Stettfeld

Ein unbekannter Zelebrant beschäftigt die Stettfelder

Mit alten Fotos einen Blick in die Vergangenheit werfen und die Geschichte und Geschichten dazu lebendig halten. Dieses Ziel verfolgte der heimatgeschichtliche Arbeitskreis Stettfeld am vergangenen Sonntag mit seiner nunmehr zweiten Fotodokumentation.
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Wer kennt den Namen des Pfarrers auf der rechten Seite, der bei der Amtseinführung von Pfarrer Schubert (Mitte) in Stettfeld dabei war? Der Arbeitskreis Geschichte freut sich über jeden Hinweis.  Foto: privat
Wer kennt den Namen des Pfarrers auf der rechten Seite, der bei der Amtseinführung von Pfarrer Schubert (Mitte) in Stettfeld dabei war? Der Arbeitskreis Geschichte freut sich über jeden Hinweis. Foto: privat
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Bereits im letzten Jahr hatte sich die Veranstaltung großer Beliebtheit erfreut und auch zum Termin heuer waren wieder zahlreiche interessierte Bürger gekommen, um aktiv an der Arbeit des Geschichtskreises teilzuhaben.

Die Vorsitzende Doris Simon freute sich über das große Interesse und bedankte sich bei allen Bürgern, die dem Arbeitskreis ihre Fotos zur Verfügung gestellt hatten. Ihr besonderer Dank galt Dieter Seuling, der Postkarten mit alten Ansichten von Stettfeld sammelt und seine Sammlung dem Arbeitskreis zum Digitalisieren überlassen hatte.

Wachstum der Gemeinde deutlich erkennbar

Die verschiedenen Ansichten der Gemeinde belegen anschaulich den Wandel, der sich im Lauf von über 100 Jahren vollzogen hat. Da die Fotografen gerne die gleichen Standpunkte für ihre Motive gewählt hatten, konnte man deutlich das Wachstum der Gemeinde erkennen.


Auch das berühmte Stettfelder Ensemble aus Rathaus, Pfarrhaus und Kirche war immer wieder Veränderungen unterworfen. Während sich am Pfarrhaus allenfalls die Auffahrt änderte, zeigte sich das historische Rathaus mal mit, mal ohne Fachwerk. Sehr eindrucksvoll war auch eine alte Innensicht der Pfarrkirche, auf der deutlich die Buntglasfenster im Altarraum zu sehen waren, die beim Luftangriff 1944 zerstört wurden.

Bitte identifizieren

Besonders freuten sich die Mitglieder des Arbeitskreises, dass auf einigen alten Fotos dank der aktiven Mithilfe der Besucher wieder Personen benannt werden konnten. Einzig ein Bild von der Amtseinführung Pfarrer Schuberts im Jahr 1957 gab Rätsel auf. Hier bittet der Arbeitskreis um die Mithilfe der Bürger, um einen der Mitzelebranten des Gottesdienstes zu identifizieren.

Doris Simon freute sich darüber, zusätzlich ein besonderes Fundstück präsentieren zu können. Bei Erdarbeiten war jüngst ein Stück der ersten Stettfelder Wasserleitung, die ganz aus Holz gefertigt war, zu Tage gekommen. Die Durchflussrinne für das kühle Nass ist dabei durch ein Holzstück getrieben worden und zeigt die beeindruckende Kunstfertigkeit der Handwerker früherer Tage.

Mit dem Versprechen, die Dokumentation im nächsten Jahr fortzuführen, endete nach gut zweieinhalb Stunden ein informativer und lehrreicher Nachmittag.



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