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Mobilität

Eine Park-Bank als Mitfahrzentrale

Die Baunach-Allianz hält eine Idee aus dem Hunsrück für vernünftig und übertragbar : eine Wartebank mit Tafeln von Wunschzielen.
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Die Farbgebung fällt auf jeden Fall auf: die erste Allianz-Bank steht am Eberner Marktplatz. Foto: Ralf Kestel
Die Farbgebung fällt auf jeden Fall auf: die erste Allianz-Bank steht am Eberner Marktplatz. Foto: Ralf Kestel
Sie setzen zwar nicht alles, aber viel auf eine Bank. Kein Geldinstitut, eine Sitzbank steht im Mittelpunkt der Beratungen im ILEK-Lenkungsgruppe der Baunach-Allianz. Wie aus der Bürgermeister-Runde bekannt wurde, fand eine Allianz-Sitzbank, die im Eberner Bauhof gefertigt und in den Farben des Allianz-Logos angemalt wurde, allgemeine Zustimmung für ein ganz besonderes Projekt: eine Mitfahrerbörse.

Die Umsetzung dieser seiner Idee findet Allianz-Sprecher Jürgen Hennemann (SPD) "sehr gelungen". Solche Bänke sollen fürderhin an ausgewählten Standorte aufgestellt werden, die als zentrale Mitfahrerbörse dienen. Denn: Neben die Bank kommen auswechselbare Schilder mit bestimmten Zielen, wie Supermärkte, Bahnhof, Krankenhaus, Arztpraxen etc.

Damit können die Bankdrücker signalisieren, wohin sie mitgenommen werden möchten. Für Senioren, Gehbehinderte, Menschen ohne Auto eine Einstiegs-Chance. So ein Modell funktioniert in St. Wendel im Hunsrück, hat Hennemann im Internet herausgefunden und will das Modell in die Baunach-Allianz übertragen.

Laut Zweitem Bürgermeister Hans-Jürgen Zitzelsberger (CSU) aus Lauter sollen die bunten Mitfahrerbänke an geeigneten Plätzen aufgestellt werden und daneben eine Art Halteschild, das verschiedene Richtungen aufzeigt, die dem vorbeifahrenden Autofahrer signalisiert, wohin der Wartende möchte.

Somit solle besonders älteren Menschen und Personen ohne Auto, aber auch anderen ermöglicht werden, von A nach B zu kommen. Jetzt sollen nur noch günstige Standorte und Ziele gefunden werden.

Unklar ist, wer die Kosten übernimmt, denn wie im Gemeinderat Kirchlauter jüngst erörtert wurde, verteilt die Baunach-Allianz selbst keine Geldmittel, wie es beispielsweise Horst Gehring (CSU) für einen Aussichtsturm vorschwebt. Dazu wusste Helmut Sieghörtner, dass es für solche Projekte keine direkten Zuschüsse gebe, höchstens höhere Förderquoten aufgrund der Mitgliedschaft in der ILEK-Allianz aus anderen Zuschusstöpfen.

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