Besonders mit originellen Sketchen sorgten mehrere Gruppen für Heiterkeit beim Publikum, das zwar maskiert war, aber nur in Einzelfällen dem Motto "Eberner Puppenkiste" folgte. Besonders gelungen waren die ARD-Tagesschau, der neue Bankomat, die jungen Tenöre, die Wer-wird-Millionär-Parodie und der Auftritt der Ratschen.
Das fast fünfstündige Programm bot auch viele Tanzdarbietungen, wobei einige Unzulänglichkeiten nicht zu übersehen waren. Probleme gab es auch mit der Technik.
Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch, wenn Themen persifliert werden, wie das Tuten des neuen Zügla, die verkehrsberuhigte Zone (im Straßenverkehr und im ehelichen Bett), die großen Rochaden der Gastro-Betriebe, das Baustoffzentrum in Sandhof ("Eugenhausen") oder der Golfclub als Gemeinschaft der High-Society-Rentner aus Ebern.
Unverfroren? Da blieb ja keiner ungeschoren. Die Frisöre nicht, die Gastwirte nicht, die Bürgermeister auch nicht, angesehene Geschäftsleute nicht und die Arztgattin auch nicht. Jeder bekam sein Fett weg. Selbst über den Zeitungsmacher gab's lautstarke Lacher. Nach mehreren Tanzaufführungen war es vor allem der Nachwuchs, der aufhorchen ließ, der sich "Die Gipfelstürmer" nennt und vorrangig aus Reihen der Jungen Union hervorging. Köstlich: die ARD-Tagesschau aus der Feder von Christian Giebfried und Katharina Gerstenkorn. "Die werden immer besser", befand ein Faschingsfan in der ersten Reihe.
Zu den Höhepunkten zählten aber auch ein paar Routiniers: Heidi Hümmer etwa, die zum 22. Mal als Frieda (t)ratschte, diesmal wieder mit Martina Kraus, und das eheliche Bett zur "verkehrsberuhigten Zone" erklärte. Zu den Oldtimern zählten auch Thomas Heim und Stefan Wolfschmitt, die jeweils bei zwei Nummern mitwirkten: Als Stadtstreicher und beim Günter-Jauch-Sketch bzw. bei den drei Tenören, die weniger die Stimmbänder denn die Beinmuskeln strapazierten - und somit auch die Lachmuskeln.
Eine Premiere feierte Christin Lerche als Tanzmariechen, wobei ihr der Vater als Elferrat im Hintergrund den Rücken stärkte. Er ließ mit seinem (kritischen) Blick gar nicht mehr ab von der Tochter, um hinterher zu bekennen: "Ich hab' mich gefreut wie ein Schneekönig." Das war ihm nicht anzusehen. Ein Kunststück gelang der Showtanzgruppe: Schuhplatteln zu AC/DC,