Knetzgau
Rettungsdienst

Flammender Übungseifer in Knetzgau

Geräteträger der Feuerwehr finden im Brandübungscontainer am Knetzgauer Atemschutzzentrum realistische Bedingungen vor.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei einer besonderen Trainingseinheit für Atemschutzträger wurden die Feuerwehren aus den verschiedenen Inspektionsbezirken im Landkreis Haßberge am Atemschutzzentrum in Knetzgau für Brände und Brandverläufe sensibilisiert. Im Bild die Feuerwehrleute aus Limbach, Ebern, Ermershausen und Sand bei der praktischen Übung unter Anleitung von Thomas Schumm im Brandübungscontainer.
Bei einer besonderen Trainingseinheit für Atemschutzträger wurden die Feuerwehren aus den verschiedenen Inspektionsbezirken im Landkreis Haßberge am Atemschutzzentrum in Knetzgau für Brände und Brandverläufe sensibilisiert. Im Bild die Feuerwehrleute aus Limbach, Ebern, Ermershausen und Sand bei der praktischen Übung unter Anleitung von Thomas Schumm im Brandübungscontainer.
+2 Bilder
In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen. Dies ist eine gute Nachricht. Gleichzeitig wird es gerade für die jungen Feuerwehrleuteimmer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen.

Bei einem Lehrgang für Atemschutzgeräteträger durften in dieser Woche 64 Teilnehmer aus den verschiedenen Inspektionsbezirken im Landkreis Haßberge am Atemschutzzentrum in Knetzgau persönliche Erfahrungen im Umgang mit Feuer sammeln. Dafür boten das Innenministerium und der Landesfeuerwehrverband Bayern als einmaliges Projekt auf Bundesebene den Feuerwehren eine besondere Trainingseinheit unter realistischen Bedingungen im Brandübungscontainer an.


Hautnahes erleben

"Persönliche Erfahrungen sind außerordentlich wichtig, um Fehlentscheidungen bis hin zu lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden", erklärte Michael Diehm, Leiter des Atemschutzzentrums Knetzgau. Von Dienstag bis Samstag wurden die Feuerwehrfrauen und Männer in Theorie und Praxis intensiv geschult, um sie für Brände und Brandverläufe zu sensibilisieren. In jeweils kleinen Gruppeneinheiten erfolgte der praxisbezogene Einsatz im neuen, feststoffbefeuerten Brandübungscontainer, um das Verhalten von Feuer und Rauch mit und ohne Sauerstoffzufuhr hautnah zu erleben.

Das Training soll die Atemschutzgeräteträger fit machen für schwierige Einsätze. Die insgesamt 1,2 Millionen Euro, die der Freistaat Bayern dafür investiert, sind gut angelegt, wie Michael Diehm versicherte. Denn mit dem Brandübungscontainer kann eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden.


Realistische Bedingungen

Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. "Die Trainingseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können", erläuterte der Leiter. Die Realbrandausbildung ergänze die moderne und notwendige Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern für die Brandbekämpfung in Gebäuden. Die Feuerwehrleute werden dabei in voller Montur mit echtem Feuer mit einer Temperatur von bis zu 800 Grad konfrontiert, um sich möglichst praxisnah bei gleichzeitiger Beibehaltung sicherer Bedingungen auf den realen Einsatz vorzubereiten.
Der Leiter des Atemschutzzentrums, KBM Michael Diehm, bezeichnet das Angebot als ideale Ergänzung zur traditionellen Ausbildung: "Es gibt den Einsatzkräften eine zusätzliche Handlungssicherheit". Dadurch können Unfälle mit häufig schwerwiegenden Folgen verhindert werden.


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren