Kirchlauter
Bebauungsplan

Gemeinde plant "Großes Stück"

Der Gemeinderat von Kirchlauter hat die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes beschlossen. Ein erster Antrag liegt bereits vor.
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An der Kreisstraße von Neubrunn nach Kirchlauter soll genau zwischen der Photovoltaikanlage und dem bestehenden Haus die Überplanung des Gewerbegebietes "Großes Stück" stattfinden. Fotos: Günther Geiling
An der Kreisstraße von Neubrunn nach Kirchlauter soll genau zwischen der Photovoltaikanlage und dem bestehenden Haus die Überplanung des Gewerbegebietes "Großes Stück" stattfinden. Fotos: Günther Geiling
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Der Bebauungsplan für Kirchlauter wird geändert und das Gewerbegebiet "Großes Stück" mit einer gemeinschaftlichen Zufahrt und einer Anbindung an das Abwassersystem erschlossen. Dazu hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag eine Grundsatzentscheidung gefasst. Ein Ingenieurbüro wird mit der Planung beauftragt.

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) erinnerte daran, dass schon der Antrag eines Handwerksbetriebs auf Vorbescheid vorlag und dieser Sachverhalt durch die Fachabteilungen des Landratsamts vorgeprüft wurde. Die Gemeinde habe nun zu klären, wie das Vorhaben verwirklicht werden kann.


Hohe Kosten

Die gesamte Erschließung des jetzt vorliegenden Bebauungsplanes sei äußerst kostenintensiv (eine grobe Kostenschätzung aus dem Jahre 2010 liegt bei rund 500 000 Euro) und mache nur eine relativ kleine bebaubare Grundstücksfläche nutzbar. Sollte daher eine "Gesamterschließung" angestrebt werden, so sei aus Sicht der Bauverwaltung eine Änderung des jetzigen Bebauungsplanes unumgänglich. Gegebenenfalls müsste der Umgriff erweitert werden, um eine zweckmäßige Erschließung zu erreichen.
Um das Bauvorhaben des Handwerksbetriebs möglichst schnell umsetzen zu können, sollte zugleich die Erschließungsplanung der gemeinschaftlichen Zufahrt mit entsprechender Anbindung an den Kanal erfolgen. Die bisherige Zufahrt zum Anwesen Hermann Kirchner müsste dabei aufgelöst werden und beide Gewerbegrundstücke würden über eine Zufahrt erschlossen. Ebenso sei dabei ein Regenrückhaltebecken anzulegen.
Gemeinderat Reinhold Stöhr (SPD) brachte die Anregung ein, ob man nicht die Zufahrt zum Gewerbegebiet zu einer Durchfahrt auf die "Pettstadter Straße" ausbauen könnte. Notfalls wäre dies auch über eine Einbahnstraße möglich und auf jeden Fall wäre dies für die Befahrbarkeit oder den Winterdienst vorteilhafter.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, ein Ingenieurbüro mit der Planung zu beauftragen und dabei gleich die Planung der gemeinschaftlichen Zufahrt und der Anbindung des Geländes an den Kanal zu vergeben.
Für den Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses sowie einer Lagerhalle lag dem Gremium der Antrag des oben angesprochenen Handwerksbetriebes vor. Die Bauherrin plant die Errichtung eines Geschäfts- und Wohnhauses sowie den Bau einer Lagerhalle mit einer Länge von 18 Metern und einer Breite von elf Metern. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, eine Betriebsleiterwohnung im Gewerbegebiet ausnahmsweise zuzulassen und stimmte auch einigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu.


Neue Feuerwehrfahrzeuge

Die beiden Feuerwehren von Neubrunn und Kirchlauter hatten die Neuanschaffung zweier Mannschaftstransportwagen beantragt, weil die beiden vorhandenen Fahrzeuge aufgrund des Alters und der Kilometerleistung nicht mehr zuverlässig eingesetzt werden könnten. Außerdem seien in der Vergangenheit hohe Reparaturkosten angefallen, die sich in Zukunft sicherlich noch steigern würden. Der Erhalt der jetzigen Fahrzeuge sei dadurch unwirtschaftlich.
Die Neuanschaffung von solchen Mannschaftstransportwagen kostet jeweils 35 000 Euro, wozu ein staatlicher Zuschuss von jeweils 13 100 Euro gewährt werde, hieß es. Aber auch die beiden Feuerwehrvereine stellten eine Beteiligung von 15 000 Euro je Verein in Aussicht. So beschloss der Gemeinderat einmütig, die Anschaffung von Fahrzeugen für die Feuerwehren Neubrunn und Kirchlauter unter der Voraussetzung, dass sich die beiden Vereine auch tatsächlich jeweils mit einer Summe von 15 000 Euro beteiligen.
Ein Zuschussantrag lag vom FC Neubrunn für die Umbaumaßnahmen im Sportheim vor, insbesondere für die Anlage von behindertengerechten Toiletten. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen wurden mit knapp 25 000 Euro angegeben. Im Gremium diskutierte man, ob man sich für eine prozentuale Förderung bei solchen Anträgen aussprechen sollte, entschied sich jedoch dann für einen pauschalen Zuschuss von 5000 Euro mit dem Wunsch, auch heimische Firmen entsprechend zu berücksichtigen.

Schließlich stand noch ein Antrag der "Neubrunner Dorfmusikanten" auf der Tagesordnung zur Bezuschussung von Notenmaterial. Der Gemeinderat genehmigte eine Pauschale von 600 Euro jährlich, wobei diese Förderung dann für beide Kapellen, die "Neubrunner Dorfmusikanten" und die "Haßbergkapelle Kirchlauter", gelte.
Bürgermeister Karl-Heinz Kandler lud zum Gemeindefeuerwehrtag am 16. Juli in Pettstadt ein.
Gemeinderätin Eva-Maria Schmitt (JL) fragte nach dem Sachstand für die Erneuerung von Spielgeräten am Spielplatz an der "Heilig-Länder-Halle" in Neubrunn. Hierzu sagte der Bürgermeister, dass dies "im Laufen" sei. Ebenso wolle man demnächst Änderungsmaßnahmen im Friedhof von Kirchlauter besprechen.
Außerdem berichtete Kandler, dass der neue Gemeindearbeiter Holger Herbold einen Sachkundelehrgang für Kläranlagenbetreiber erfolgreich bestanden habe, und überreichte ihm die Urkunde. Der Bürgermeister zeigte sich froh darüber, dass die Gemeinde damit sachkundige Personen zum Betreiben ihrer Kläranlage zur Verfügung habe.
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