Haßfurt
Freisprechung

Der beste Azubi kommt aus Rügheim

Acht Azubis im Handwerk Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik aus dem Landkreis Haßberge wurden in den Stand von Gesellen erhoben.
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Als Prüfungsbester unter den acht freigesprochenen Auszubildenden wurde Thorsten Eller aus Rügheim besonders geehrt. Mit im Bild Peter Keil, Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Haßberge (links), und Prüfungsvorsitzender Ralf Jooß. Fotos: Ulrike Langer
Als Prüfungsbester unter den acht freigesprochenen Auszubildenden wurde Thorsten Eller aus Rügheim besonders geehrt. Mit im Bild Peter Keil, Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Haßberge (links), und Prüfungsvorsitzender Ralf Jooß. Fotos: Ulrike Langer
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Im Rahmen einer Feierstunde im Altstadthotel "Meister Bär" in Haßfurt wurden acht Auszubildende im Handwerk Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik aus dem Landkreis Haßberge von Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Haßberge, Peter Keil, freigesprochen und in den Stand von Gesellen erhoben. Als Prüfungsbester wurde Thorsten Eller aus Rügheim besonders geehrt.

"Handwerk ist Wirtschaft, Wissen, Können, Gesellschaft und Zukunft. Es ist leistungsstark, innovativ und immer auf Nachhaltigkeit bedacht", betonte der Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Alfred Veeth. "Das Elek trohandwerk wiederum ist ein Paradebeispiel für die Weiterentwicklung, da sich Elektroniker stets fort- und weiterbilden müssen, um mit der schnellen Entwicklung mitgehen zu können." Die acht jungen Männer hätten durch ihre berufliche Ausbildung im dualen System das Fundament für einen Erfolg versprechenden Berufsweg gelegt und könnten darauf aufbauen. Sie seien jetzt Experten ihres Gewerks und Teil derer, die die Energiewende in Deutschland umsetzen. "Nutzen Sie sie berufsspezifischen oder fachübergreifenden Qualifizierungsangebote Ihres Fachverbandes oder Ihrer Handwerkskammer", gab Alfred Veeth den jungen Männern zusammen mit den besten Wünschen für die Zukunft mit auf den Weg.

"Als Bürgermeister weiß ich, wie wichtig es für uns alle ist, junge Fachkräfte zu haben", sagte Bürgermeister Rudi Eck in seiner Festrede. "Das Handwerk ist und bleibt in unserer sozialen Marktwirtschaft ein starker und insbesondere leistungsfähiger Faktor und bildet mit rund einer Million Betrieben, über 5,34 Millionen Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 508 Milliarden Euro im Jahr 2012 das Herzstück des Deutschen Mittelstandes." Daneben überzeuge es auch bei seiner wichtigsten gesellschaftlichen Aufgabe, der Berufsqualifizierung. "In über 130 Gewerken bieten Handwerksbetriebe über 400 000 jungen Menschen vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten und erweisen sich als Garant gegen Jugendarbeitslosigkeit", so Eck. "Wer die staatlich anerkannte duale Berufsausbildung im Handwerk absolviert hat, hat sehr gute Beschäftigungs- und Entwicklungschancen."
"Heute erhaltet Ihr den Lohn Eurer dreieinhalbjährigen Ausbildung", sagte Oberstudienrat Manfred Klüpfel von der Staatlichen Berufsschule Schweinfurt. Er berichtete, dass die komplexe Prüfung immerhin zehn Stunden Theorie in fünf Fächern, sechs Stunden praktische Arbeit, sechs Arbeitsproben von jeweils 45 Minuten und ein 20-minütiges Fachgespräch umfasste. "Die Wirtschaft braucht Menschen wie Euch und es wäre schön, wenn Ihr Euch auch außerhalb des Berufes für die Gemeinschaft einsetzt", wandte er sich an die Auszubildenden.
Diese sollten am besten im Landkreis Haßberge bleiben, wünschte sich Kreishandwerksmeister Hans-Georg Häfner. "Wir hoffen, dass Ihr hierbleibt und Euch in einem Betrieb im Landkreis Haßberge weiterbildet. Denn dafür bilden wir aus und nur dann können unsere Betriebe hier weiter existieren", erklärte er.

Obermeister Peter Keil beglückwünschte wie seine Vorredner die acht jungen Männer und freute sich, dass alle Prüflinge erfolgreich waren. Kraft seines Amtes entband er Kai Hirschlein aus Rügheim (Ausbildungsbetrieb Elektro Engelbrecht Haßfurt), Patrick Graser aus Eltmann (Elektro Häfner Eltmann), Thorsten Eller aus Rügheim (Elektro Hümmer Hofheim), Ralf Reitz aus Rudendorf (Elektrotechnik Zapf Königsberg), Bastian Einbecker aus Sand (Elektro Kestler Haßfurt), Oliver Weigand aus Aidhausen (Elektro Hümmer Hofheim), Kevin Bayer aus Buch (W&M Schenk Haßfurt) und Sebastian Spall aus Knetzgau (Fleischmann Elektrosysteme Wonfurt) von ihren Ausbildungsverhältnissen und überreichte ihnen die Urkunden. Als Prüfungsbester erhielt Thorsten Eller ein Präsent.

Praktikum absolviert

Thorsten Eller aus Rügheim hat innerhalb der der Innung für Elektro- und Informationstechnik Haßberge die Prüfung zum Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik als Bester absolviert. Der 21-Jährige hatte die Mittlere Reife in der M-Klasse an der Hauptschule in Hofheim erworben und sich dann für den Beruf des Elektronikers entschieden. "Ich habe aus Interesse bei der Firma Elektro Hümmer in Hofheim ein Praktikum absolviert und später sofort einen Ausbildungsplatz erhalten", teilte er im Rahmen der Feier zur Freisprechung von insgesamt acht Auszubildenden aus dem Landkreis Haßberge mit. "Die Ausbildung war super, die Arbeitskollegen waren sehr gut, der Chef ist klasse und die Arbeit hat mir gefallen. Denn sie war sehr interessant." Der Geselle wird in seinem Ausbildungsbetrieb bleiben, in dem er einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten hat.
"Die Ausbildung zum hat mir Spaß gemacht", berichtete auch Ralf Reitz aus Rudendorf. "Ich habe diesen Beruf gewählt, weil er zukunftssicher ist. Eine solche Ausbildung kann ich nur jedem empfehlen, da man hier sehr viel lernen kann." Doch der 18-jährige Geselle hat noch nicht genug vom Lernen. "Ich beginne jetzt eine weitere Ausbildung zum Heizungsbauer in Bamberg, weil ich mich weiterbilden möchte", berichtete er.

Patrick Graser aus Eltmann ist im Prinzip in die Fußstapfen seines Vaters getreten, der gelernter Elektriker ist und seinem Sohn schon in jungen Jahren Einblicke in seine Tätigkeit gegeben hat. "Das hat mir gefallen, deshalb habe ich mich für eine Ausbildung zum Elektroniker entschieden", berichtete der 19-Jährige. "Die Ausbildung bei Elektro Häfner in Eltmann war super und weil ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten habe, werde ich dort auch bleiben und mich wahrscheinlich auch später einmal weiterbilden."


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