Haßfurt
Gesellschaft

Für gutes Miteinander geworben

Lebenshilfe, Rummelsberger Diakonie und der Verein "Lebenstraum" machten in Haßfurt auf die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung aufmerksam.
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Auch der frühere Vorsitzende des Seniorenbeirates Haßfurt, August Werner, und Irmgard Freisinger aus Haßfurt (links) gaben bei Heike Moyano-Schmitt und Bettina Suhrkamp (rechts) ihre Gestaltungsvorschläge für Haßfurt ab.  Fotos: Sabine Weinbeer
Auch der frühere Vorsitzende des Seniorenbeirates Haßfurt, August Werner, und Irmgard Freisinger aus Haßfurt (links) gaben bei Heike Moyano-Schmitt und Bettina Suhrkamp (rechts) ihre Gestaltungsvorschläge für Haßfurt ab. Fotos: Sabine Weinbeer
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Auch in Haßfurt kam man am Freitag am europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung nicht vorbei. Die Initiative der "Aktion Mensch" die Vertreter der Lebenshilfe, der Rummelsberger Diakonie und des Vereins "Lebenstraum" setzten an ihrem Aktionsstand um. Auf einem großen Plakat konnten Passanten unter dem Motto "Wir gestalten unsere Stadt" aktiv werden. Mit Stickern machten Junge und Alte, Menschen mit und ohne Handicap, Haßfurter und Gäste sichtbar, wo sie sich Verbesserungen wünschen oder was sie gut finden.
"Was braucht Haßfurt, um schöner und lebenswerter zu werden für Menschen mit und ohne Behinderung?" Diese Frage stellte der Informationsstand in der Hauptstraße und viele Passanten ließen sich einladen zu diskutieren. Die Wünsche und Lösungsvorschläge befestigten sie in Form von Stickern auf einem großen Transparent.
Dass schon viel erreicht wurde, das erklärten die Vertreter des Seniorenbeirats, die sich natürlich auch beteiligten, schließlich haben sie allerhand Erfahrung in dem Bemühen, Haßfurt barrierefreier zu machen. Die Barrierefreiheit war denn auch ein vielgenanntes Thema auf dem Transparent - ob beim Rathaus oder vor allem auch bei der Post. "Auch bei den Spielplätzen an Kinder im Rollstuhl zu denken, hat sich gerade vorhin eine Mutter gewünscht", erklärte Bettina Suhrkamp beim Pressetermin. Gemeint hat sie geeignete Spielgeräte wie etwa eine Netzschaukel.
Ein Besucher aus Neubrunn hat sich allgemein einen besseren öffentlichen Nahverkehr gewünscht. "Das bräuchten wir in Haßfurt auch, wir kommen von der Dr.-Neukam-Straße auch nicht zu den Geschäften außerhalb", hakte Irmgard Freisinger gleich ein. Kurzzeitparkplätze beziehungsweise eine "Brötchentaste" an den Parkscheinautomaten wünschten sich die einen, mehr Grün in der Hauptstraße ein anderer. "Ich bin zufrieden in Haßfurt", schrieb Gerhard "Mäx" Rhein auf seinen Sticker - nicht der schlechteste Ansatz für ein freundliches Miteinander in einer Stadt
Die Träger der Behindertenarbeit, die den Aktionstag gestalteten, wollen mit ihrer Aktion allgemein zu intensiverem Miteinander und besserem Kennenlernen einladen. Der Betrieb am Informationsstand bestätigte, dass das gelang. Für mehr Begegnung wünschten sich einige jüngere Teilnehmer mehr Möglichkeiten zum Ausgehen, vor allem eine Diskothek.
Die Bonner Förderorganisation "Aktion Mensch" unterstützt den Aktionstag seit 20 Jahren. Sie koordiniert das Engagement und stellt auch Förder- und Aktionsmittel zur Verfügung. Die Internetseite der "Aktion Mensch" machen die Aktionen zum 5. Mai auch online erlebbar. Im großen Ideenwettbewerb sind User eingeladen, seit dem 24. April Vorschläge für ein inklusives Miteinander online einzureichen. Die besten Ideen werden mit Hilfe der "Aktion Mensch" in die Tat umgesetzt. Mit dem Hashtag #wirgestaltenhier werden außerdem Erlebnisse rund um den Aktionstag auf facebook und twitter mit vielen Menschen geteilt.


In ganz Deutschland

Bis 14. Mai können Menschen in ganz Deutschland an Aktionen teilnehmen. Wo und wann weitere Angebote und Veranstaltungen stattfinden, erfahren Interessierte einfach und schnell mit Hilfe des Aktionsfinders auf www.aktion-mensch.de/5mai.


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