Ebern
Sommerkonzert

Coole Schule voller Musiktalente

Vielfältige Arrangements waren im Eberner Gymnasium zu hören. Neben Schülern und Lehrern standen auch zwei kleine Familienensembles auf der Bühne.
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Musiker mit Gel-Haaren standen bei dem Auftritt von "T-Birds" auf der Bühne.
Musiker mit Gel-Haaren standen bei dem Auftritt von "T-Birds" auf der Bühne.
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Am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern lud die Schulfamilie am Donnerstagabend zum Sommerkonzert ein. Und dies, obwohl es am Morgen "alles andere als nach Sommer" ausgesehen hatte, wie Schulleiter Martin Pöhner feststellen musste: "Es hat nur geregnet."

Obendrein machte sich der Regen an diesem Tag in der Bibliothek breit und der Schulleiter war gezwungen, zur Evakuierung der Bücher aufzurufen. Doch dann, am Abend , krabbelten beschwingte Töne von der Bühne und durchdrangen das ganze Haus und die Stimmung schlug um. Denn wenn es am Eberner Gymnasium um Musik geht, dann passt die Welt wieder.

Ringelnatz, Coldplay, Adele oder die Beatles - allerhand Bekanntes tischten die Schüler und Lehrer an diesem Abend in der voll besetzten Aula an der vollgeparkten Gymnasiumstraße auf.


Unterstufenchor gibt Gas

Der Unterstufenchor von Isabel Fricke, ein sichtbar reiner Mädchenchor, gab mit "The Locomotion" und wechselnder Instrumentalbegleitung richtig Gas. Dass Singen nicht nur den Schülerinnen am Eberner Gymnasium vorbehalten ist, widerlegte im zweiten Teil des Abends der Große Chor unter der Leitung von Kathleen Hümmer-Aumüller. Männerstimmen brummten nicht, sondern sangen mit. Highlight der Probenarbeit dieses Ensembles war wohl das Medley der britischen Sängerin Adele. Coole Sache angesichts der vielen Rhythmen- und Tempiwechsel, die in diesem Stück zu meistern waren.

Neben Chor und Big Band, die bereits zu traditionellen Einrichtungen am Eberner Gymnasium geworden sind, mischten sich am Sommerkonzert unter die Auftretenden einige neuere Formationen, die nicht minder gut klangen: Besonders erwähnenswert sind hierbei die Eltern-Kind-Beiträge. Rose von Stackelberg und ihre Mutter Keiko , Cellistin und ab und an bei den Bamberger Symphonikern auf der Bühne, präsentierten mit Show und Charme "Lady Madonna" von den Beatles. Eva Arnold und ihr Vater Philipp, Schulleiter der Eberner Mittelschule und begnadeter Gitarrist, sangen von der Ruhe nach dem Sturm ("Calm after the storm") gemäß der Komposition der Band "The Common Linnets" Einen höchst bewundernswerten Auftritt hatte Tobias Körner aus der 11. Klasse: Er präsentierte sein selbst geschriebenes Stück "It's called life" am Konzertflügel.


Lässiger Auftritt

Auf den ersten Blick die Noten vergessen hatten wohl die Gitarristen Til Batzner und Thomas Schmitt. Mit ihren E-Gitarren standen sie auf der Bühne und spielten einen Song nach dem anderen ab. "Songs for my Rocksoul" hieß ihre selbst arrangierte Einlage und mit ihren lässigen Bühnenbewegungen machten sie eindeutig klar: Ohne Musik können sie nicht leben! "VokIne" würde wohl dieses Statement unterschreiben. Das Ensemble, das aus Schülern der Oberstufe besteht, "macht lustige Sachen mit der Musik" und hat den amerikanischen Folk-Song "This Ol' Hammer" auf eine ganz eigene Art und Weise interpretiert.


Stücke aus Grease

Gel-Haare gab es zu sehen und coole Typen zu hören, als die "T-Birds" die Bühne stürmten und mitsamt Saxofon, Klavier und Schlagzeug Melodien aus dem Musical "Grease" spielten.

Dass es nicht unbedingt einen Dirigenten braucht, der mit dem Taktstock vor der Kapelle steht, bewies die Big Band, nun auch bekannt unter dem Namen "Gummibären-Bande". Auch wenn der Musiklehrer Max Ludwig am Schlagzeug den Takt angibt, sitzen die Pausen, Rhythmen & Co. "Who wants to live forever", "Copacabana" und "Moonriver" waren Stücke, die das Instrumentalensemble im zweiten Teil des Sommerkonzertes am Donnerstag zum Besten gab.

Und dann gab es da noch die Lehrer-Schüler-Band mit Oasis, dem Lehrer Udo Fleischmann und der Nebelmaschine: Die Sängerinnen Eva Arnold und Elena Lurz hatten bei all dem Nebel ordentlich zu husten und zu wedeln, um Luft zu bekommen und einen klaren Blick auf die Noten zu haben.
Respekt, welch tolle Stimmen und Persönlichkeiten sich da am Eberner Gymnasium entwickeln!
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