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Haßfurt
Schulabschluss

Erzieher haben breite Basis

Die Fachakademie für Sozialpädagogik in Haßfurt verabschiedete 22 Berufspraktikanten. Sie gehen jetzt in das Leben hinaus und beweisen ihre Qualifitkation als Kinderbetreuer. 40 weitere Studierende steuern das Berufspraktikum an.
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Mit den Zeugnissen der Faks endete für diese jungen Frauen und Männer der schulische Teil ihrer Erzieher-Ausbildung, sie gehen jetzt in ihr Berufspraktikum.
Mit den Zeugnissen der Faks endete für diese jungen Frauen und Männer der schulische Teil ihrer Erzieher-Ausbildung, sie gehen jetzt in ihr Berufspraktikum.
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"Sie haben ein fundiertes Wissen und vor allem auch das Know How über die praxisnahe Anwendung dieses Wissens", mit diesen Worten verabschiedete Schulleiter Peter Popp gestern 40 Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik (Faks) in ihr Berufspraktikum, und 22 Berufspraktikanten erhielten ihre Urkunden als Erzieher. Viele von ihnen haben auch die allgemeine Fachhochschulreife, zwei die Fachgebundene Hochschulreife erreicht.

Auf den Zeugnissen findet sich erstmals auch der "deutsche und europäische Qualifikationsrahmen", wie der Leitende Regierungsschuldirektor Norbert Kornder bei der Abschlussfeier erläuterte. Dieser Rahmen hat acht Kategorien, wobei die Acht der Promotion entspricht.
Dass der Abschluss als Erzieher die Sechs hat, "bedeutet eine unglaubliche Aufwertung des beruflichen Schulwesens". Damit entspricht die Erzieherausbildung europaweit dem Bachelor.

Breite Basis für Erzieher

Schulleiter Peter Popp betonte, dass es dem Kollegium der Faks Haßfurt wichtig sei, den künftigen Erziehern eine breite Basis zu vermitteln. Das reiche von Soziologie und Pädagogik bis zu musischen und gestalterischen Fähigkeiten, "und natürlich gehört auch Englisch dazu", erklärte er. Vor allem aber seien alle Absolventen mit einer hohen Lernkompetenz ausgestattet und so für die Herausforderungen des lebenslangen Lernens gerüstet. Popp dankte den Eltern, die den Weg ihrer Kinder intensiv unterstützten und seinem Kollegium, das ein weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement zeige. Diese Aussage wurde von lautem Beifall der Absolventen unterstrichen.

Die Absolventen der Faks

Mit zwei kleinen Aufführungen und zwei Liedern gestalteten die Studierenden die Abschlussfeier für folgende Absolventen:
Abschluss Faks und jetzt Berufspraktikum
Jennifar Barth (Gerolzhofen), Anna Baumgärtner (Hofheim), Mario Berger (Friesenhausen), Ann-Kathrin Cerny (Haßfurt), Tamara De Monte (Augsfeld), Nadine Ehlis (Dittelbrunn), Aylin Florschütz (Meeder), Christin Gisder (Gochsheim), Christina Goldschmidt (Maroldsweisach), Sandra Graser (Eschenbach), Marcel Heer (Bamberg), Michelle Heinl (Ebern), Anita Heß (Rödental), Moritz Hesselbach (Unsleben), Patrick Hobner (Haßfurt), Denise Jacobi (Weitramsdorf), Jessica Janousek (Coburg), Vanesssa Kaiser (Unterpreppach), Anne Kaminski (Bamberg), Denise Karg (Haßfurt), Stefanie Klaus (Wonfurt), Niklas Klotz (Memmelsdorf), Annika Koch (Neuschleichach), Simon Kreyer (Rentweinsdorf), Katharina Langguth (Oberschwappach), Lisa Limpert (Ebern), Verena Märkl (Zeil), Verena Meißner (Jesserndorf), Madeleine Müller (Ebern), Sophia Müller (Birnfeld), Johannes Pecht (Ebern), Verena Pfeufer (Sulzheim), Mirjam Reichert (Hallstadt), Carolin Ringlstetter (Rödentahl), Christina Then (Stettfeld), Jasmin Türk (Untermerzbach), Saskia Veth (Poppenhausen), Carina Vogt (Neuses) und Marina Wolfschmidt (Königsberg).
Die Abschlussklasse nach Berufspraktikum
Johanna Autsch (Heilgersdorf), Yvonne Böhnlein (Priesendorf), Yasmin-Viola Burmeister (Oberschleichach, auch allg. FH-Reife und fachgeb. HS-Reife), Carolin Estenfelder (Untersteinbach), Cornelia Geuß (Zeil), Linda Hirschlach (Prappach), Anna-Lena Hückmann (Lendershausen), Kevin Köhler (Haßfurt, auch allg. FH-Reife), Ranja Korn (Maroldsweisach), Carolin Kraus (Tütschengereuth, auch allg. FH-Reife), Johanna Maier (Memmelsdorf), Svenja Neubauer (Königsberg), Melissa Pasuj (Knetzgau), Anne Räth (Reichmannshausen), Franziska Römer (Dankenfeld), Verena Rother (Knetzgau, auch allg. FH-Reife), Bastian Spor (Bad Rodach, auch allg. FH-Reife und fachgeb. HS-Reife), Lisa Stäudler (Untermerzbach), Denise Stark (Krum, auch allg. FH-Reife), Luisa Thamm (Haßfurt, auch fachgeb. FH-Reife), Madeleine Tiedje (Hafenpreppach, auch fachgeb. FH-Reife), Michelle Tiedje (Hafenpreppach, auch allg. FH-Reife).

Für die fachgebundene Fachhochschuslreife muss eine Abschlussprüfung in Englisch abgelegt werden, für die allgemeine Fachochschulreife außerdem eine Abschlussprüfung in Mathematik. Wer alle Prüfungsfächer mit einem Schnitt besser als 1,51 absolviert, erreicht die fachgebundene Hochschulreife.

Annika Koch strahlt über das ganze Gesicht: als Schulsprecherin hat sie eben die Abschlussfeier der Faks, der Fachakademie für Sozialpädagogik, in der Haßfurter Stadthalle moderiert. Auch sie hält nach dreijähriger Schulzeit ihr Zeugnis in den Händen. Ein Jahr Berufspraktikum trennt sie jetzt noch vom endgültigen Berufsziel: Erzieherin.

Ein langer Weg

Das war allerdings vor einigen Jahren, als Annika an der Wallburg-Realschule in Eltmann ihren Abschluss machte, noch nicht so klar. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau - mit sehr guten Noten, aber am Ziel fühlte sie sich noch nicht. Auf der Bos, der Beruflichen Oberschule, machte sie das Fachabitur und schrieb sich dann an der Faks in Haßfurt ein. Für sie als Neuschleichacherin war es ganz praktisch, dass diese gerade von Hofheim nach Haßfurt umgezogen war - die Verkehrsanbindung war für sie natürlich wesentlich besser, auch wenn sie mittlerweile schon ihren Führerschein hatte.

Die 23-Jährige freut sich, im Kindergarten in Westheim die Stelle für ihr Berufspraktikum gefunden zu haben. Diese Stellen waren einige Zeit lang Mangelware,doch durch den Krippenausbau wird derzeit allerorten Personal aufgestockt. Das verbessert die Chancen für die Praktikanten ebenso wie für die Berufseinsteiger, zu denen Annika im nächsten Jahr zählen wird. Immerhin 80 Prozent des regulären Gehaltes erhalten die Berufspraktikanten in diesem Jahr. Wenn dann im nächsten Jahr der Fachbericht benotet und das Kolloquium als letzte Prüfung absolviert ist, dann wünscht sie sich eine Anstellung in einer Kindertagesstätte. "Krippe oder Kindergarten, eventuell noch Hort, das wäre mein Ziel", so Annika.

Mit ihrem Abschluss könnte sie auch in ein Sozialpädagogik-Studium einsteigen. Das hat sie vorerst nicht vor, aber sie hat ja schon bewiesen, dass sie sich gern neue Ziele setzt.


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