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Ermershausen
Waldgang

Ein Wald, in dem jeder Baum zählt

Bei einem Rundgang mit Gästen aus Rimpar wurden die Vorzüge des Ermershäuser Forsts gerühmt. In einem ist er Wirtschaftsfaktor und Erholungsraum.
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Förster Wolfgang Meiners (vorne links) und Bürgermeister Günther Pfeiffer (vorne rechts) erläutern den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft Rimpar die streng ökologisch orientierte Waldbewirtschaftung des Ermershäuser Gemeindewaldes. Foto: Klemens Albert
Förster Wolfgang Meiners (vorne links) und Bürgermeister Günther Pfeiffer (vorne rechts) erläutern den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft Rimpar die streng ökologisch orientierte Waldbewirtschaftung des Ermershäuser Gemeindewaldes. Foto: Klemens Albert
Die Ermershäuser sind ja schon lange davon überzeugt, dass sie einen sehenswerten Gemeindewald besitzen. Eine besondere Bestätigung dafür erhielten sie jetzt unmittelbar, als sich unter Leitung von Forstamtmann (FA) Wolfgang Meiners vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Schweinfurt 33 verantwortliche Personen aus der Forstbetriebsgemeinschaft und dem Maschinenring Rimpar in ihrem Wald umschauten. Darunter waren auch Bürgermeister, mehrere Förster und private Waldbesitzer. Zuvor hatten sie sich in Bundorf bei Christian Freiherr von Truchsess über die dortige Waldbewirtschaftungsform informiert.

Zunächst stellte Ermershausens Bürgermeister Günther Pfeiffer die für die Gemeinde hohe Bedeutung des Gemeindewaldes heraus, denn aus den rund 280 Hektar Wald schöpfe man für die Gemeindekasse jährlich im Durchschnitt etwa 25 000 Euro Gewinn. Außerdem weise der Wald einen hohen Naherholungswert auf.
Pfeiffer zeigte auf, dass unter der Verantwortung seines Amtsvorgängers Werner Döhler und des Försters Wolfgang Meiners seit fast 20 Jahren ein Umbau hin zu einer besonderen Waldbewirtschaftung geprägt worden sei, die er jetzt fortführe.


Hiebzahl steigt

Schon beim Eintritt in ein Laubwaldstück konnten die Besucher eine Wohlfühlatmosphäre verspüren. Meiners stellte hier unmittelbar vor Ort die Bewirtschaftungspraxis dar. Derzeit habe man einen recht niedrigen Hiebsatz von etwa 1200 Festmetern, was aber in den kommenden Jahren erhöht werden soll. Meiners stellte die Wirtschaftsphilosophie vor, wozu eine Mischung aus Nadel-, Misch- und reinem Laubwald gehöre.
Man gehe unter einem konsequenten ökologischen Aspekt sehr individuell an die Sache heran, schaue auf den einzelnen Baum, warte die Reife eines jeden einzelnen Baumes ab, bzw. beobachte, ob sich Bäume gegenseitig bedrängen. Dann erst werde geschlagen.

So lasse man gerne auch mal einen Baum als Bruthöhlenbaum stehen, damit der Specht nicht an einer Eiche herumhackt. Flächenhiebe vermeide man im Ermershäuser Wald völlig.
Man achte beim Befahren mit dem Harvester-Vollernter oder mit Rückemaschinen sehr genau auf die Witterung und die Bodenbeschaffenheit.

Hierfür zahle es sich aus, dass man über viele Jahre mit den gleichen Unternehmern zusammenarbeite und deren Erfahrungsschatz nutzen könne. "Die Qualität des Baumes ist für uns das Ziel der Bewirtschaftung", fasste Meiners sein Credo zusammen.

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