LKR Haßberge
Personalien

Der Neue bei der VHS

Holger Baunacher führt künftig die Volkshochschule im Landkreis Haßberger. Er folgt auf Wilhelm Schneider, der das Amt zur Verfügung stellte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Wonfurts Bürgermeister Holger Baunacher ist neuer Vorsitzender der VHS im Landkreis. Fotos: Ulrike Langer
Wonfurts Bürgermeister Holger Baunacher ist neuer Vorsitzender der VHS im Landkreis. Fotos: Ulrike Langer
+4 Bilder
Holger Baunacher, Bürgermeister der Gemeinde Wonfurt, ist der Neue an der Spitze der VHS Landkreis Haßberge. In der Mitgliederversammlung im Landratsamt wählten ihn die Mitglieder einstimmig zum Nachfolger von Wilhelm Schneider, der als frisch gewählter Landrat sein Amt als Vorsitzender der VHS nach acht Jahren abgab.

"Wir verabschieden Sie mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge. Denn wir wissen, dass die Zusammenarbeit mit Ihnen als Landrat weitergehen wird", wandte sich der Geschäftsführer Holger Weininger an Wilhelm Schneider. Dessen Wahl 2005 sei in eine Zeit des Umbruchs und des Wandels gefallen, die bis heute nicht abgeschlossen sei.
"Dieser Wandel dreht sich um die großen Themen Arbeitsmarkt, Demografie und Bildung, von denen auch unser Landkreis direkt betroffen ist und der auch die Volkshochschule in ihrem Selbstverständnis, ihren Aktivitäten und ihrem Dienstleistungsangebot herausfordert", so Weininger. "Doch Sie haben dafür gesorgt, dass sich die VHS in diesen Zeiten gut positioniert, indem sie ihr Dienstleistungsspektrum und ihre Struktur an den neuen Anforderungen zum Wohle und im Interesse vieler Bürger, Gemeinden, Institutionen und Betriebe im Landkreis ausrichtet."

Auch bei den neuen Themen wie dem Bevölkerungsrückgang und dem damit verbundenen Fachkräftemangel, der Nachhaltigkeit und der Energiewende habe Schneider die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und gehandelt. "Wir verlieren heute zwar einen bewährten Vorsitzenden, gewinnen aber einen neuen Landrat, dem die Belange, die Qualitäten und die Potenziale der Volkshochschule aus seiner direkten Arbeit vertraut und bewusst sind", erklärte Holger Weininger und überreichte dem scheidenden Vorsitzenden ein Laufshirt. "Es soll Sie stets daran erinnern, dass die VHS auch in Zukunft auf Schritt und Tritt Ihr treuer Begleiter sein wird", sagte er.

Weiterhin verabschiedete Schneider die Vertreterin der Außenstellenleiterinnen, Petra Hohenberger, die seit 2002 im VHS-Vorstand tätig war. "Sie haben Ihre vielfältigen Erfahrungen als Außenstellenleiterin von Zeil und mit vielen Kooperationspartnern sowie die Sichtweisen und Belange der Außenstellenleiterinnen in Ihre Vorstandstätigkeit eingebracht", so Schneider. Zur Nachfolgerin wählte die Versammlung Dorothea Krieger, Leiterin der Außenstelle Knetzgau, bevor Holger Baunacher zum neuen Vorsitzenden gekürt wurde.

"Alle Themen, mit denen sich die VHS befasst, sind auch Themen, die eine Herausforderung für die Kommunen darstellen", sagte Baunacher nach der einstimmigen Wahl. "Als Bürgermeister einer Gemeinde fühle ich mich daher verantwortlich, in diesem Bereich mitzuarbeiten. Zumal ich Bildung und ein breites Angebot an Bildungsmöglichkeiten generell für sehr wichtig erachte."

Umfrage geplant

Seine Erfahrungen mit der Bürgerarbeit oder der Energiewende, seine Ideen und Vorschläge wolle er gerne in den Vorstand der VHS einbringen. "Besonders liegt mir am Herzen, jungen Menschen aus unserem Landkreis den Übergang von der Schule zum Beruf zu erleichtern und ihnen deutlich zu machen, dass sie nach einer Ausbildung oder einem Studium auch bei uns einen qualifizierten Arbeitsplatz erhalten können", betonte er. Den Bürgermeistern kündigte er an, eine Umfrage an sie zu verschicken, um zu erfahren, wo es in den Gemeinden "hapert".



Mehr Kursteilnehmer als im Vorjahr

Die Gesamtzahl der Veranstaltungen mit 1217 liegt leicht unter der des Vorjahres (1276), dafür lag die für den Staatszuschuss relevante Zahl der Teilnehmer mit 27 285 (26 355) höher. Auf Kreisebene legte die VHS mit 140 Veranstaltungen (132) ebenfalls zu.

In den VHS-Außenstellen in den Städten und Gemeinden des Landkreises konnte die Zahl der Veranstaltungen mit 901 (838) und die der Teilnehmer mit 20 515 (17 150) gesteigert werden.

Über die im Ubiz, in Ebern, Haßfurt, Hofheim und Zeil angebotenen persönlichen Beratungstermine wurden 103 Personen erreicht und über die telefonische Hotline 138 Personen beraten.

Im Zak-Projekt wurden im Monatsdurchschnitt 45 Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs) betreut. Für 1 Euro pro Stunde wurden in 39 Einsatzstellen vorwiegend in den Bereichen zum Erhalt und zur Verbesserung der Umwelt und in sozialen Diensten insgesamt 31 406 gemeinnützige Arbeitsstunden geleistet. In Kooperation mit dem Jobcenter waren Ende 2013 48 Arbeitslose im Rahmen der "Bürgerarbeit" sozialversicherungspflichtig beschäftigt. ul

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren