Pfaffendorf
Ehrenabend

Gebläse mit hervorragendem Ruf

Die Blaskapelle Pfaffendorf erntet bei der Feier ihres 70-jährigen Bestehens und des 25. Jahrestags ihrer Eintragung ins Vereinsregister viel Lob.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die "Urlesbacher Musikanten" sorgten durch Spiel und Gesang für den richtigen Ton beim Ehrenabend der Blaskapelle Pfaffendorf. Foto: Helmut Will
Die "Urlesbacher Musikanten" sorgten durch Spiel und Gesang für den richtigen Ton beim Ehrenabend der Blaskapelle Pfaffendorf. Foto: Helmut Will
+7 Bilder
Die Blaskapelle Pfaffendorf hat ihr Jubiläumsjahr zum 70. Geburtstag mit einem Ehrenabend im Freizeitzentrum des Dominikus-Savio-Heims eröffnet. Moderator Jürgen Bereiter gab einem umfassenden Einblick in die 70-jährige Geschichte des Blasorchesters, welches, wie Schirmherr und Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sagte, das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Oberen Haßgau und darüber hinaus bereichert. Die "Urlesbacher Musikanten" begleiteten die Festveranstaltung.

Wilhelm Schneider freut sich, wie er sagte, dass die Blaskapelle um Vorsitzenden Robert Klein ihr Jubiläum übers Jahr verteilt feiere und somit kulturelle Glanzpunkte setze. "Eure Auftritte und Konzerte machen unser Leben und viele Feste bunter und euer vielseitiges Repertoire kommt immer gut an", lobte der Schirmherr. Er freute sich, dass die Blaskapelle als musikalischer Botschafter auch schon in den Landkreisen Thüringen und Hessen unterwegs war.


Nur drei Dirrigenten

Dass die Blasmusik Pfaffendorf in 70 Jahren nur drei Dirigenten hatte, zeuge von einer nachhaltigen und konstanten Führungsmannschaft. Eng sei die Blaskapelle mit dem Namen Bruno Rützel verbunden, der den Taktstock 46 Jahre schwang. "Viele Musikkapellen und Vereine werden von Nachwuchssorgen geplagt und es wird weiter eine wichtige Aufgabe bleiben, sich um Nachwuchs zu bemühen. Trotzdem, macht weiter, rührt die Werbetrommel für eure Blasmusik", spornte der Landrat an.

Er bestätigte dem Vorsitzenden und den Verantwortlichen, dass die Blaskapelle Pfaffendorf gut aufgestellt sei und eine starke Gemeinschaft im Dorf und der Marktgemeinde ist.


Wichtiger Kulturbaustein

Jürgen Bereiter, Oberstleutnant a. D. befand nach 70 Jahren Blaskapelle Pfaffendorf und 25 Jahren als eingetragener Verein voller Überzeugung: "Die Blaskapelle ist ein Verein, der seinen Platz in der Dorfgemeinschaft hat, ohne diesen würde ein wichtiger Kulturbaustein fehlen", befand er. Wie beliebt und geschätzt diese Musikkapelle ist, zeige die hohe Anzahl an passiven Mitgliedern", sagte Bereiter.

Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) sagte, dass die Blaskapelle aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken wäre. Thein dankte allen, die sich um das Volksgut Blasmusik bemühen, denn nur mit Menschen könne ein Verein leben und die Musik pflegen.

Anerkennung für das Geleistete zollte auch Peter Detsch, Kreisvorsitzender Haßberge des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) der Blaskapelle. "Was wäre ein Dorf ohne Musik", sagte er und zeigte auf, dass alle Feste im Ort ohne Musik ärmer wären. Die Blaskapelle Pfaffendorf leiste hervorragende Arbeit.


Kurzweiliges Programm

Was sich die Pfaffendorfer für diesen Jubiläumsabend einfielen ließen, war beachtlich. Neben einer tollen Moderation durch Jürgen Bereiter war auch die Powerpointpräsentation von Maik Bayersdorfer, dem Dirigenten der Blaskapelle, "erste Sahne." Dazu passend immer wieder Musik der "Urlesbacher Musikanten" zu den einzelnen Punkten. Das zog die Zuhörer in den Bann und machte den Abend zu einer dem Anlass entsprechenden stilvollen Veranstaltung.

Die Geschichte des Blasorchesters bereitete Jürgen Bereiter umfassend auf. Er sagte, dass dieses seit drei Generationen Bestand habe. Die Treue zur Blasmusik und die Dokumentation sollen in den Vordergrund gestellt werden. 1947, zwei Jahre nach dem Krieg, wurde die Blaskapelle gegründet. Bereiter nannte hier die Namen Hans Wöhnert, Adolf und Erich Brehm, Bruno und der Gerhard Rützel und Heinrich Steppert.

Hinweise zum politischen Weltgeschehen, aber auch dazu, was was damals im Ort passierte, rief der Moderator in Erinnerung. Die 750-Jahr-Feier in Pfaffendorf im Jahr 1983 wurde groß gefeiert, und 1991, bei einer Veranstaltung des Dominikus-Savio-Heims, wurden einige Stücke der Blaskapelle im Bayerischen Rundfunk übertragen. "Die Pfaffendorfer wurden ins weite Mainfranken hin bekannt. Eingetragener Verein wurde die Blaskapelle im Jahr 1992 und im Jahr 2007 Mitglied im Nordbayerischen Musikbund.
Die Veranstaltung hatte begeisterungsfähige Zuhörer, die immer wieder reichlich Beifall zollten und zu den Musikstücken der "Urlesbacher Musikanten" mitklatschten.
Grußworte sprachen die Vorsitzende des Gesangverein "Concordia" aus Maroldsweisach, Gertrud Hepp, der Vorsitzende der Weisachtaler Blasmusik, Stefan Hofmann und der Vorsitzende des TSV Pfaffendorf, Michael Popp. In seinem Schlusswort zeigte sich V sehr zufrieden und dankte allen Helferinnen und Helfern, allen Mitwirkenden und den Gästen für "diesen wundervollen Abend."


Gelungener Ehrenabend

Selten erlebt man so eindrucksvolle Ehrungsakte wie am Samstag bei der Blaskapelle Pfaffendorf. Von Moderator Jürgen Bereiter wurden die Geehrten in Szene gesetzt und vom Dirigenten der Blaskapelle, Maik Bayersdorfer, bildlich präsentiert. Ein würdiger Ehrungsakt. Die Ehrung nahmen Peter Detsch, Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), sein Vorgänger im Amt, Gerhard Leisentritt und Robert Klein, Vorsitzender der Musikkapelle Pfaffendorf vor.

Geehrt wurden aktive Mitglieder der Blaskapelle. Seit 20 Jahren ist Maria Krannich, derzeit einzige Frau in der Blaskapelle dabei und seit 25 Jahren Gerhard Schmul. "Das ist schon ein bedeutender Zeitraum", meinte Bereiter. 30 Jahre gehören dem NBMB Gerhard Rützel, Rainer Nöller, Robert Klein und Maik Bayersdorfer an. Seit 40 Jahre halten dem Verein Karl Ruppert und Roland Ludwig die Treue. Seit 50 Jahren sind Günther Rützel, Karl Schug, Hans Wagner und Josef Wagner treue Mitglieder.


60 jaher dabei

Pater Alfons Blüml erhielt für 60 Jahre Zugehörigkeit die Ehrennadel in Gold. "Das ist schon eine besondere Leistung", sagte Bereiter. Robert Witt bekam für 25 Jahre Mitspielen im Verein den Jubiläumswein der Blaskapelle Pfaffendorf. Während der Ehrungen ging Jürgen Bereiter auf die jeweiligen Jubilare ein und nannte deren Wirken in der Blaskapelle.


Ehrung für Mitglieder

Mitglieder, auch wenn nicht aktiv, sind das Rückgrat eines jeden Vereins, wobei es Ehrungen bereits an zehnjähriger Mitgliedschaft gab.

Seit zehn Jahren leisten Harald Dürr, Renate Klein, Denise Nöller, Angelika Ruppert, Anita Schmul, Michael Vogel und Elke Wagner ihren finanziellen Beitrag.
15 Jahre sind dabei: Ernst Hofmann, Horst Schwarz, Magdalena Wagner und Mario Werres.
20 Jahre gehören der Kapelle Rita Müller, Gudrun Schug und Helmut Welz an.
Drei Jahrzehnte sind Werner Bayersdorfer, Heidi Chmura, Peter Finnie, Karola Finnie, Sabrina Arnold, Ingrid Fritsch, Oswald Gieck, Helga Goldschmidt, Berthold Heusinger, Nina Heusinger, Karin Kaiser, Peter Kaiser, Steffen Kaiser, Karl Klein, Milda Klein, Heike Kraft, Gerhard Lieb, Brunhilde Lieb, Cindy Matthis, Irmgard Oppel, Dieter Schinzel, Ilse Schinzel, Anneliese Schmidt, Christel Schober, Nikolaus Schober, Wolfgang Schober, Gerdi Schwappach, Udo Schwappach, Rudolf Schwarz, Anton Schwert, Anna Wacker, Giesela Wacker, Nikolaus Weier, Elvira Welsch, Georg Welsch, Harald Wohlmacher, Hans Wöhnert und Irmgard Wöhnert passive Mitglieder der Blaskapelle. Gedankt wurde allen mit dem Jubiläumswein der Blaskapelle.


Vorbildliche Vereinsarbeit

Der "Verein Blaskapelle" wurde in der Person des Vorsitzenden, Robert Klein, für 25-jährige vorbildliche Vereinsarbeit und zehnjährige Mitgliedschaft im NBMB geehrt. Musiker könnten nur dann eine gute Leistung bringen, wenn im Verein alles stimmt", sagte der Kreisvorsitzende des NBMB, Peter Detsch. Zum Schluss konnte Dirigent Maik Bayersdorfer eine Ehrung entgegennehmen. Er führt die Musikkapelle und ist Repräsentant des Klangkörpers bei allen Auftritten. Die Darbietungen hängen von ihm entscheidend ab. Für sein engagiertes und vorbildliches Verhalten wurde er vom Kreisvorsitzenden des NBMB Peter Detsch ausgezeichnet.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren