Kirchlauter
Gemeinderatssitzung

Billigere Lösung für Kläranlage zeichnet sich ab

Die geforderten Nachbesserungen im Kirchlauterer Kanalsystem kommen in die Gänge. Den aktuellen Planungsstand erläuterte der Chef des Eltmanner Planungsbüros Werner (TBW), Peter Ruck, bei einer Gemeinderatssitzung. . Den technischen Details stellte Bürgermeister Jochen Steppert (CSU) Grundsätzliches voran: "Es gibt positive Neuigkeiten."
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Mit noch skeptischen Mienen folgten die Gemeinderäte Uwe Derra, Karl-Heinz Kandler, Protokollführer Roland Gehring, Bürgermeister Jochen Steppert, Heinz Stretz und  Ande Borschert (im Bild von links)  den Ausführung von Peter Ruck (stehend). Ihr Gesichtsausdruck sollte sich schnell aufhellen. Foto:  Ralf Kestel
Mit noch skeptischen Mienen folgten die Gemeinderäte Uwe Derra, Karl-Heinz Kandler, Protokollführer Roland Gehring, Bürgermeister Jochen Steppert, Heinz Stretz und Ande Borschert (im Bild von links) den Ausführung von Peter Ruck (stehend). Ihr Gesichtsausdruck sollte sich schnell aufhellen. Foto: Ralf Kestel
Was damit gemeint war, wurde schnell klar: Mit seinen vertieften Überlegungen stieß Ruck auf Möglichkeiten, um Geld einzusparen. Bisher belief sich die Kostenschätzung für den Einbau einer Scheibentauchkörper-Anlage, die die Denitrifikation übernehmen soll, auf 685 000 Euro.

Jetzt wird einer der vorhandenen Klärteiche geteilt und eine (leicht aufgefüllte) Hälfte als Rückhalte-, die andere als Absatzbecken genutzt. "Damit können wir auf ein zusätzliches Durchlaufbecken verzichten", erklärte Ruck. So werde eine Drosselung erreicht, sodass auch bei starkem Regen der optimale Zufluss zum Teichtropfkörper gewährleistet ist.

Der zweite Teich diene noch der Nachklärung: "Das ist nach unseren Berechnungen aus technischer Sicht gar nicht notwendig, bringt aber zusätzliche Sicherheit."

Ruck rechnet mit einer Bauzeit von maximal fünf Monaten. Ein Beginn der Arbeiten steht noch nicht fest. Bürgermeister Steppert erinnerte daran, dass die Planung noch in diesem Jahr beim Wasserwirtschaftsamt zur Prüfung vorgelegt werden muss. Als Termin für die Fertigstellung sei das Jahr 2015 vorgegeben. "Bis dahin haben wir genügend Zeit, um zu überlegen, wie der Aufwand umgelegt wird."

Mit der nächsten Planungsstufe lägen auch konkrete Zahlen vor, beruhigte der Bürgermeister aufgeregte Gemüter. Eine Gewissheit beflügelte ihn indes schon: "Wir haben die richtige Variante gewählt", zeigte er sich angesichts von vier (teureren) Alternativen überzeugt.
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