Lembach
Stadtfeuerwehrtag

Ein Bub, der nicht zu retten war

85 Feuerwehrleute aus Eltmann und Stadtteilen sowie aus Sand rückten zu einer Schauübung in Lembach an. Ein Junge spielte seinen Rettern dabei einen kleinen Streich.
Artikel drucken Artikel einbetten
In der schmalen Bischof-Pflaum-Straße in Lembach mussten die Feuerwehrleute viel laufen.
In der schmalen Bischof-Pflaum-Straße in Lembach mussten die Feuerwehrleute viel laufen.
+3 Bilder
Wenn es wirklich brennen würde in der Bischof-Pflaum-Straße in Lembach, dann wären die Feuerwehrleute wirklich stark gefordert - aber auch vorbereitet, denn genau in dieser engen Straße mit der dichten Bebauung lag am Samstag das angenommene Brandobjekt des Eltmanner Stadtfeuerwehrtages. 85 Feuerwehrleute aus Eltmann und allen Stadtteilen sowie aus Sand rückten zur Schauübung an und viele Zuschauer interessierten sich.

Hand in Hand arbeiteten die verschiedenen Wehren, während die einen schnellstmöglich die angrenzenden Gebäude durch Wasserwände absicherten, setzten sich mehrere Trupps von Atemschutzgeräteträgern in Bewegung, denn insgesamt waren sieben Personen aus der vorgeblich brennenden Scheune zu bergen - außerdem brachten die Wehrleute Gasflaschen und andere feuer- oder explosionsgefährliche Gegenstände aus dem Gebäude.


Sieben "Opfer", doch eines fehlt

Eigentlich waren die sieben "Opfer" schnell gefunden - wenn nicht Yannick gewesen wäre. Typisch Lausbub, war ihm schon die Warterei in der Scheune zu lang und so wollte er nicht im Sanitätspavillon bleiben, sondern mischte sich gleich wieder unter die Zuschauer. So waren beim Nachzählen nur sechs Geborgene im Pavillon und die Atemschutzgeräteträger mussten suchen, bis sich Yannicks Fehlen erklärt hatte.


Gute Zusammenarbeit

KBI Georg Pfrang und Eltmanns zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner zeigten sich beeindruckt von der guten Zusammenarbeit und von den zahlreichen Jugendlichen und Frauen in den Eltmanner Wehren.
Gerade um die Frauen in den Feuerwehren wird in der diesjährigen Aktionswoche (früher Brandschutzwoche) geworben. Mit im Einsatz waren gestern unter anderem die 21-jährige Tanja Wüstenhöfer aus Weisbrunn und die 28jährige Vanessa Kümmel aus Limbach. Vanessa Kümmel ist seit elf Jahren bei der Feuerwehr und eine von vier Frauen unter den Aktiven.


Bereit halten

Sie hat ihre Truppmann-Ausbildung abgeschlossen und das Leistungsabzeichen in Bronze. Als Maschinenführerin arbeitet sie ausschließlich in Nachtschicht und ist daher als Feuerwehrfrau verfügbar, wenn am Tage Alarm ist. Für sie bedeutet das dann zwar auch, aus dem Schlaf gerissen zu werden, wie für andere bei Nacht-Alarmen, "aber da muss man halt raus", erklärt sie ganz gelassen.


Mit zwölf Jahren ging's los

Gleich mit zwölf Jahren ist Tanja Wüstenhöfer in Weisbrunn in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Die Jugendarbeit findet zentral in Eltmann statt, dort wuchs sie in eine starke Gemeinschaft. Kaum 18 und Aktive, machte sie die Ausbildung als Atemschutzgeräteträgerin und den Feuerwehr-Führerschein. Das Leistungsabzeichen in Silber hat sie ebenfalls schon abgelegt. Gerade wurde sie mit ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (bisher Krankenschwester) fertig. Das bedeutet Schichtarbeit im Krankenhaus, aber eben immer wieder auch Verfügbarkeit zu Zeiten, zu denen viele andere im Ort am Arbeitsplatz sind. Etwa einmal im Vierteljahr werden Tanja und Vanessa zu Einsätzen gerufen.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren