Eichelberg
Diamantene Hochzeit

"Die 60 Jahre sind schnell vergangen"

Diamantene Hochzeit  Lydia und Alfred Streng aus Eichelberg kennen sich schon seit Kindertagen. Jetzt hoffen sie auf noch einige gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf ihrer Bank vor dem Haus sitzen Lydia und Alfred Streng gerne. So auch an ihrem Jubeltag der diamantenen Hochzeit.  Foto: Helmut Will
Auf ihrer Bank vor dem Haus sitzen Lydia und Alfred Streng gerne. So auch an ihrem Jubeltag der diamantenen Hochzeit. Foto: Helmut Will
Seit 60 Jahren gehen Lydia und Alfred Streng aus Eichelberg ihren Lebensweg gemeinsam. Am 7. Mai 1955 waren sie in der Kirche in Rentweinsdorf getraut worden, am Donnerstag feierten sie jetzt diamantene Hochzeit. "Das Leben und die Ehe ist wie ein Meer, es hat ruhige, etwas stärkere Wellen und manchmal geht es sehr stürmisch zu", sagt der 84-jährige Jubilar und seine Frau Lydia ergänzt: "Man muss es nehmen wie es kommt."

Das Jubelpaar ist noch recht rüstig und immer "zu Späßchen" aufgelegt. Beide stammen aus Eichelberg. "Er", sagt die Jubilarin mit Blick auf ihren Mann, "er wohnte nur ein paar Häuser weiter in Eichelberg." Beide sind acht Jahre nach Heubach in die Volksschule gegangen. Da lief man sich öfters über den Weg und gefunkt hat es so richtig bei einem Tanz in Rentweinsdorf.
"Als wir geheiratet haben, war ich noch recht jung, erst 18 Jahre, und da musste ich schon den Hof meiner Eltern übernehmen", erzählt die 78-jährige Lydia. Alfred war fünf Jahre älter, als sie sich das "Ja-Wort" gaben. Aus ihrer Ehe gingen fünf Kinder hervor. Als Lydia das sagt, senkt sich ihr Blick. "Unseren Sohn Hans-Ulrich haben wir durch einen Verkehrsunfall verloren, der war erst 48 Jahre", sagt sie leise. Das sei auch, so bekräftigt das Jubelpaar, die "düstere Zeit" in ihrem Leben gewesen. Alfred und Lydia Streng freuen sich über vier Enkelkinder.

Die Jubilarin war zeitlebens in der Landwirtschaft tätig, der Jubilar war einige Jahre Maurer und hat später über zwanzig Jahre in der Fabrik gearbeitet. Beide reisen gerne. "Wir waren in Ungarn, der Schweiz und auch an vielen anderen Orten", erläutert Lydia. "Halt immer so drei bis fünf Tage", sagt der Jubilar, der 45 Jahre Märker, davon einige Jahre Obmann war. Im Gegensatz zu seiner Frau Lydia, sie ist seit 55 Jahren Ortsbäuerin, ist Mitglied im Feuerwehrverein, im Gartenbauverein, bei den Schnupfern und im Seniorenkreis, ist ihr Mann "vereinslos." Beide sind insgesamt mit ihren Leben, welches in geregelten Bahnen verlief, recht zufrieden. "Wenn ich zurückblicke kann ich sagen, diese 60 Jahre sind schnell vergangen", so die Jubilarin.

An ihrem Jubeltag erschien stellvertretender Landrat Oskar Ebert. Diesen "Steigerwäldler" löcherte der Jubilar mit Fragen zum Naturpark Steigerwald. Wie sich herausstellte, haben beide hierzu die gleiche Meinung. Gratuliert haben neben Angehörigen, Verwandten und Bekannten auch Bürgermeister Jürgen Hennemann und Ortsprecher Bernd Ebert, sowie Pfarrer Hans Körner für die Kirchengemeinde und Bruno Deublein für den Seniorenkreis. "Wenn es uns noch einige Jahre gesundheitlich einigermaßen gut geht, sind wir zufrieden", sagt das diamantene Paar unisono.





Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren