Eltmann
Amtseinführung

Das neue Seelsorger-Team in Eltmann

In der Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald wurden Pfarrer Bernhard Öchsner und Vikar Michael Weck neu eingeführt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dekan Stephan Geßner führte Pfarrer Bernhard Öchsner (Mitte) offiziell in sein neues Amt als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Haßberge-Steigerwald mit Sitz in Eltmann ein. Links der neue Pfarrvikar Michael Weck.
Dekan Stephan Geßner führte Pfarrer Bernhard Öchsner (Mitte) offiziell in sein neues Amt als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Haßberge-Steigerwald mit Sitz in Eltmann ein. Links der neue Pfarrvikar Michael Weck.
+2 Bilder
Zum "doppelten Advent" beglückwünschte der evangelische Pfarrer Volkmar Gregori die katholische Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald, die am ersten Adventssonntag ihren neuen Pfarrer Bernhard Öchsner und den neuen Pfarrvikar Michael Weck begrüßte. Die Stadtpfarrkirche Eltmann war voll besetzt, als Öchsner von Dekan Stephan Geßner offiziell als Leiter der Pfarreiengemeinschaft eingesetzt wurde. Er selbst übergab dann als erste Amtshandlung die Ernennungsurkunde an Weck.


Die Gemeinschaft der zwölf Kirchtürme

Zwölf Kirchtürme hat die Pfarreiengemeinschaft, wie Julia Müller stellvertretend für die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen feststellte. Die Gemeinschaft aus den Pfarreien Eltmann und Oberschleichach sowie der Kuratie Trossenfurt sei positiv überrascht gewesen, dass die Vakanz nach dem Weggang von Vikar Thomas Drexler und der Erkrankung von Pfarrer Thomas Klemm schnell beendet werden konnte. Die Gremien freuten sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden Hauptamtlichen. Gleichzeitig dankte Julia Müller Dekan Geßner, der seit der Erkrankung des Pfarrers als Pfarradministrator in Eltmann tätig war.

Dem Seelsorgeteam dankte auch der Dekan, dass es gelang, die Seelsorge in den rund 15 Monaten aufrecht zu erhalten. Er bat alle Ehrenamtlichen, sich weiterhin einzubringen, denn "die Rolle der Hauptamtlichen verändert sich. Für eine lebendige Gemeinde trägt jeder Getaufte Verantwortung", so Stephan Geßner. Ein Pfarrer könne Talente fördern, aber nicht das Glaubenszeugnis einer Gemeinde ersetzen. "Es ist eine spannende Zeit, in der Du diese Pfarreiengemeinschaft übernimmst", sagte er an Bernhard Öchsner gewendet, bevor er die Ernennungsurkunde des Bischofs verlas. "Ich wünsche Dir, dass Du feststellst, dass Du hier am richtigen Ort angekommen bist", erklärte der Dekan.


Achtsam sein und inne halten

Zur Wachsamkeit mahnt das Evangelium zum ersten Advent und auch Pfarrer Öchnser forderte in seiner ersten Predigt zur Wachsamkeit, zur Achtsamkeit, zum Innehalten auf. Die ständige Geräuschkulisse, die ständige Erreichbarkeit durch moderne Medien müsse durchbrochen werden. "Gott hat ja kaum mehr eine Chance, mit uns zu sprechen", erklärte er und forderte die Gemeinde auf, Zuzuhören - den Menschen, dem Wind, den Bäumen und dem Fluss, "Denn Gott spricht zu uns in offenen und verborgenen Zeichen. Und so wollen wir gerade im Advent immer wieder die Ohren spitzen und uns Vorbereiten auf die Ankunft des Herrn, denn die Begegnung mit Jesus kann schneller geschehen, als wir denken."

Ökumene wird in Eltmann gelebt. "Das sind wir der Welt auch schuldig", betonte der evangelische Pfarrer Volkmar Gregori, der Zusammenarbeit in Kirchengemeinden mit einem Schafkopfspiel verglich: "nicht immer sticht der Ober den Unter, nicht immer ist der der Gewinner, der Kontra gibt und manchmal ist der Partner, den man gewählt hat, nicht der richtige". Gregori lud Öchsner und Weck zur ökumenischen Zusammenarbeit und zur Schafkopfrunde ins Pfarrhaus nach Gleisenau ein. Als Geschenk hatte er neben der druckfrischen Luther-Bibel auch einen Playmobil-Luther überreicht.


Ökumene ist ihm ein großes Anliegen

Pfarrer Öchsner betonte, dass ihm die Ökumene ein großes Anliegen sei, erst im Sommer sei er eine Woche lang auf dem Luther-Weg unterwegs gewesen. Die Einladung zum Schafkopf nahm er gerne an. Mit einem Dank an die 22 Ministranten, die den festlichen Gottesdienst neben vielen Amtsbrüdern aus der Pfarreiengemeinschaft und aus Schweinfurt mitgestalteten, beendete er den Gottesdienst.

Beim Stehempfang in der Stadthalle begrüßte auch Landrat Wilhelm Schneider den neuen Leiter der Pfarreiengemeinschaft. Er sei überzeugt, dass sich Pfarrer Öchsner schnell einleben werde, weil er als Pfarrer in Hofheim den Landkreis ja schon kennen gelernt habe. Auch Pfarrvikar Weck war schon drei Jahre im Baunach-, Itz.- und Lautergrund tätig. Sie seien nun in einer Region, die von Naturschönheiten und einem reichen Kulturschatz geprägt sei. Hier könne man Kraft schöpfen für die Herausforderungen, die ja auch für einen Pfarrer nicht weniger würden. "Sie sind der Ansprechpartner für die Suche nach Orientierung und Lebenssinn", betonte der Landrat.

Dem schloss sich Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler an. Ihn freute es, dass die Vakanzzeit nicht länger dauerte. Denn "die Bevölkerung braucht einen Seelsorger, der im Pfarrhaus lebt". Öchsner und Weck fänden hier lebendige Gemeinden, die in der Pfarreiengemeinschaft gut zusammenarbeiten, erklärte der Bürgermeister. Staat und Kirche seien in Deutschland zwar getrennt, doch "nicht ohne Grund heißt in beiden Institutionen die kleinste Einheit Gemeinde. Es geht immer um das Wohl der Menschen", betonte Ziegler.

Viele Gemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit, die beiden neuen Geistlichen im Gespräch kennen zu lernen. Viele Wiedersehen gab es dabei, denn als Jugendseelsorger im Dekanat Haßfurt hatte Bernhard Öchsner früher die Ministranten-Zeltlager und die Fußballturniere mitorganisiert.


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren