Stettfeld
Festtage

Die Stettfelder feiern bärenstark

Einen bunten Festzug, geselliges Beisammensein und einen Bikergottesdienst erlebten die Stettfelder mit vielen Gästen im Zeichen des Wappentieres.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Bär in Lebensgröße. Keine Angst musste man vor dem Stettfelder Wappentier haben, im Gegenteil: Der in Fell gewandete Mann hatte auch Süßigkeiten für die Kinder dabei. Foto: Günther Geiling
Ein Bär in Lebensgröße. Keine Angst musste man vor dem Stettfelder Wappentier haben, im Gegenteil: Der in Fell gewandete Mann hatte auch Süßigkeiten für die Kinder dabei. Foto: Günther Geiling
+9 Bilder
Sobald in Stettfeld der Bär los ist, sind Bärentage. Diese fanden am Wochenende zum 21. Mal als gemeinsames Fest der Ortsvereine statt und waren trotz des gemischten Wetters wieder ein großer Erfolg. Die östlichste Gemeinde des Landkreises Haßberge zog viele Gäste an, die mit den Stettfeldern in ihrer "guten Stube" vor dem alten Rathaus und auf dem Dorfplatz feierten.

Ein Festzug schlängelte sich zum Auftakt vom Dorfsee durch die Hauptstraße zum Festplatz. Angeführt wurde er vom "Stettfelder Bären" (Holger Zehner), den Buben und Mädchen des Kindergartens, die eine Bärenmaske trugen, und von der "Stettfelder Blasmusik".


Helle Alternative

Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) und die Vorsitzende der Fördergemeinschaft Doris Simon zapften das erste Fass an, sonst normalerweise der dunkle "Bärentrunk" aus der heimischen "Adler-Bräu", die schon auf das Jahr 1730 zurückgeht. Beim zweiten Schlag schäumte dann aber helles Festbier heraus, das den Gästen aber genauso mundete, zumal es "Freibier" war und der majestätische Adler wie gewohnt vom Glas oder Krug grüßte.
Der Bürgermeister lobte die Helfer, die den Dorfplatz schön hergerichtet hatten. Dies sei wegen der aktuell laufenden Kanal- und Straßenbaustellen nicht leicht gewesen und man habe schon mit dem Gedanken gespielt, das Fest zum Sportplatz zu verlegen. Zum Glück sei man aber um diesen Schritt herumgekommen, denn die Bärentage seien mit dem Dorfplatz und dem Bären auf dem Dorfbrunnen verknüpft.


Alle Vereine beteiligt

Die Vorsitzende des Fördervereins Doris Simon erwähnte erfreut, dass sich auch wieder alle Vereine wie die Feuerwehr, der Gesangverein, der SC Stettfeld, der Musik- und Kindergartenverein sowie der Pfarrgemeinderat beteiligt hätten. Sie gab das Startzeichen für die Kinder, ihre Luftballons in die Luft steigen zu lassen und Grüße von Stettfeld hinauszutragen. Die Kinder, deren Ballon am weitesten fliegen, dürfen sich auf einen schönen Sachpreis freuen.

Mit dem "Kopernikus-Marsch", den der Stettfelder Stefan Frank komponiert hatte, eröffnete die "Stettfelder Blasmusik" unter Leitung von Christian Frank ihr Programm und sorgte dann für die musikalische Untermalung mit böhmischer Blasmusik.

Für die Unterhaltung war viel geboten. Die Kinder hatten ihren Spaß in der Spielstraße, für die Erwachsenen stand das Heimatmuseum offen, das wieder reizvolle Dinge aus der Vergangenheit präsentierte. Diesmal gab es viele Bilder und Ausstellungsstücke, die zeigten, wie sich Stettfeld im Laufe der Jahre verändert hat. Der "Ratskeller" war für die Weinliebhaber eingerichtet und im Pfarrhaus lockte ein Café.


"Horizonte erFahren"

Ganz im Zeichen der Motorradfahrer und unter dem Motto "neue Horizonte erFahren" stand der Gottesdienst am Sonntagmorgen. Dazu hatten die Biker vor dem Altar mit ihren Helmen ein Kreuz gebildet und einer von ihnen trug das Gebet eines Motorradfahrers vor.

Pater Ludwig Schuhmann und Diakon Joachim Stapf spendeten den Bikern den Segen und die "Cyriakus-Band" aus Staffelbach begleitete die Feier mit passenden Liedern. Die meisten Küchen in den Stettfelder Häusern blieben an diesem Tag kalt, denn auf dem Dorfplatz lockten Leckereien. Nachmittags ging es mit der Band "Old Fashioneds" weiter und bis in die Abendstunden wurde zünftig gefeiert.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren