Mit dem neuen Radweg, der auch als Flurweg genutzt werden kann, wird eine Lücke zwischen Römershofen und der Kreisstadt geschlossen. Es hat etwas länger gedauert, bis diese vor allem von vielen Römershöfern gewünschte Verbindung verwirklicht wurde. Dazu mussten erst einmal das Königsberger und das Haßfurter Stadtratsgremium von der Notwendigkeit überzeugt werden, denn die neue Fahrradstrecke verläuft auf dem Territorium beider Städte. In Königsberg wurde zum Anschub sogar eine Unterschriftenaktion gestartet, an der sich fast alle Bewohner Römershofens beteiligten.Begünstigt durch das schöne Wetter, kam der Bau zügig voran. Und schon vor der offiziellen Inbetriebnahme nutzen viele Spaziergänger, Nordic-Walker und Radler die Trasse. Sie ist drei Meter breit und exakt 1040 Meter lang.

Am neuen Radweg soll man auch rasten können. Die Firma Benkert aus Königsberg hat dafür zwei Bänke spendiert, und der 78-jährige Walter Ehrhardt aus Römershofen hat einen ehemaligen Ruhstein hergerichtet. Der große, laut Inschrift offenbar 1581 erstmals aufgestellte Stein stand früher am Amtsbotenweg zwischen Hofheim und Haßfurt und diente den Amtsboten als Stätte der Rast und Ruhe. Nachdem der Stein vor einigen Jahren im Rahmen der Flurbereinigung versetzt worden war, hat Walter Ehrhardt dafür gesorgt, dass er nun neben dem neuen Fahrradweg aufgestellt wurde. Zusätzlich hat er ihn mit einem gekiesten Vorplatz versehen und mit zwei Säulenbuchen rechts und links begrünt. Mitgeholfen hat dabei der Römershöfer Malermeister Heinz Kehl, der den großen Stein mit der Hand abgebürstet und ihn anschließend beschriftet und eingelassen hat. Walter Ehrhardt und Heinz Kehl dürfen stolz auf ihr Werk sein, zu dem Walter Ehrhardt bescheiden sagt: "Sonst hätte es keiner gemacht."


Die finanzielle Seite


Die Kosten für den neuen Weg belaufen sich auf rund 200.000 Euro, wie Dietmar Will von der Stadtverwaltung in Haßfurt auf Anfrage erklärte. Für die Finanzierung bekommen die Städte eine Förderung von gut 100.000 Euro, und auch die beiden Jagdgenossenschaften Römershofen und Oberhohenried beteiligen sich mit Zuschüssen. Den Rest teilen sich die beiden Städte Haßfurt und Königsberg.

Am Samstag, 24. März, um 14 Uhr wird der neue Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Oberhohenried und Römershofen feierlich eingeweiht. Der Treffpunkt ist an der Flurgrenze zwischen Römershofen und Oberhohenried. Nach einer kurzen Ansprache durch die beiden Bürgermeister Rudi Eck (parteilos, Haßfurt) und Erich Stubenrauch (FW, Königsberg) und dem kirchlichen Segen wird der Weg offiziell freigegeben, wie die Stadt Haßfurt mitteilte. Interessierte Bürger sind dazu eingeladen.