Sylbach
Liebe

Einen Schatz hält man fest

Therese und Albin Schorn aus Sylbach feierten am Mittwoch ihre goldene Hochzeit.
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Therese und Albin Schorn an ihrem Lieblingsort: einer kleinen Bank in ihrem Garten in Sylbach.  Foto: Lisa Kieslinger
Therese und Albin Schorn an ihrem Lieblingsort: einer kleinen Bank in ihrem Garten in Sylbach. Foto: Lisa Kieslinger
Therese und Albin Schorn wirken frisch verliebt. Als sie von ihrem ersten Treffen erzählen, schauen sie sich tief in die Augen. Therese Schorn nimmt immer wieder die Hand ihres Mannes oder legt sie ihm auf die Schulter. Und das, obwohl das erste Treffen schon über 55 Jahre her ist. Beim Skifahren bei Hofstetten ist Therese Schorn der "schöne Mann" aufgefallen. "Vom ersten Tag an hat es für mich nur den Albin gegeben", sagt die 75-Jährige. Vor 50 Jahren haben sie standesamtlich geheiratet und feierten nun ihre goldene Hochzeit. "Sie ist mein Schatz. Und einen Schatz hält man fest", sagt Albin Schorn.

Als sie sich 1961 kennenlernten, waren sich beide einig, sich erst einmal um ihre Karriere zu kümmern. Therese Schorn stammt gebürtig aus der Rhön und kam erst als Kind in den Landkreis.
Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin und ersten Erfahrungen im Kindergarten in Augsfeld ging sie nach Frankfurt, um dort eine Weiterbildung zur Jugendleiterin zu machen. Danach leitete sie den Kindergarten in Obertheres.


In der Schule aktiv

Albin Schorn war nach seinem Pädagogikstudium in Würzburg als Schulleiter in Prölsdorf tätig. Danach ging er an die Förderschule in Haßfurt. Als die beiden 1966 heirateten, widmete sich Therese Schorn ganz der Familie: 1967 kam ihre gemeinsame Tochter Alexia auf die Welt, die heute mit ihrer Familie im Haus der Eltern wohnt. Ihr folgten zwei Schwestern: Dagmar, die heute in Büchenbach wohnt, und Astrid, die es an den Ammersee verschlagen hat.

Nachdem die Kinder groß waren, gab Therese Schorn Religionsunterricht an Schulen. Glaube und Religion spielen auch in ihrer Ehe eine große Rolle. Therese Schorn ist in den Pfarreien Haßfurt und Unterhohenried ehrenamtlich tätig und kümmert sich um die Kommunion- und Firmvorbereitung.


Vom Herrgott behütet

Ihr Mann ist seit Kindheitstagen tief mit der Religion verwurzelt. Lange Zeit war er Vorsitzender des Dekanatsrats Haßberge. Die Restaurierung der Ritterkapelle hat der 75-Jährige begleitet und gibt auch Führungen durch die Kirche. Zudem kümmert er sich um das Pfarrarchiv in Haßfurt. "Bis zum heutigen Tag sind wir froh, dass der Herrgott immer über uns gewacht hat", so Therese Schorn.

Auch bei ihren Hobbys zieht sich der religiöse Faden durch. "Ich liebe kirchliche Kunst. Auf unseren Reisen versuchen wir, immer wieder Neues zu entdecken", so Albin Schorn.

Seine Frau liebt die Musik: Akkordeon, Violine und Gitarre. "Ich spiele zwar nicht perfekt, aber es macht Spaß. Und meinen Enkeln kann ich auch noch etwas mitgeben", sagt sie.

Neun Enkel - zwei Mädchen und sieben Jungs - halten Oma und Opa auf Trab und lassen alte Leidenschaften wieder aufblühen. "Ich habe Latein für mich wieder entdeckt und bringe es meinen Enkeln bei. Die staunen, was ich in meinem Kopf noch so alles ausgrabe in meinem Alter", sagt Albin Schorn und lacht.
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