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Haßfurt
Seniorenbeirat

Ein Mehrgenerationenparcours für Haßfurt

Einen Seniorenparcours in der Parkanlage "Promenade" in Haßfurt hatte der Seniorenbeirat der Stadt Haßfurt angeregt. Die Idee hat die Stadt Haßfurt aufgegriffen und daraus einen "Mehrgenerationenparcours" entwickelt.
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In der Parkanlage Promenade in Haßfurt wird noch in diesem Jahr ein "Mehrgenerationenparcours" entstehen. Unter anderem ist westlich der Engelmessgasse (im Bild) ein Sinnesparcours geplant.  Foto: ul
In der Parkanlage Promenade in Haßfurt wird noch in diesem Jahr ein "Mehrgenerationenparcours" entstehen. Unter anderem ist westlich der Engelmessgasse (im Bild) ein Sinnesparcours geplant. Foto: ul
Die Kosten werden auf rund 130 000 Euro geschätzt und können mit rund 50 000 Euro aus dem europäischen Leader-Projekt gefördert werden. Die Planungen stellte Perry Alka vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Haßfurt am Donnerstag dem Seniorenbeirat vor.

"Das Gebiet, in dem der Mehrgenerationenparcours entstehen soll, umfasst die Fläche zwischen der Engelmessgasse im Osten und dem Rosengarten im Westen", erläuterte Perry Alka. "Dieser Standort ist optimal, weil er barrierefrei zu erreichen ist, bereits einen Kinderspielplatz aufweist und von zwei Seniorenheimen und dem Mehrgenerationenhaus gut zu erreichen ist."

Yoga im Park

Im Osten ist ein Sinnesgarten mit Staudenpflanzen und Blühstreifen, Tasttafeln, einem Barfußpfad und einem Gleichgewichtspfad mit Geräten vorgesehen.
Daran schließt sich auf der nördlichen Seite des Weges durch die Promenade ein Yogaparcours an, in dem Tafeln auf die möglichen Übungen hinweisen sollen. Ein Yogalehrer betreut den Parcours und wird auch Kurse anbieten.

Südlich des Weges durch die Promenade und östlich des Kinderspielplatzes entsteht ein Bewegungsparcours für Menschen jeden Alters mit Sprossenwand, Pendel und Geräten, um Hüfte, Rücken und Beine zu trainieren, sowie einem Gerät zum Parallelschwingen. Westlich des Kinderspielplatzes soll eine Boulebahn Jung und Alt begeistern.

Lichttankstelle fürs Wohlbefinden

Auch hier sind Kurse und Veranstaltungen geplant. Außerdem sind Bänke und ein Stehtisch vorgesehen. Für das Wohlbefinden sollen eine Beleuchtung der dunklen Eiben und eine Lichttankstelle hinter dem Rosengarten sorgen.

Als Ergänzung soll eine Kneippanlage nördlich der Nassach in der Nähe der Wildbadquelle eingerichtet werden. Allerdings kann diese nicht barrierefrei gestaltet werden. Die Pflege des Parcours', erklärte Bürgermeister Rudi Eck, werde der Bauhof übernehmen.

Wie er weiter mitteilte, hat der Stadtrat das Vorhaben bereits im Grundsatz gut geheißen; ein Beschluss sei aber noch nicht gefasst worden. "Aus Ihrer Idee ist ein großes Vorhaben geworden", sagte er zu den Seniorenvertretern. "Wir haben es auch für die Leader-Förderung angemeldet und eine grundsätzliche Akzeptanz erfahren. Nun brauchen wir eine größtmögliche Unterstützung von Ihnen, damit wir das Projekt weiterverfolgen können."

Die Zustimmung des Gremiums, die die Anwesenden signalisierten, wird demnächst schriftlich formuliert.
Liliane Deusel betonte, dass der Mehrgenerationenparcours das Bild von Haßfurt aufwerte: Der Blinden- und Sehbehindertenbeauftragte Michael Schulz fügte an: "Der Standort ist gut gewählt, der Parcours spricht alle Sinne an und er ermöglicht es jungen wie älteren oder behinderten Bürgern, etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden zu tun."

Der Bürgermeister teilte mit, dass das Projekt noch heuer größtenteils umgesetzt werden solle. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Eva-Maria Schwach, könnte sich vorstellen, dass man auch Patenschaften für die eine oder andere Station übernehmen könnte.

Barrierefreiheit

In der ersten Sitzung des Seniorenbeirats der Stadt Haßfurt nahm Bürgermeister Rudi Eck Stellung zu verschiedenen Themen der Barrierefreiheit in der Kreisstadt. Er teilte mit, dass die Deutsche Bahn heuer bereits mit der Planung eines barrierefreien Bahnhofs beginnen werde.

Der Zeitpunkt der Umsetzung sei jedoch noch ungewiss, weil dafür größere Umbauten erforderlich seien. Für die Stadt habe die Neugestaltung des Bahnhofs-umfeldes "größte Priorität. Wir wollen das Projekt, das einen Umfang von zwei Millionen Euro hat, heuer auflegen", unterstrich Rudi Eck. "Allerdings können wir nicht sagen, wann es umgesetzt wird, da es mit der barrierefreien Umgestaltung des Bahnhofs zusammenhängt." Er geht davon aus, dass im Jahr 2015 schon einiges läuft.

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