Augsfeld
Fischesterben

Dem Anglersee bei Augsfeld blieb die Luft weg

Erste tote Tiere alarmierten die Haßfurter Vereinsaktiven. Am Wochenende waren viele Helfer und auch die Feuerwehr am Mooswäldchensee aktiv, um das Gewässer mit verschiedenen Maßnahmen zu belüften.
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Anglerhelfer sammeln die toten Fisch am Ufer auf, in der Mitte des Mooswäldchensees läuft der Schaufelradbelüfter auf Hochtouren, im Hintergrund rumoren die starken Pumpen im Feuerwehrfahrzeug. Mit zwei Schläuchen und noch einer weiteren Pumpe mit zwei Schläuchen waren die Helfer im Einsatz.
Anglerhelfer sammeln die toten Fisch am Ufer auf, in der Mitte des Mooswäldchensees läuft der Schaufelradbelüfter auf Hochtouren, im Hintergrund rumoren die starken Pumpen im Feuerwehrfahrzeug. Mit zwei Schläuchen und noch einer weiteren Pumpe mit zwei Schläuchen waren die Helfer im Einsatz.
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Das Wochenende brachte den Haßfurter Sportanglern eine Hiobsbotschaft: Ihr See am Mooswäldchen an der B26 drohte umzukippen. Der Sauerstoffgehalt des Wassers war auf alarmierende 1,3 Milligramm Sauerstoff pro Liter gesunken. Der Grenzwert liegt bei 2,0 Milligramm, ab da droht ein Fischesterben.

Aus dem Gleichgewicht gekommen

Die Notlage war wegen der sonnenarmen Witterung der letzten Tage in dem etwa 10 000 Quadratmeter großen Mooswäldchensees aufgetreten. "Ein Sauerstoffgehalt von acht bis zehn Milligramm pro Liter ist optimal", beschrieb Vorstandsmitglied und Gewässerwart Klaus Grumpel. Am Sonntagnachmittag maß Grumpel "2,7 Milligramm. Das ist langsam wieder eine beruhigende Zahl."

Zahlreiche Helfer des Anglervereins und der Haßfurter Feuerwehr hatten sich von Freitag bis Sonntag ins Zeug gelegt, um dem Wasser lebensnotwendigen Sauerstoff zuzuführen.
Von Freitag, 19 Uhr, bis Sonntag, 10 Uhr, stand ein Wagen der Feuerwehr mit leistungsstarken Pumpen parat, saugte Seewasser an und spritzte es im hohen Bogen wieder hinein. Die Unkosten trägt der Anglerverein. Zum Glück sind einige Angler eben auch Feuerwehrmitglieder.

Tote Fische eingesammelt

Außerdem fuhren Mitglieder den See mit Booten ab, um die toten Fische einzusammeln und zu entsorgen. Am Sonntagnachmittag setzten die Aportangler selbst einen Jetski mit satten 220 PS ein. Es war aber weniger Freizeitspaß, denn harte Arbeit. Den Nachmittag über wechselten sich Angler mit Bootsführerschein ab, um auf dem See auf und ab zu fahren. Zusätzlich zur Oberflächenbelüftung waren die installierten Schaufelradbelüfter pausenlos im Einsatz. Der Sportanglerverein hofft jetzt auf Sonnenwetter: Es erzeugt natürliche Sauerstoffanreicherung.

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