Eltmann
Porträt

Der Neue am Altar

Bernhard Öchsner ist der Pfarrer in Eltmann. Im Einführungsgottesdienst am Sonntag wird er sich der Gemeinde vorstellen. Wir haben ihn schon vorab besucht.
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Bernhard Öchsner feiert am Sonntag seinen Einführungsgottesdienst in Eltmann. Foto: Sabine Weinbeer
Bernhard Öchsner feiert am Sonntag seinen Einführungsgottesdienst in Eltmann. Foto: Sabine Weinbeer
"Ich will jetzt erst einmal ein Jahr lang die Leute kennenlernen und die Traditionen in den einzelnen Gemeinden - und die Leute sollen wissen, dass das Pfarrhaus immer offen ist", das erklärt Pfarrer Bernhard Öchsner, der am Sonntag offiziell neuer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Maintal-Steigerwald eingeführt wird.

Das Umzugschaos herrscht noch im Eltmanner Pfarrhaus, denn auch der neue Pfarrvikar Dieter Weck packt gerade seine Kisten aus "und das Internet geht mal und mal nicht", aber für ein kurzes Gespräch mit der Zeitung nahm sich der Pfarrer dennoch Zeit.


Früher Jugendseelsorger im Dekanat Haßfurt

Im Landkreis ist Pfarrer Öchsner kein Unbekannter. Er war Pfarrer in Hofheim und ab 1992 auch Jugendseelsorger im Dekanat Haßfurt. "Ich habe Pfarrer Funck sehr geschätzt und ein Kurskollege stammt aus Eltmann", erzählt Öchsner, der unter anderem die Ministranten-Fußballturniere mit begründet hat. Aus dieser Zeit kennt er auch noch viele Aktive aus den Kirchengemeinden seiner jetzigen Pfarreiengemeinschaft. Bürgermeister Michael Ziegler war damals ebenso Ministrant wie der OGV-Vorsitzende Manfred Krönert.

1956 in Schweinfurt geboren, wurde Bernhard Öchsner 1984 in Würzburg zum Priester geweiht. Über mehrere Stationen kam er schließlich 1991 nach Hofheim, von wo er in seine bisherige Pfarreiengemeinschaft "Schweinfurt-West Christkönig St. Josef" wechselte. "Damals wollte ich in die Stadt", erklärt er im Gespräch. Sehr spannende Aufgaben habe es dort gegeben mit dem Bergl, mit vielen Alleinerziehenden, vielen Menschen mit Migrationshintergrund. Er habe sich dort auch intensiv mit den Muslimen und dem Islam auseinandergesetzt, erzählt er, viel über die Geschichte der Rußlanddeutschen erfahren.

Doch in Erinnerung seiner Ferienaufenthalte bei den Großeltern in Goßmannsdorf zog es ihn jetzt doch wieder eher aufs Land. Engere Beziehungen gebe es da "man hat da mehr Kontakt", weiß er aus seiner Zeit in Hofheim.
Kontaktschwierigkeiten hat Bernhard Öchsner sicher nicht. Er pflegt auch einige Hobbys. Um sich fit zu halten, ist er früher gejoggt, nach einigen Bänderverletzungen hat er sich jetzt aufs Walking verlegt. Passionierter Pilger ist er, den Jakobsweg hat er schon hinter sich, der Franziskusweg wäre ein nächstes Ziel. 350 Kilometer sind das bei Assisi "drei Wochen wären das", erklärt er.


Kinofan und Musikfreund

Er liest auch gern aktuelle Romane und ist begeisterter Kinogänger, "aber eher Programmkino", schränkt er ein. In Schweinfurt gehörte er zu einer Kinogruppe vor allem mit Frauen, die nicht so gern alleine ins Kino gehen wollten. Man habe sich dann auch angeregt über die Filme unterhalten. "Das kann ich mir hier auch vorstellen" und den Bamberger Symphonikern und ihren Konzerten ist er mit dem Umzug nach Eltmann auch nähergerückt. "Aber nicht, dass die Leute denken, der Pfarrer hat so viele Hobbys, wann schafft er denn?"

Auf den Einführungsgottesdienst am Sonntag freut er sich, einige befreundete Pfarrer haben ihr Kommen angekündigt. Um 14.30 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, anschließend wird es in der Stadthalle für die Gemeindemitglieder eine erste Möglichkeit der Begegnung geben. "Dann werde ich Antrittsbesuche in den Schulen, Kindergärten und in den Gremien machen", verrät er seine nächsten Planungen.

Viele Menschen wird er kennenlernen, denn die Pfarreiengemeinschaft ist groß und umfasst sieben Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen, viele aktive Gruppen, Seniorenkreise, Kolping, Jugend- und Familiengottesdienst-Teams und Ministrantengruppen.


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