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Kottenbrunn
Bürgerversammlung

Der Rotstift ist gefragt

In Kottenbrunn bedeuten die Dorferneuerung und Kanalschäden erhebliche Kosten. Manche Maßnahme wird auf Bürgerwunsch gestrichen.
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Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Kottenbrunn stand die Finanzierung der Baumaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung. Foto: Gerold Snater
Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Kottenbrunn stand die Finanzierung der Baumaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung. Foto: Gerold Snater
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Ein kleines Dorf hat es immer schwerer als ein größeres, vor allem, wenn in diesem etwas erneuert werden muss oder soll. Dann müssen die Kosten immer auf wenige Schultern umgelegt werden. Wohl deshalb waren die Besucher der Bürgerversammlung am Mittwoch in Kottenbrunn, dem (nach Bühl) zweitkleinsten Stadtteil von Königsberg, etwas skeptisch.

Noch dazu, weil, neben Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FWG) und Geschäftsleiter Johannes Mücke auch Stadtkämmerin Gabriele Blank-Henk an der Versammlung teilnahm. Und die Vermutungen bewahrheiteten sich. Denn in der Versammlung ging es in erster Linie um finanzielle Belange.


Schäden am Kanal

So teilte Bürgermeister Bittenbrünn mit, dass bei einer Kamerabefahrung des Abwasserkanals in Kottenbrunn Schäden festgestellt wurden, die einer Erneuerung bedürfen, bevor die Straße im Zuge der Dorferneuerung fertiggestellt wird. Die Kosten dafür werden auf das Nötigste reduziert, hieß es. In diesem Zusammenhang müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die 40 Jahre alten Wasserleitungsrohre ausgetauscht werden sollten. Da es sich bei den Wasserleitungsrohren aber bereits um PE-Rohre handelt, war man der Meinung, diese zunächst zu belassen.

In welcher Höhe die Anlieger an den Kosten der Kanalsanierung beteiligt werden, hänge vom Umfang der Baumaßnahmen und von der Entscheidung des Stadtrates ab, erfuhren die Bürger. Eine Finanzierung sei durch Beiträge, eine Gebühr oder eine Mischung aus beidem möglich. Dazu müsse eine Satzung aufgestellt werden. Grundsätzlich sollten die Bürger aber nicht überstrapaziert werden.


Lampenzahl reduziert

Zu 80 Prozent auf die Straßenanlieger umgelegt werden müssen die Kosten für eine neue Ortsbeleuchtung. Hierfür wurden in einer ersten Planung des Bayernwerkes circa 25 000 Euro veranschlagt. Dazu kommen noch die Kosten für die Erdarbeiten. Nach langer Diskussion war man sich einig, die Anzahl der vorgeschlagenen Leuchten deutlich zu reduzieren.

Positiver sieht es beim Breitbandausbau aus, der demnächst abgeschlossen wird. In einem zu 100 Prozent geförderten Masterplan wurde die Versorgung aller Anwesen mit zukunftssicheren Direktleitungen geplant.
Weitere Punkte, die in der Versammlung angesprochen wurden, waren Umbauarbeiten am Friedhof in Dörflis, auf dem auch Kottenbrunner Einwohner ihre letzte Ruhe finden, Schäden an einem ein Feldweg im Hasengrund und ein steinernes Kreuz aus dem Dreißigjährigen Krieg, das renoviert werden müsste.

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