Haßfurt
Gesundheit

Gefahr lauert in Bäumen

Das Landratsamt warnt die Bürger vor dem Eichenprozessionsspinner. Die Raupen besitzen Brennhaare, die Krankheiten auslösen können.
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So sieht die Gefahr an den Bäumen aus: Die Gespinste und Nester befinden sich vorwiegend an Eichen und enthalten die gesundheitsgefährdenden Brennhaare.  Foto: Nico Bäuerlein/Landratsamt Haßberge
So sieht die Gefahr an den Bäumen aus: Die Gespinste und Nester befinden sich vorwiegend an Eichen und enthalten die gesundheitsgefährdenden Brennhaare. Foto: Nico Bäuerlein/Landratsamt Haßberge
Vom Eichenprozessionsspinner geht eine Gefahr für die Gesundheit aus. Die Gifthaare können gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Menschen hervorrufen. Das Sachgebiet Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Haßberge bittet die Bevölkerung daher um Vorsicht. An drei Stellen im Landkreis Haßberge sind die Schädlinge heuer bereits aufgetreten, wie das Landratsamt in Haßfurt bestätigte.
Seit Jahren bereitet das Aufkommen des Eichenprozessionsspinners im Frühsommer Sorge. Die warmen Temperaturen und die fehlenden Niederschläge bieten optimale Bedingungen für deren Entwicklung, so die Erfahrung von Kreisfachberater Guntram Ulsamer.


Vornehmlich an Eichen

Der kleine Falter ist im Raupenstadium ein Pflanzenschädling, der vornehmlich an Eichenbäumen auftritt. Die Raupen prozessieren gemeinsam aus ihrem Nest in die Baumkrone, um sich dort von den Blättern zu ernähren.
Aber nicht nur die befallenen Eichen nehmen Schaden durch den Raupenfraß. Sehr viel schwerwiegender sind die Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen Brennhaare, welche ein Nesselgift besitzen. Bei Kontakt mit der Haut führt dies zu allergischen Reaktionen, beim Einatmen können Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut oder schmerzhafter Husten und auch Asthmabeschwerden können ausgelöst werden.

Die Larvenhäute bleiben oft nach der Häutung in den Nestern beziehungsweise Gespinsten. Somit bilden sie eine stetige Gesundheitsgefahr, die über längere Zeit andauern könnte.

Es ist deshalb Vorsicht geboten. Das Sachgebiet Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Haßberge bittet alle Bürger um besondere Aufmerksamkeit. Zuständig für eine Bekämpfung und die Abwehr einer Gesundheitsgefahr sind auf öffentlichen Flächen die Gemeinden und auf den Privatgrundstücken die Eigentümer der Areale.


An drei Orten

Bei Fragen können sich Interessierte an das Sachgebiet Gartenbau und Landespflege am Landratsamt wenden, Telefonnummer 09521/942621, oder die zuständige Gemeinde- oder Stadtverwaltung im Landkreis.
Im Landkreis Haßberge sind bisher drei Fälle des Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner bekannt geworden. In Neubrunn sowie in den Gemeinden Oberaurach und Rauhenebrach ist der Schädling entdeckt worden, wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilte. Mittlerweile sind die Gespinste und Nester dort beseitigt worden. red/ks
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