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Gädheim
Haushalt

Gädheims Schulden sinken

Mit dem Etat für 2014 sinkt die Belastung pro Kopf auf 681 Euro. Dennoch will sich die Gemeinde auf die Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge beschränken.
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Die Gemeinde Gädheim möchte sich mit 50.000 Euro am Bürgerwindpark Sailershäuser Wald oder am eigenen Windpark mit drei Windkraftanlagen (im Bild) oberhalb von Gädheim beteiligen. Fotos: Ulrike Langer
Die Gemeinde Gädheim möchte sich mit 50.000 Euro am Bürgerwindpark Sailershäuser Wald oder am eigenen Windpark mit drei Windkraftanlagen (im Bild) oberhalb von Gädheim beteiligen. Fotos: Ulrike Langer
Der jetzige Gemeinderat hat zum letzten Mal einstimmig einen Haushalt verabschiedet. Der Etat sieht im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 1,584 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 652 000 Euro vor.

Wie der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Theres, Markus Hahn, in der Sitzung mitteilte, steigen die Einnahmen im Verwaltungshaushalt zwar um 5,67 Prozent. Gleichzeitig aber erhöhen sich die Ausgaben um 7,8 Prozent.

Die Haupteinnahmequellen der Gemeinde, die Einkommensteuerbeteiligung einschließlich der Ersatzleistungen und die staatliche Schlüsselzuweisung, sind erfreulicherweise um knapp 61 000 Euro höher als letztes Jahr. Doch auch die Kreisumlage steigt von 358 200 Euro im Vorjahr auf 394 500 Euro an.

Die Gemeinde könne zuversichtlich in die Zukunft gehen, meinte Hahn. Die Entwicklung soll, wie in der Steuerschätzung prognostiziert, konstant weiter ansteigen. Gädheim müsse sich auf die Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge konzentrieren. Die im letzten Jahr erstellte Leerstanddatei sollte ausgewertet und die Ergebnisse in die künftigen Überlegungen zur Entwicklung einfließen.

Die fünf größten Einzelposten des Vermögenshaushalts sind: Tilgungen (67 000 Euro), Feuerwehrfahrzeug Greßhausen (60 000 Euro), Anteil am Bürgerwindpark Sailershäuser Wald (50 000 Euro), Kanalsanierungen (29 000 Euro) und das neue Fahrzeug für den Bauhof (26 000 Euro).


Ausgaben ab 2015

Erst ab 2015 werden Ausgaben für den Grunderwerb und die eventuelle Erschließung eines Baugebietes fällig. "Die vorgesehene Erweiterung des Gemeindeteils Gädheim in östliche Richtung ist ein kostenintensives Vorhaben", teilte Hahn mit. "Daher muss die Möglichkeit einer Teilerschließung immer bedacht werden, damit durch ein großes, überdimensioniertes und vielleicht nicht bedarfsorientiertes Baugebiet die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde für andere, wichtige Vorhaben nicht eingeschränkt werden." Hahn: "Anreize für das Schließen von Baulücken und für die Verwendung bereits vorhandener Bausubstanz sollten den gleichen Stellenwert erhalten."

Geld kommt auch aus folgenden Quellen auch wieder herein: Staatszuschuss für das Feuerwehrfahrzeug Greßhausen (20 000 Euro), Anteil des Feuerwehrvereins Greßhausen (10 000 Euro), Zuschuss für die Kinderkrippe und Ausstattung (91 400 Euro), Zuführung vom Verwaltungshaushalt (140 500 Euro), Investitionspauschale (140 100 Euro) und Rücklagenentnahme (250 000 Euro).

Die größten Einnahmen sind die Einkommensteuerbeteiligung (64 600 Euro) und die Schlüsselzuweisungen (386 350 Euro); die größten Ausgaben sind die Kreisumlage (394 500 Euro), die Kosten für Verwaltung und Betrieb (376 500) und für das Personal (159 250 Euro.


Schulden dürften sinken

Ende 2014 dürfte der Schuldenstand Gädheims von 923 689 Euro auf 856 689 Euro sinken. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich damit von 734 Euro auf 681 Euro reduzieren.

Wie Bürgermeister Egon Eck in der Sitzung des Gemeinderats mitteilte, beginnen die Bauarbeiten für den Ausbau der Bundeswasserstraße Main in der Stauhaltung Schweinfurt voraussichtlich Anfang 2015. Weil von der Ausbaumaßnahme der Geh- und Radweg bei Gädheim durch einen Ufereingriff betroffen sei, müsse der Weg auf Kosten der Gemeinde verlegt werden.

Zum einen kann Gädheim den Wegs selbst verlegen - oder die Firma, die den Wasserrinnenausbau übernimmt nutzen (Kosten trägt die Gemeinde). Weil der Mainradweg überregional wichtig ist, hat Gädheim bei der Regierung um eine Förderung nachgefragt. Der Gemeinderat war damit einverstanden, dass das Wasserstraßenneubauamt die Kosten ermittelt. Eine Auftragserteilung gibt es aber erst nach Bewilligung der Fördermittel.

500 Euro für Laufstrecken

Gädheim ist am Leader-Projekt "Laufparadies Haßberge-Maintal-Steigerwald - Laufend zu besonderen Orten" beteiligt, mit dem im Landkreis rund 800 Kilometer ausgeschilderte Laufwege die Landschaft und Sehenswürdigkeiten "laufend erlebbar" machen sollen. Unter Federführung der Gemeinde Knetzgau wurden mit dem Regionalmanagement am Landratsamt Einzelrouten festgelegt. Egon Eck stellt dem Gemeinderat den Entwurf für die Laufstrecke im Gemeindebereich vor. Die Laufstrecke "Maintalblicke" startet in Gädheim am Radweg an der B26 auf dem Bayerhöfer Weg Richtung Norden und führt auch an Greßhausen vorbei. 7,15 km der Strecke liegen auf Gädheimer Gemarkung, 3,3 km im Landkreis Schweinfurt. Der Rundweg bietet viele schöne Ausblicke und Ruhe, die man in ganzen Zügen in der freien Natur genießen kann. Der Gemeinderat war sowohl mit dem Streckenverlauf als auch mit den Kosten für die Gädheim in Höhe von 500 Euro einverstanden.

Eck gab bekannt, dass der Fußgängersteg über den Main bei Untereuerheim bis 17. April gesperrt ist. Wegen des Verdachts auf Blindgänger sei ein Auftrag zur Kampfmittelräumung am Main erteilt worden.

Im Bereich der westlichen Hauptstraße in Gädheim bis zur Unterführung sind Baumpflanzungen vorgesehen. Doch zunächst soll geprüft werden, welche Bäume geeignet sind. Da auch Standorte für die zehn Bäume, die die Gemeinde aus dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erhält, gesucht werden und eventuell auch Pflanzungen im Böschungsbereich der östlichen Hauptstraße vorgesehen sind, kann die Bevölkerung Flächen vorschlagen.

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