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Mürsbach
Sommerreise

Der Historische Verein besuchte Mürsbach

Die Sommerreise des Historischen Vereins Landkreis Haßberge führte zahlreiche Teilnehmer über die Kreis- und Bezirksgrenze hinaus in einen Teil des ehemaligen Landkreises Ebern. Die Gruppe besuchte Mürsbach.
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Der Historische Verein mitten in Mürsbach: Der Brunnen, betätigt von Sabina Sitzmann-Simon, spendet Wasser.  Fotos: Historischer Verein
Der Historische Verein mitten in Mürsbach: Der Brunnen, betätigt von Sabina Sitzmann-Simon, spendet Wasser. Fotos: Historischer Verein
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Der Ort im idyllischen Itzgrund hat Gold in dem Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" errungen. Mürsbach gilt als eine Perle fränkischer Fachwerk-Architektur, wie der Verein mitteilte. Unter der Führung von Sabina Sitzmann-Simon lernte der Verein das Dorf näher kennen.

Der interessante Ortsrundgang führte zur Pfarrkirche St. Sebastian, die zur Zeit der Hussitenkriege zur Kirchenburg ausgebaut worden war. Im Inneren findet sich eine reiche Ausstattung, beginnend von der Gotik über den Barock bis zum Jugendstil, in dem das Deckengemälde und die Beichtstühle gehalten sind. Letztere sollen aus Frankreich stammen und dort sogar auf der Weltausstellung - wohl zusammen mit dem Eiffelturm - gezeigt worden sein.

Zum Erfolg im Dorfwettbewerb trugen maßgeblich die weitgehend intakte Dorfstruktur und das gute Versorgungsangebot vor Ort bei.
Die Pfarrei Mürsbach stellt im übrigen den östlichsten Außenposten des Bistums Würzburg dar.

Besondere Anziehungspunkte in der Dorfmitte sind das Brunnenhaus, dessen Wasser für den reichen Blumenschmuck verwendet wird, und die unterhalb liegende Verkündhalle, deren Säulen einstmals die Äste der dortigen Gerichtslinde stützten und nach deren Untergang zur Errichtung eines achteckigen Pavillons dienten. Dort hatte der Grundherr von Rotenhan zu seinen Bauern gesprochen und dort waren die sechs Ratsmitglieder zu den Gemeindeversammlungen zusammengekommen.

Weitere Stationen waren die sogenannte "Kunst-Mühle", in der regelmäßig Ausstellungen namhafter Künstler - auch Günther Grass sei schon vertreten gewesen - stattfinden, und am südlichen Ortsausgang die spätgotische Dreifaltigkeitskapelle. Sie ist der Mittelpunkt des am Sonntag nach Pfingsten alljährlich in besonderem Maße gefeierten Dreifaltigkeitsfestes.

Die nächste Sommerreise des Vereins führt am Donnerstag, 20. August, nach Unfinden. red