53 Buben und Mädchen aus den Kindergärten Limbach, Weisbrunn, der Jugendhilfe St. Josef und des Städtischen Kindergartens machten sich mit ihren Erzieherinnen auf den Weg in die große Georg-Schäfer-Sporthalle. Dazu kamen die 42 Erstklässler der Johann-Baptist-Graser-Grundschule mit Helfern aus den vierten Klassen. Sportbeauftragte Lehrerin Kristina Lang begrüßte die fast 100 Schüler und stellte ihnen den Parcours und das Bewegungsprogramm für den Vormittag vor.

Begeisterte Kinder


Man merkte es ihnen an, dass sie den Start gar nicht mehr erwarten konnten.
In ihrem teilweise beengten Lebensraum und gerade jetzt in den Wintermonaten haben Kinder in erwiesener Weise immer seltener die Gelegenheiten, ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen und ihre Möglichkeiten zu entwickeln. Konzepte wie die "bewegte Grundschule" oder "Bewegung macht stark für die Schule" werden deswegen immer mehr in den Schul- und Kindergartenalltag aufgenommen und auch immer wieder während des Tages Bewegungsanreize angeboten.

Solche Bewegungsanreize fanden nun die Schüler in neun Einzelstationen in der Sporthalle vor, an denen sie balancieren, klettern, kriechen, Bälle fangen und werfen durften. Das gemeinsame Turnen mit Schülern der Grundschule bringt für die Vorschulkinder den äußerst positiven Effekt "abzugucken und nachzumachen". Außerdem war die Freude seitens der Kleinsten riesig, sich auch mit bekannten Kindern zu treffen und dazu noch mit ihnen spielen zu können.

Krabbeltunnel und Spossenwand


So gab es einen Krabbeltunnel durch Kastenteile. An der ausgeklappten Sprossenwand kletterten die Kinder von einer zu anderen Seite, und auf einer umgedrehten Langbank musste man geschickt balancieren. Diese Fähigkeit wurde noch verstärkt auf Medizinbällen, wo die Kleinsten auf dem Ball stehen sollten oder dem Eierlaufen. Eine Rolle auf der schiefen Ebene, einen Ball durch einen Slalom zu steuern und viele andere Dinge gehörten zu den Aufgaben. Natürlich war hierzu auch Partnerarbeit der Schüler notwendig.
Die Erzieherinnen und Lehrer erhielten einen guten Überblick über die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten der Kinder und die Erstklässer wollten natürlich ihren ehemaligen Erzieherinnen beweisen, dass sie in der Schule schon viel dazu gelernt hatten.

Weicher Schulübergang


Seit vielen Jahren werden die Vorschulkinder in Eltmann damit auf ihren Eintritt in die Schule mit gemeinsamen monatlichen Veranstaltungen vorbereitet. Der Übergang zur Grundschule erfolgt deswegen wirklich "soft-weich" und stellt die Buben und Mädchen damit vor keine gravierenden Probleme.
Zum Abschluss jeder Aktion gibt es jedes Mal eine Perle, die so genannte "Benno-Perle". Alle Perlen aufgefädelt, ergibt eine Leseraupe, den "Benno", mit dem man dann zu Schulbeginn im Deutschunterricht die Laute von Wörtern übt.

Aber auch schon dieser gemeinsame Sporttag bot einen Vorgeschmack auf die Schulzeit, die für die Mädchen und Buben in den nächsten Monaten immer näher rückt. Die regelmäßigen monatlichen Treffen im Rahmen des "Soft-Steps" lassen "Schulangst" als ein Fremdwort erscheinen, fördern die Lust auf die Schule und machen den Übergang auf die Grundschule wirklich "soft".