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Maroldsweisach
Schulverband

Die Umlage steigt und steigt in Maroldsweisach

 Pro Grundschüler Maroldsweisach, Pfarrweisach und Ermershausen immer tiefer in die Gemeindekasse greifen. Hintergrund sind über Jahre hinweg sinkende Schülerzahlen bei gleichzeitig steigenden Kosten.
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Symbolbild. Foto: dpa/Patrick Seeger
Symbolbild. Foto: dpa/Patrick Seeger
Die Umlage des Grundschulverbands steigt um mehr als 51 000 Euro auf 42 000 Euro an. Das gab Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein (SPD), zugleich Vorsitzender des Schulverbands, bei der Schulverbandsversammlung bekannt, in der es vornehmlich um den Haushalt für 2015 ging. Die Umlagen, welche die Mitgliedsgemeinden Maroldsweisach, Pfarrweisach und Ermershausen entsprechend ihren Schülerzahlen zu entrichten haben, sind die wesentlichen Einnahmen des Schulverbandes.

Die Anhebung bedeutet nun bei 277 Schülern eine Umlage von 1701 Euro pro Schüler (2013 betrug die Umlage 1613 Euro pro Schüler, 2014 noch 1556 Euro). Das heißt, dass die Umlage um 146 Euro pro Schüler angehoben werden muss.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Schülerzahlen in den letzten Jahren: 2006/2007 : 365 Schüler, 2007/2008 : 336 Schüler, 2008/2009 : 329 Schüler, 2009/2010 : 316 Schüler, 2010/2011: 288 Schüler, 2011/2012 : 283 Schüler, 2012/2013 : 270 Schüler und 2013/2014 : 270 Schüler. Laut Auskunft von Arno Welz von der Finanzverwaltung beim Markt Maroldsweisach zeichnet sich im aktuellen Schuljahr erstmals eine Trendwende ab, was die Schülerzahlen angelangt. "Heuer ist sie erstmals wieder leicht gestiegen."

Busse werden teurer

Die Schüler werden immer weniger, die Kosten bleiben aber unverändert hoch oder steigen sogar. Diese Steigerung resultiert vor allem aus den gestiegenen Schülerbeförderungskosten, den Ausgaben für die jährliche Überprüfung der elektrischen Geräte und Stromleitungen in den Schulhäusern sowie aus einer Erhöhung des Anteils bei der Finanzierung der Ganztagschule.

Die staatlichen Zuschüsse für das Haushaltsjahr 2013 betrugen 93.572 Euro, für 2014 waren es 94.785 Euro und für das Jahr 2015 werden 93.000 Euro erwartet. Die Rücklagen mussten um 10 000 Euro reduziert werden, nachdem die Verwaltungsgemeinschaft Ebern die Abrechnung der Schülerbeförderungskosten für die Jahre 2011 bis 2014 zugesandt hat. Somit seien derzeit rund 10.000 Euro auf dem Sparbuch vorhanden, rechnete der Vorsitzende der Verbandsversammlung vor. Der Stand des Girokontos dürfte sich zum Jahresende bei etwa 4000 Euro Guthaben einpendeln. Doch das Polster schwindet weiter, denn für 2015 ist eine Entnahme aus den Rücklagen in höhe von 4000 Euro geplant.

Im Vermögenshaushalt 2015 sind insgesamt 14.000 Euro an Ausgaben vorgesehen. Damit können Anschaffungen für Vorhänge, Sitzgarnitur, Möbel für Klassenzimmer und ähnliches vorgenommen werden. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt beläuft sich auf 12.000 Euro. Eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage ist mit 4 000 Euro eingeplant. Der Schulverband ist schuldenfrei und eine Darlehensaufnahme ist im Haushalt 2015 nicht vorgesehen.

Die Kassen- und Finanzlage des Schulverbandes wurde als zufriedenstellend bezeichnet. Zur Sicherstellung der notwendigen Zahlungsfähigkeit ist im Rechnungsjahr 2015 ein Kassenkredit von 80.000 Euro eingeplant.





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