Bei der Jubiläumsfeier am Wochenende hielt der ehemalige Landesbischof Johannes Friedrich die Festpredigt. Am Samstag hatte das Ensemble "Ringelspiel" im Festzelt seinen Auftritt mit Kaffeehaus- und Schrammelmusik, die beim älteren Publikum gut ankam.

Pfarrer Sieghart Sapper ging kurz auf die Entstehung des Gotteshauses ein. Heinrich Goschenhofer vom Kirchenvorstand wies darauf hin, dass die Gruppe "Ringelspiel" am 26. September noch ein Gastspiel in Hofheim geben wird.

Außerdem sind zum Kirchenjubiläum drei weitere Konzerte geplant: Am 18. September wird Michael Grube auftreten. Die Gruppe "Oktopus" wird am 26. Oktober die Schubertmesse, unterbrochen von Gospels, singen. Die Ehemaligen der Realschule Hofheim ("Pfeffer, Salz und Sahne") haben unter Leitung von Wolfram Hirsch am 13. Dezember, dem Kirchweihsonntag, einen Auftritt.


Freude kam am Sonntag auf, als man in Hofheim mit Altlandesbischof Pfarrer Johannes Friedrich darüber nachdachte, was alles in den vergangenen 50 Jahren seit der Einweihung der evangelischen Christuskirche sich ereignete.

Eine wichtige Entscheidung fiel vor 45 Jahren, als sich die evangelischen Kirchengemeinden Hofheim, Lendershausen und Eichelsdorf zu einer Kirchengemeinde vereinigten.

Landesbischof Friedrich ging in seiner Predigt auf die "Speisung der Fünftausend" ein und betonte, dass das Leben ein Teilen und Verteilen, ein Nehmen und ein Geben sei. Die Christusgemeinde Hofheim sei ein gutes Beispiel für Gemeinschaft und Vorbild für andere Gemeinden.

Zweiter Bürgermeister Reinhold Giebfried übermittelte die Glückwünsche der Stadt Hofheim zum Jubiläum und hob hervor, dass die evangelische Christusgemeinde und die katholische Pfarrgemeinde St. Johannes nicht nebeneinander, sondern miteinander lebten.

Dekan Jürgen Blechschmidt erinnerte daran, dass vor 50 Jahren in Hofheim draußen vor dem Tor die Evangelischen eine Fläche erhielten, damit sie eine Kirche bauen konnten. Heute stehe das Gotteshaus schon im Stadtbereich und sei in der Stadt angekommen. Der Dekan betonte, dass die evangelische und katholische Kirche in Hofheim gemeinsam ihre Aufgabe erfüllen würden. Auch heute gebe es noch ein "vor dem Tor", wo Flüchtlinge herein möchten. "Das Tor bleibt offen", so Plesch.

Patoralreferent Norbert Zettelmeier von der Pfarreiengemeinschaft Hofheim betonte, dass die Ökumene in Hofheim groß geschrieben werde. Dies zeige sich auch beim Stammtisch und Seelsorger-Treffen, wo man gemeinsam Themen besprechen und sich kennenlernen könne.

Zettelmeier dankte der evangelischen Kirche, dass sie ihre Christuskirche während der Renovierung der Stadtpfarrkirche St. Johannes den Katholiken zur Verfügung stellte. Als Zeichen der Verbundenheit schenkte die Pfarrei Hofheim der Christusgemeinde die Osterkerze für das kommende Jahr 2016.

Matthias Westerhoff, ehemals Pfarrer in Hofheim, sprach in seinem Grußwort den Schatz an, den es genauso in Hofheim wie in Hof, wo er zurzeit tätig ist, zu heben gelte. Seine ehemalige Christusgemeinde bezeichnete der Geistliche als "Schatzkästchen", an das er oft zurückdenke.

Während des Gottesdienstes erklärten verschiedene kirchliche Mitarbeiter, was für sie die Christuskirche bedeute. Heinrich Goschenhofer vom Kirchenvorstand erklärte dabei die die Glasfenster und ihre Bedeutung. Dekan Plesch meinte, die Christuskirche sei ein Ort, wo sich seit 50 Jahren die Gemeinde trifft, Begegnung im Gebet und Andacht stattfindet.

An der Orgel saß Bezirkskantor Matthias Göttemann. Musikalisch wirkte der Posaunenchor Lendershausen und der Kirchenchor "Cantantes" mit. Die Lesungen wurden von Andrea Schamberger und Prädikant Helmut Endres gehalten. Viel Beifall bekamen auch die Kindergottesdienstkinder, die sich mit der Aktion "Wir sind die Kleinen in den Gemeinden" einbrachten.

Am Nachmittag zeigten die Kindergartenkinder vom Kindergarten "Höhlenzauber" aus Lendershausen, wie sie das Jubiläum sehen. Neben dem Festbetrieb gab es ein Kinderprogramm, ein offenes Singen und ein Konzert mit dem Panflötenspieler Heiko Ziegler.

Die Kirchengeschichte kann man in der Broschüre "Christuskirche Hofheim 1965 - 2015" nachlesen. Sie ist im Pfarramt erhältlich.