Ebelsbach

Ebelsbach erhöht die Friedhofsgebühren

Am Jahresende hatte der Gemeinderat Ebelsbach einige Punkte zu beraten. Da bei ging es um das Jugendhaus in Steinbach und die Bestattungsgebühren.
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Die Sanierung des Friedhofes in Ebelsbach soll 2017 angegangen werden. Jetzt wurden die Bestattungsgebühren angehoben. Foto: Günther Geiling
Die Sanierung des Friedhofes in Ebelsbach soll 2017 angegangen werden. Jetzt wurden die Bestattungsgebühren angehoben. Foto: Günther Geiling
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Dem Gremium lag ein Zuschussantrag von Pfarrer Matthias Rusin (Kirchenverwaltung Steinbach) und Matthias Vetter (Regionalseelsorger für die kirchliche Jugendarbeit Regio Haßberge) vor, mit dem sie um den für Vereine und kirchliche Gruppen üblichen Zuschuss von zehn Prozent baten: Das Jugendhaus Steinbach, das 1918 als Pfarrhaus errichtet wurde und früher als Herberge für Kapläne und Pfarrer der Kuratie Steinbach diente, soll hergerichtet werden. 1984 wurde es umgebaut und zu Beginn 1985 als Jugendhaus eingeweiht.


Workshopteilnehmer sind Selbstversorger

Seitdem ist es ein Jugendübernachtungs- und Selbstversorgerhaus und bietet maximal 28 Personen Platz (Freizeit- und Bildungsmaßnahmen). 2015 kamen 703 Gäste nach Steinbach. Wie die Antragsteller ausführten, sei das Jugendhaus aus dem gesellschaftlichen Leben Steinbachs kaum wegzudenken. Der Seniorenkreis treffe sich hier regelmäßig, ebenso wie Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat oder andere Gruppen; dazu diene es Abstimmungsort bei Wahlen.

2015 und 2016 stand das Jugendhaus zudem als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Zehn Wochen war da der reguläre Betrieb eingestellt. Die Flüchtlinge hätten sich sehr wohlgefühlt, was nicht zuletzt engagierten Bürgern zu verdanken sei, die sich rührend um sie gekümmert hätten. Zwei Flüchtlingsfamilien hätten sogar eine so starke Bindung zu dem Ort aufgebaut, dass sie darum baten, dauerhaft hier untergebracht zu werden. Sie wohnen nun Steinbach.


Sanitäranlagen und Brandschutz

Um den Betrieb für die Zukunft sicher zu stellen, stünden nun dringende Maßnahmen beim Brandschutz sowie bei den Sanitäranlagen an, sonst kann das Jugendhaus nicht mehr weiter betrieben werden. Die Kosten seien mit 26 500 Euro veranschlagt. Der Gemeinderat gewährte einstimmig zehn Prozent Zuschuss.

Bürgermeister Walter Ziegler teilte mit, dass 2017 die Friedhofsgestaltung in Ebelsbach beginnen soll. Jetzt schon ist die Gemeinde zu einer Änderung der Friedhofs- und Bestattungsgebühren gezwungen. Angehoben werden müssen die Gebühren für die Grabherstellung (Aushebung, Schließung des Grabes und Beilegen der Kränze). Die Gebühr für ein Urnengrab beträgt nun 110 Euro (bisher 85 Euro), für ein Kindergrab 159 Euro (wie bisher), für eine Grabstelle einfach tief 400 Euro (bisher 287 Euro), für eine Grabstelle doppelt tief 500 Euro (bisher 353 Euro). Zuschläge bei Frost und Fels kommen dazu. Die Änderung tritt ab Januar in Kraft.

Bei den Bauanträgen ging es unter anderem um die Nutzungsänderung zu drei Ferienwohnungen in der Stettfelder Straße und einen Neubau eines Wohnhauses mit Ernährungsstudio in Gleisenau.


3817 Einwohner in Ebelsbach

Bürgermeister Walter Ziegler blickte dann zurück und dabei in die Einwohnerstatistik. In Ebelsbach leben 3817 Bürger (198 Nebenwohnungen). Geboren wurden 27 Babys; die Zahl ist gegenüber den Vorjahren mit 31 (2015) und 35 (2014) leicht rückgängig. Ähnlich ist es bei den Sterbefällen mit 30 gegenüber 32 (2015) und 40 (2014).
In Bildern zeigte Ziegler etliche Ereignisse: Jubiläen von Vereinen und Organisationen (250 Jahre Kirche Steinbach, 70 Jahre Kirchenchor Gleisenau).

Obgleich unter der Obhut des Staatlichen Bauamtes waren die beiden Straßenbaumaßnahmen im Lautertal und im Ebelsbachtal wichtig für Ebelsbach. Der Ausbau der Staatsstraße 2281 von der Landkreisgrenze bis nach Kirchlauter sei eine "ewig dauernde Forderung" gewesen. Die Verkehrsschau vor drei Jahren habe den Durchbruch gebracht. Ähnlich sei es bei der Straße Ebelsbach-Breitbrunn. "Aber das Warten hat sich gelohnt. Die Straßen wurden ausgebaut mit großen Sichtradien und breiten Fahrbahnen." Ziegler würdigte bei der Strecke Gleisenau bis Schönbrunner Einmündung als Ausbau in "Rekordtempo". So geht es auch weiter mit dem nächsten Bauabschnitt im März.

Schnelles Internet gibt es nach den Worten Zieglers im Dezember für Ebelsbach; in den Ortsteilen verzögere es sich bis Mitte Januar. Zum "täglichen Brot des Bauhofs" gehörten nach den Worten des Bürgermeisters Rohrbrüche oder Auswechslung von alten Hydranten. Er zeigte sich froh über den schlagkräftigen Bauhof. Mit Firmen könnte man nicht so schnell Probleme lösen. Die Bauhofmitarbeiter legten gerade in den letzten Wochen einen Gehweg entlang des "Steinbacher Weges" an, den die "Rummelsberger" sehr begrüßten. Ziegler dankte ferner den Feuerwehren.

Bei seinem Ausblick ging er auf die Siedlungsentwicklung ein. Er will die Planung "Oberer Schönberg" angehen und aus dem Flächennutzungsplan einen Bebauungsplan herauslösen. Der Planungsauftrag soll in der nächsten Sitzung vergeben werden. Die finanzielle Ausstattung der Gemeinde sei nicht schlecht. Einen Teil der Gelder müsse man über den Landkreis geben, der Probleme mit dem Defizit der Haßberg-Kliniken habe. Auf Dauer könne man diese Defizite nicht mitschleppen.

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