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Bischwind am Raueneck
Einsatzübung

Feuerwehrnachwuchs bewährt sich in Bischwind

36 Akteure aus Eberner Feuerwehren hatten sich an einem Lehrgang beteiligt. Was sie drauf haben , zeigten sie beim "Brand" der alten Schule in Bischwind.
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Überall Feuerwehr auf der Dorfstraße in Bischwind, als die Schlauchleitung vom Dorfbach zum Brandobjekt gelegt wird. Foto: Helmut Will
Überall Feuerwehr auf der Dorfstraße in Bischwind, als die Schlauchleitung vom Dorfbach zum Brandobjekt gelegt wird. Foto: Helmut Will
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Mit der Feuerwehr in Bischwind a.R. war es in den letzten Jahren nicht zum Besten bestellt. Nachdem Feuerwehrkommandant Gerhard Dietz aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, "dümpelte" die Wehr im Eberner Stadtteil vor sich hin. Nun, unter Leitung des neuen Kommandanten Thomas Lutsch, ist wieder Besserung in Sicht. Die Feuerwehr kommt wieder in Schwung, wie sich jetzt auch bei einer Einsatzübung unter Lutschs Leitung zeigte.

Wehren aus dem Stadtgebiet von Ebern nahmen an der Übung teil, die vor allem als Abschluss der Truppmannausbildung von "Jungfeuerwehrlern" zu sehen ist, wie Kreisbrandinspektor Thomas Habermann aus Unterpreppach sagte.


Vier Monate Training

In der Zeit von Februar bis Mai hatte der Feuerwehrnachwuchs geübt und das mehrmals pro Woche.
Teilgenommen haben Wehren aus dem Inspektionsbezirk eins mit insgesamt 36 Akteuren, erläuterte Habermann.
Als zur Abschlussübung die Sirenen heulten, ausgelöst von der Integrierten Leitstelle (ILS) in Schweinfurt, sahen sich die Floriansjünger mit folgendem Übungsszenario konfrontiert: "Brand in der ehemaligen Schule von Bischwind mit eingeschlossenen Personen im Obergeschoss."

Kommandant Lutsch war mit der Ortswehr von Bischwind zuerst vor Ort. Die Bischwinder brachten ihre Pumpe in der Ortsmitte am aufgestauten Dorfbach in Stellung und erste Leitungen in Richtung des "Brandojektes" wurden gelegt. Nach und nach trafen Wehren aus Unterpreppach, Bramberg, Jesserndorf und Ebern ein, welche die Leitungen vervollständigten und Steckleitern anlegten, um die eingeschlossenen Personen aus dem ersten Stock der ehemaligen Schule zu retten. Hierbei kamen vor allem die jungen Feuerwehrfrauen und -männer zum Einsatz, die somit erstmals unter Beweis stellen konnten, dass das Gelernte saß. Erfahrene Feuerwehrleute, wie Marko Hager, der für die Module Truppmannausbildung verantwortlich ist, und weitere "alte Hasen", halfen tatkräftig.


Als Retterin auf der Leiter

Mit dabei und als "Retterin" auf der Steckleiter eingesetzt, war die 16-jährige Jana Mock aus Jesserndorf. Die Schülerin des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern ist seit ihrem zwölften Lebensjahr bei der Feuerwehr. "Für mich war es selbstverständlich, dass ich die Truppmannausbildung mitgemacht habe, als mich unser Zweiter. Kommandant Marko Hager fragte", sagt sie. Auch andere ihres Alters machten mit. "Wir wollen ja mal alle in die große Feuerwehr", erklärt die junge Frau. Es mache Spaß, sich in der Feuerwehr einzubringen und die modulare Truppmannausbildung mitzumachen. "Wir halten alle zusammen und haben eine gute Kameradschaft. Es ist insgesamt eine gute Sache, ich kann junge Leute nur auffordern, sich hier zu engagieren", sagt Jana Mock.
Das wird auch von ihrer Kameradin, der 16-jährigen Linda Fenn aus Welkendorf, bestätigt.


25 Bischwinder im Einsatz

Der Bischwinder Stadtrat Klaus Schineller (EAL) und Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) zeigten sich erfreut, dass derzeit 25 Frauen und Männer in Bischwind bei der Feuerwehr aktiv sind. "Ich freue mich dass die Bischwinder wieder eine junge motivierte Truppe haben, die sich für die Sicherheit in ihrem Ort einsetzt", sagte der Bürgermeister.

Den Grundausbildungslehrgang hatten in den letzten Monaten die Feuerwehrleute Marko Hager, David Pfeufer, Sven Kuhn, Christian Kuhn und Horst Barthelmann durchgeführt. Bei der Übung ging es den Angaben zufolge nicht in erster Linie darum, möglichst schnell zu sein, sondern es wurde Wert auf exaktes Arbeiten und die Sicherheit gelegt. Die Verantwortlichen, unter ihnen Kreisbrandinspektor Thomas Habermann, der den Einsatz am Übungsobjekt nachher Revue passieren ließ, und Kreisbrandmeister Ralph Morgenroth aus Untermerzbach, der den Einsatz an der Wasserentnahmestelle und der Schlauchstrecke analysierte, zeigten sich insgesamt zufrieden und gingen auf das ein, was man hätte besser und zielführender machen können.

BU zu: hw_FW-Bischwind-110616-011


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