Eschenbach
Hilfsaktion

Eltmanner unterstützen eine leidgeprüfte Familie

"Die Familie Bushmaker leistet Großartiges und verdient jede Unterstützung." Das betonte Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) bei einer Spendenübergabe im Eltmanner Stadtteil Eschenbach. 1200 Euro überreichten Monika und Ernst Rippstein aus dem Erlös des Kolping-Kinderkleiderbasars "Alles fürs Kind" an die Familie, die in den vergangenen Jahren von Schicksalsschlägen heimgesucht wurde.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Sommer 2009 war Margit Bushmaker noch eine lebenslustige Frau von Mitte Vierzig, doch die Weihnachtszeit änderte das Leben der ganzen Familie. Margit Bushmaker erlitt eine Hirnblutung, später im Krankenhaus dann drei Schlaganfälle in kurzer Folge, die schwere Schäden anrichteten. Komplett gelähmt, nicht fähig, eine emotionale Regung im Gesicht zu zeigen, so kam Margit Bushmaker in ihre Familie zurück, die sich seitdem rührend um sie kümmert.

Ein Lächeln gelingt wieder


Die liebevolle Pflege zeigt Erfolge. Margit Bushmaker sitzt heute im Rollstuhl, kann zumindest pürierte Kost schlucken, lächelt, wenn sie ihren Enkeln beim Spielen zusieht, und spricht auch hin und wieder einige Worte. "Manchmal sind es nicht die, die sie eigentlich sagen wollte, aber wir waren total überrascht, als sie zum ersten Mal überhaupt wieder gesprochen hat", erzählt Tochter Melanie. Sie ist noch im Erziehungsurlaub und deckt die größte Zeit der Pflege ab. Alle ihre vier Geschwister und Tante Silvia sind in den Schichtdienst eingebunden, denn Margit Bushmaker braucht 24 Stunden Betreuung.

Inzwischen kann dazu auch Ehemann Russell nicht mehr so viel beitragen wie zu Beginn, denn er ist nach mehreren Krebsoperationen ebenfalls deutlich eingeschränkt. Insgesamt fünf Hirntumore und ein bösartiges Geschwulst an der Lunge mussten ihm entfernt werden. Den Kampf gegen den Krebs hat er zwar vorerst gewonnen. Mit Einschränkungen im Gesichtsfeld, beim Gleichgewichtssinn und der Belastbarkeit muss er aber leben.
Trotz allem strahlt die gesamte Familie einen großen Optimismus aus, freut sich, dass Margit Bushmaker mittlerweile den Daumen der linken Hand bewegen kann, und sieht sich bestätigt im täglichen Training und im Bemühen um weitere Therapien. Diese Therapien, die Pflege ganz allgemein, kosten neben Kraft viel Geld.

"Deshalb haben wir uns entschlossen, der Familie Bushmaker zu helfen", erklärte Ernst Rippstein vom Basar-Team. Schon immer floss der Erlös gemeinnützigen Zwecken zu, meist der Kinderkrebshilfe. "Aber wenn man direkt vor Ort helfen kann, dann tun wir das", sagte Rippstein. Das unterstützte auch Bürgermeister Ziegler. "Sie leisten Unglaubliches als Familie", lobte er die liebevolle Sorge. Er sicherte die Unterstützung der Stadt zu, wenn es Probleme gibt. Denn die Betreuung eines Pflegefalls bedeutet auch immer viel Bürokratie. sw

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren