Ebern
Behördenverlagerung

Ebern: 100 neue Arbeitsplätze durch die Baudirektion

Wie geht's mit der Behördenansiedlung in Ebern weiter? Am Dienstagabend erhielt unsere Redaktion aus dem zuständigen Innenministerium in München einen aktuellen Sachstandsbericht von Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU).
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Auch der Überblick gibt noch keine Aufschlüsse: Wo im Zentrum passt der Neubau der Landesbaudirektion nach ihrem Umzug von Nürnberg nach Ebern hin? Foto: Ronald Rinklef
Auch der Überblick gibt noch keine Aufschlüsse: Wo im Zentrum passt der Neubau der Landesbaudirektion nach ihrem Umzug von Nürnberg nach Ebern hin? Foto: Ronald Rinklef
Der Donnersdorfer legt sich dabei auf einige Eckpunkte fest: Die neue Behörde wird in einen Neubau im Zentrum von Ebern einziehen und größer werden als die bisher in Nürnberg angesiedelte Direktion, wobei bis zu 100 Arbeitsplätze komplett neu entstehen.

"Seit Bekanntgabe der Behördenverlagerung am 4. März 2015 hat sich viel getan. Wir haben intensiv an einem Konzept für die Verlagerung der Landesbaudirektion (LBD) gearbeitet. Mitte 2017 wollen wir mit einem "Brückenkopf" in Ebern starten", so Ecks Ministeriumssprecherin Kathrin Fändrich gegenüber unserem Portal.

Die ersten neuen Mitarbeiter sollen bereits vor 2017 in Nürnberg eingearbeitet werden. Die Verlagerung wird im Umfang der natürlichen Fluktuation bei der LBD erfolgen. Das bedeutet, in Nürnberg frei werdende Stellen werden für Ebern ausgeschrieben und überwiegend mit Arbeitnehmern aus der Region um Ebern besetzt.


Eigenständige Institution

"Durch dieses sukzessive Verfahren wollen wir erreichen, dass bis 2025 neue Arbeitsplätze in Ebern entstehen", so Kathrin Fändrich. Dahinter steht aber auch die Weigerung vieler Nürnberger, einen Wechsel nach Ebern anzutreten, wie Heimatminister Söder bereits vor einigen Wochen andeutete, als er sich im Kabinett die Schaffung neuer Stellen für die Behördenverlagerungen absegnen ließ.

Ebern profitiert somit von der Heimatstrategie und wird durch die Ansiedlung der Landesbaudirektion, einer Mittelbehörde der Bayerischen Bauverwaltung, ab 2017 sukzessive bis zu 100 neue Arbeitsplätze verzeichnen können. "Wir arbeiten stark daran, die Umsetzung zügig voranzutreiben", verspricht dazu Baustaatssekretär Eck.

Die derzeit noch an die Autobahndirektion Nordbayern angegliederte LBD soll im Zuge der Verlagerung eine selbstständige Behörde werden. Die Organisation bleibt jedoch im Wesentlichen erhalten: Am Standort Nürnberg sind im Moment 76 Mitarbeiter aus Verwaltung und technischen Berufen beschäftigt. "Wir wollen, dass im Endzustand 100 Mitarbeiter in Ebern arbeiten. Dies erreichen wir, indem wir zusätzliche Aufgaben an der LBD ansiedeln. So haben wir vor, die Abteilung "Städtischer Ingenieurbau" neu aufzubauen. Dadurch, dass die LBD dann nicht mehr an der Autobahndirektion angegliedert ist, sondern selbständig arbeitet, werden wir auch eine selbständig funktionierende Verwaltung aufbauen", schaut Eck voraus.

Die neue Behörde soll nach Willen von Baustaatssekretär Eck im Zentrum von Ebern angesiedelt werden. Dort gibt es derzeit kein Gebäude, in dem die komplette Landesbaudirektion mit allen 100 Mitarbeitern untergebracht werden könnte. Deshalb ist ein Neubau vorgesehen.


Pläne für die Vorhut

Gerhard Eck zur Standortsuche: "Ich werde mich in der Standortfrage Anfang des Jahres mit der Stadt Ebern abstimmen." Weiterhin werde gerade ein Konzept zur Unterbringung des "Brückenkopfs" erarbeitet. Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) weiß, dass "das alte Rathaus dabei auf der Wunschliste ganz oben steht".

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