären, ob es weitere Opfer gibt. Die Polizei schließt nicht aus, dass die drei tatverdächtigen Männer, die festgenommen und inzwischen freigelassen worden sind, auch anderen Frauen gegenüber aufgetreten sind.

Gegen 1 Uhr war zunächst eine 18-Jährige von den drei Männern unsittlich berührt worden, während sie am Altmain eine Zigarette rauchte. Als sie dann laut schrie, ging ihr Bekannter in diese Richtung, wo ihm die 18-Jährige weinend entgegen kam.

Als beide kurz danach auf dem Weg zur Polizei auf dem Festgelände waren, liefen die drei Tatverdächtigen an ihnen vorbei. Als der Bekannte der 18-Jährigen das Trio aufforderte, stehen zu bleiben, bekam er mehrfach Schläge und wurde, am Boden liegend, getreten. Dabei erlitt er starke Prellungen im Gesicht und ein blaues Auge. Im Zuge der Fahndung nahm die Polizei zwei der Männer aus dem Trio im Alter von 22 und 35 Jahren vorläufig fest.

Der dritte Tatverdächtige, der zunächst verschwunden war, trat laut Polizeiangaben gut zwei Stunden später erneut auf, als er versuchte, eine 30-Jährige unsittlich zu berühren. Die Tat scheiterte jedoch an der Gegenwehr des Opfers. Die Frau konnte sich losreißen und in Richtung Weinfest flüchten. Der Beschuldigte wurde von der Polizei ebenfalls festgenommen.

Mittlerweile steht für die Polizei fest, dass es sich bei ihm um die Person handelt, die nach dem ersten Zwischenfall geflüchtet war. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Beschuldigten, die offenbar unter Alkoholeinfluss standen, auf freien Fuß gesetzt.

Die Sachbearbeiterin der Kriminalpolizei Schweinfurt hofft jetzt darauf, dass sich weitere Zeugen oder mögliche weitere Opfer melden. Besonders hinsichtlich des zweiten Vorfalls an einem Feldweg in Richtung Limbach (oberhalb des Biergartens "Ranch", etwa 200 Meter vom Festgelände entfernt) gibt es Hinweise, dass sich dort weitere Personen aufgehalten haben, die von dem sexuellen Übergriff etwas mitbekommen haben müssten. Wer kann der Kriminalpolizei weitere Hinweise zu den Fällen geben? Unter der Telefonnummer 09721/2021731 ist die Dienststelle erreichbar.