Die Gemeinde Oberaurach wird sich am erweiterten Probebetrieb des Digitalen Behördenfunks in Bayern beteiligen, aber nur, wenn die kommunalen Spitzenverbände bei der Staatsregierung eine stärkere staatliche Beteiligung an den Kosten erreichen. Das beschloss der Gemeinderat Oberaurach in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig.

Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) vorgerechnet, was von einer 80-Prozent-Förderzusage übrig bleibe, wenn man das "Kleingedruckte" lese. 80 Prozent Zuschuss gibt der Freistaat - auf die Endgeräte. Da der Einbau aber nur von zertifizierten Fachfirmen getätigt werden darf, ist der relativ teuer. Ein Mobilfunkgerät für ein großes Fahrzeug, also ein TLF (Tanklöschfahrzeug) oder TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug), kostet rund 2000 Euro (bezuschusst), der Einbau mit dem nötigen Zubehör etwa 2500 Euro - ohne Zuschuss.

Dazu kommen dann die Handfunkgeräte, mindestens vier für die beiden Wehren mit Atemschutztrupps, mindestens zwei für die kleineren Wehren. Auch hier liegt der Gerätepreis deutlich unter den Kosten für Ladegeräte und Sprechgarnitur sowie Einbau. Zwar sind die Förderrichtlinien noch nicht im Detail bekannt, nach jetzigem Informationsstand errechnete die Verwaltung jedoch einen Eigenanteil der Gemeinde Oberaurach von 43 680 Euro, um alle Wehren auf Digitalfunk umzurüsten.

Im Gemeinderat war man sich über die Bedeutung eines funktionierenden Behördenfunks einig, doch müsse hier bei den Fördermodalitäten dringend nachgebessert werden, hieß es. Deshalb machte der Gemeinderat seinen Beschluss auch von den Ergebnissen der Verhandlungen zwischen Gemeindetag, Städtetag und Staatsregierung abhängig.