Haßfurt
Jubiläum

Der Haßfurter FC feierte seine wunderbaren 100 Jahre

Das 100-jährige Bestehen hat der FC Haßfurt groß gefeiert. Beim Festkommers am Samstag wurden verdiente Mitglieder geehrt.
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Manfred Stühler (Mitte) ist der Motor des ruhnreichen FC Haßfurt. Dem Kapitän dankten Daniel Polreich (links) und Gerd Heller.  Fotos: Christiane Reuther
Manfred Stühler (Mitte) ist der Motor des ruhnreichen FC Haßfurt. Dem Kapitän dankten Daniel Polreich (links) und Gerd Heller. Fotos: Christiane Reuther
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Einen Rückblick auf die bewegte Geschichte des FC Haßfurt gab Vorsitzender Manfred Stühler. Stolz blickte Stühler auf sportliche Aspekte der Vereinsgeschichte, die sich aber nicht hielten: Boxerabteilung mit einem deutschen Vizemeister, eine Theatergruppe, eine Gruppe für Schwer- und Leichtathletik, die Damengymnastikgruppe, Korbballer, Tischtennisspieler sowie eine Eishockey-, Schach- und Tennisabteilung. Letztere ist neben der Fußballabteilung geblieben.

Sie wurde 1981 gegründet und zählt heute 80 Mitglieder - das reicht zu zwei Meisterschaften. In all den Jahren waren die FC-Tennisspieler immer wieder auf Platz 1 in ihren Spielgruppen zu finden. Heuer wurden die Damen 60 in der Bayernliga und die Herren 60 in der Bezirksklasse 2 Meister.


Aushängeschild das FC ist der Fußball

Der Fußball ist das Aushängeschild des FC, und manche Spiele sind legendär. Viele Kontakte und Spiele kamen über Ludwig Müller zustande, den sechsmaligen Nationalspieler und mehrfachen deutschen Fußballmeister, der als sportlichen Höhepunkt 1985 zum 750. Stadtjubiläum die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft nach Haßfurt brachte. Auch internationalen Gästen hat es in Haßfurt gefallen, wie vor 40 Jahren der japanischen Nationalmannschaft. Im Blick auf die Jugend erinnerte Stühler auch an Heinz-Herbert Kreh, den "großen Fußballer aus Haßfurt".

Stühler verwies auf Aufstieg und Abstieg, auf Zuschauerzahlen, bei denen bis zu 6000 Gäste keine Seltenheit waren. Beim Fußballspiel gegen den FC Bamberg, das Haßfurt damals mit 4:1 gewann, waren es gar 12 000 Zuschauer.

Momentan spielt der FC Haßfurt in der Kreisliga, es regiert der Sparzwang, und so verzichtet der FC darauf, Spieler mit Geld zu halten oder zum Vereinswechsel zu überreden. Gleichwohl hat der FC Haßfurt viel in seine Sportplätze investiert; Dank der ehrenamtlichen Mitarbeitern hält er sich über Wasser. Stühler erinnerte abschließend an den Neubau des Tennis- und Jugendheims sowie den Bau von Tribüne, Stadion und Tennisplätzen.


Kultureller Stellenwert in Haßfurt

Horst Lohs zeigte in seinem Film die sportlichen Ereignisse sowie den kulturellen Stellenwert des Vereins in der Stadt Haßfurt. Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußballverbandes und Vizepräsident des DFB, würdigte das Engagement des FC Haßfurt. Koch ermunterte die Verantwortlichen, mit Engagement in die Zukunft zu blicken. Man dürfe einen Verein nicht nur am Erfolg festmachen, sondern in der Tatsache, dass er auch nach 100 Jahren noch besteht.

Haßfurts Bürgermeister Günther Werner betonte, die FC-Mitglieder hätten zu mehr Lebensqualität in der Kreisstadt beigetragen. Landrat Wilhelm Schneider gratulierte dem "rüstigen" Jubilar charmant: "Er ist 100 Jahre alt, hat keine Runzeln im Gesicht, leidet nicht an Schwerhörigkeit oder hat andere körperliche Gebrechen, sondern präsentiert sich in guter Form und ist dynamisch und fit."

FC-Funktionär Norbert Geier würdigte abschließend Helfer und Offizielle, Sponsoren, Verband und Schiedsrichter bis hin zur öffentlichen Hand. Geier forderte auf, mitzuhelfen, den Verein in die nächsten 100 Jahre zu bringen und am Leben zu erhalten. Grußworte überbrachten zudem Gerald Makowski seitens BLSV (Bayerischer Landessportverband) sowie Vertreter der benachbarten Fußballvereine.


Die geehrten Mitglieder im 100. Jubeljahr

Ehrenmitglieder wurden Robert Abrolat, Dieter Bauernschmitt und Norbert Geier.

Verdienstnadel in Gold ging an Hermann Baier, Rudolf Eck, Gerhard Feiler, Horst Friedrich, Herbert Full, Rudolf Handwerker, Gerd Heller, Georg Hiernickel, Hans Jüngling, Horst Meier, Rudolf Lindner, Willi Müller, Rudolf Ödamer, Walter Schott, Erich Thein, Robert Willinger, Karl Zenglein; in Silber: Nicole Altenhöfer, Erika Feiler, Richard Frantzen, Andrea Full, Jochen Full, Hildegard Geier, Monika Henschel, Roswitha Kitzinger, Heidi Polzer, Ruzica Pommer, Anette Ries, Gertrud Schneider, Udo Stöffler, Karl Storkan, Reinhold Weiß, Diethard Bencker, Jürgen Kehrlein, Rainer von Marklowski, Jürgen Mielke, Daniel Polreich, Norbert Pudell, Bernd Riedlmeier, Michael Schleicher, Jürgen Storkan, Claus Schneider, Heike Schneider, Roland Schlosser, Günther Bald, Andreas Büttner, Karin Fehlbaum, Manfred Fehlbaum, Sophie Fehlbaum, Elfie Heller, Monika Kitzinger, Werner Kitzinger, Sabine Kraft, Marion Krines, Elfie Lindner, Hans-J. Lörzer, Werner Ott, Richard Koppitz, Marlies Köhler, Anna Kuhn, Lena Kuhn, Michael Moser, Siegfried Pohli, Frank Pommer, Bert Reichel, Klaus Schleicher, Christian Schneider, Fritz Beck, Oliver Engelhardt, Vroni Engelhardt, Horst Lohs, Karl Schweiger, Roland Thein, Franz Wacker, Michael Weber, Hubertus Widera.

Verbandsauszeichnungen Die Ehrenmedaille des Bayerischen Fußballverbands in Gold erhielt: Walter Rauch; in Silber: Robert Abrolat, Rudolf Lindner, Manfred Stühler. Das Ehrenzeichen in Gold erhielen: Karl Zenglein, Gerhard Feiler und Dieter Bauernschmitt; in Silber: Andreas Büttner, Gerhard Heller und Christian Schneider. Das Verbandsjugendzeichen in Silber erhielt Bert Reichel.
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