Die Schauübung am und im Anwesen Stallmeyer zeigte, dass die Gemeindewehren gut aufgestellt sind. "Warenlagerbrand mit fünf Verletzten" lautete die Aufgabenstellung von Einsatzleiter und Gemeindefeuerwehrreferent Reinhold Meixner. Mit dabei waren der Notarzt Ingo Schmidt-Hammer und seinTeam, die die "Verletzten" in einem Zelt versorgten. Zahlreiche Zuschauer überzeugten sich, dass bei einem Notfall Feuerwehren einsatzbereit die und medizinische Versorgung gesichert.
Bereits 1993 wurde ein Teil des "Heiligen Gartens" von der Diözese Würzburg für den Feuerwehrhausneubau erworben. Doch der Baubeginn verzögerte sich wegen der Finanzen bis zum November 2008.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst im voll besetzten Festzelt weihten nach einer außergewöhnlichen, weil gemeinsamen Predigt Pfarrerin Sonja von Aschen und Diakon Bernhard Gartner das Feuerwehrhaus ein.
Schirmherr und Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) lobte den herausragenden und gelungenen Zweckbau, geplant vom Architekten und Bauüberwacher Bernhard Badum aus Bamberg, mit neuester Energiegewinnungstechnologie. Laut Planung waren 385 000 Euro für den Neubau erforderlich und eine Punktlandung wurde fast erreicht. Hinzu kam eine Photovoltaikanlage im Wert von 24 000 Euro. "Unsere Feuerwehrleute gehen für Bürgerinnen und Bürger durchs Feuer", bekräftigte das Gemeindeoberhaupt.
Mit saniert wurde das benachbarte Kalterhaus als Abstellmöglichkeit fürs Vereinsinventar. 33 Aktive, 17 Nichtaktive und zwei Jugendliche der Feuerwehr Gereuth zählt die Helferliste.
Ehrenkommandant Hans Klee übernahm die örtliche Koordination als Vermittler zu den ehrenamtlichen Helfern und hat allein rund 1000 Stunden aufgewandt.
Kommandant Reinhold Meixner präsentierte nach langer Zeit ein vorzeigbares Ergebnis. Ein Schmuckstück sei geschaffen worden, an dem sich die Gereuther Bürger erfreuen würden. Dank gelte dem Ersteller der Festzeitschrift, Gemeinderat Josef Grundler (SPD).
Der stellvertretende Landrat Bernhard Ruß (SPD) sagte, dass in einer lebenswerten Gemeinde eine intakte Vereinigung hinter dem Projekt stehe. Was der Gereuther Feuerwehr noch fehle, seien weibliche Aktive. Zu Einsätzen gehöre ein modernes Feuerwehrauto. Einen Scheck des Landkreises hatte Ruß aber nicht dabei.
Der Bürgermeister ergänzte, dass das derzeitige Einsatzfahrzeug zwar 50 Jahre alt sei, aber versucht werde, es noch einmal durch den TÜV zu bringen.

Wunsch nach neuem Fahrzeug


Kreisbrandrat Ralf Dressel versprach, wieder zu kommen, wenn ein neues Fahrzeug vorhanden sei. Immer mehr Ausbildung sei bei der Feuerwehr erforderlich und es sei schön, auf Lehrräume mit der erforderlichen technischen Ausrüstung zurückgreifen zu können.
Dressel verabschiedete Kreisbrandmeister Eduard Reif anlässlich seines 60. Geburtstages aus dem aktiven Dienst und ernannte ihn zum Ehrenkreisbrandmeister. Klaus Schöninger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wüstenwelsberg, erhielt vom Bayerischen Feuerwehrverband das Feuerwehrehrenzeichen in Gold.
Musikalisch begleitete eine Abordnung der Gereuther Blaskapelle die Feierstunde.